Der Klimapakt im Überblick

Der Klimapakt Münchner Wirtschaft ist eine der wichtigsten Einzelmaßnahmen des gesamtstädtischen Klimaschutzprogramms auf dem Weg zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035.

Denn klar ist: die Stadt kann dieses Ziel nicht allein erreichen. Sie ist darauf angewiesen, dass alle wichtigen Akteur*innen in München dazu beitragen, von der Stadtgesellschaft über die Politik bis zur Wirtschaft, die knapp die Hälfte der Treibhausgasemissionen Münchens verantwortet.

Der Klimapakt lebt von seiner Kontinuität: bereits 2015 legte die Stadt den Grundstein und startete die erste Phase des Klimapakts. Seitdem folgten zwei weitere Projektphasen, jeweils mit leicht unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung, aber immer mit dem gleichen Grundgedanken: den Klimaschutz in München gemeinsam voranbringen, die Zusammenarbeit zwischen den größten Münchner Unternehmen stärken und mit konkreten Einsparungen dazu beitragen, dass München bis 2035 die Klimaneutralität erreicht.
 

Klimapakt 3 – verbindlich. wirksam. sichtbar.

Im Juli 2023 startete die dritte Runde des Klimapakts Münchner Wirtschaft unter der Schirmherrschaft des Referenten für Arbeit und Wirtschaft mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung. 16 Münchner Großunternehmen mit mehr als 120.000 Mitarbeitenden und drei Kooperationspartner (siehe Kasten auf Seite xx) hatten sich für die Neuauflage des Klimapakts zusammengeschlossen, für die die Landeshauptstadt München das Motto „verbindlich. wirksam. sichtbar.“ vorgegeben hatte.

Begleitet wurden die Unternehmen in der dreijährigen Laufzeit des Klimapakts 3 von der Fachbetreuung der Münchner Sustainable AG sowie vom Green City e.V.

Verbindlich – Die Unternehmen haben sich im Rahmen des Klimapakts verpflichtet, ihre Emissionen auf dem Münchner Stadtgebiet zu reduzieren und somit zum Ziel der Landeshauptstadt München, bis 2035 klimaneutral zu sein, aktiv beizutragen.
Mehr zur Bilanzierung des Klimapakt 3.

Zudem haben sich die Unternehmen vorgenommen, auch über das Stadtgebiet hinaus wirksame Maßnahmen gemeinsam zu erarbeiten und umzusetzen und damit einen Beitrag zum regionalen, nationalen und globalen Klimaschutz zu leisten.

Fassade mit Glasfenstern und Blick auf Produktionsanlagen, Spiegelung Himmel, Wolken und austreibende Bäume

Wirksam – Die Unternehmen haben für die dritte Runde des Klimapakts verschiedene Fokusthemen ausgewählt, die im Vordergrund des fachlichen Austauschs standen: Energieeffizienz, klimafreundliche Stromversorgung, Wärme & Kälte, nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Begrünung von Flächen, nachhaltige Lebensstile, Digitalisierung sowie Wissenstransfer und Sensibilisierung.

Im Rahmen von Fachworkshops und Wissensaustausch-Formaten wurden diese Themen vertieft, unter anderem mit Good Practice-Beispielen der Unternehmen innerhalb und außerhalb des Münchner Stadtgebiets. Mehr zu den FachworkshopsZudem entstanden mehrere gemeinsame Maßnahmen im Rahmen des Klimapakts, mehr Informationen finden Sie hier auf der Seite gemeinsame Maßnahmen.

Sichtbar - Bereits in der Vergangenheit wurde der Klimapakt über die Stadtgrenzen hinaus sehr positiv wahrgenommen. Viele Kommunen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren ähnliche Projekte ins Leben gerufen. Ein Ziel des Klimapakts 3 war es, das Engagement der Unternehmen im Klimapakt noch sichtbarer zu machen, damit auch weitere Akteur*innen in München und darüber hinaus – und nicht zuletzt die Mitarbeitenden der Unternehmen – motiviert werden, selbst aktiv zu werden.

Zu den verschiedenen Aktivitäten im Klimapakt 3 gab es deshalb regelmäßig Updates auf der zentralen Klimapakt-Website, Social Media-Postings auf LinkedIn und Textbausteine für die Unternehmen, die als Grundlage für deren eigene Kommunikation dienten. Dadurch konnte die Sichtbarkeit des Klimapakts im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesteigert werden. Darüber hinaus kamen die Klimapakt-Unternehmen mit zahlreichen Menschen bei den Umweltaktionstagen und beim Klimaherbst direkt ins Gespräch.

Im Vergleich zur zweiten Phase des Klimapakts, bei der die Zusammenarbeit durch die Coronapandemie deutlich eingeschränkt war, konnte in der dritten Phase des Klimapakts nicht nur die Sichtbarkeit gesteigert werden, auch das bestehende Netzwerk und die direkten Kontakte zwischen den Unternehmen wurden deutlich gefestigt (Link zu den Unternehmensvorstellungen).

Damit ist ein wichtiger Grundstein für die Zukunft des Klimapakts gelegt worden.

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft will das Erfolgsmodell Klimapakt Münchner Wirtschaft fortführen und arbeitet derzeit an den Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Projekts. 

Ein möglicher Kick-off für den neuen Klimapakt ist für Anfang 2027 geplant.