Fachworkshops und Wissensaustausch

Voneinander und miteinander lernen – darum ging es bei den verschiedenen Austauschformaten im Rahmen des Klimapakt 3. Mehr erfahren Sie hier.

Klimapakt 3 gestartet

(26.9.23) Klimapakt 3 mit feierlicher Auftaktveranstaltung gestartet – erster Workshop im September befasste sich mit Kommunikationsthemen und Sichtbarkeit.

Am 21. Juli 2023 startete die dritte Runde des Klimapakt mit einer großen Auftaktveranstaltung in der alten Gaszählerwerkstatt der Stadtwerke München: Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung unterzeichneten 16 Münchner Großunternehmen eine freiwillige Selbstverpflichtung, die bis Ende 2025 gilt. In der dritten Phase des Klimapakts werden unter dem Motto „verbindlich. wirksam. sichtbar.“ die Anstrengungen des Bündnisses erweitert. Schirmherr des Klimapakts, der von der Stadt München initiiert wird, ist Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner.

Gruppenbild

Im September kamen die Unternehmen dann zu einem ersten Arbeitstreffen im Munich Urban Colab zusammen: Getreu dem Motto der dritten Runde des Klimapakts soll die Sichtbarkeit der Initiative erhöht werden, entsprechend haben die Unternehmen hier gemeinsam Kommunikationsthemen und -möglichkeiten diskutiert.

Erster Fachworkshop: Best Practice-Beispiele und mögliche Maßnahmen

(31.10.23) Netzwerk Klimapakt 3 im Austausch: Voneinander lernen und gemeinsam aktiv werden für mehr Klimaschutz in München.

Die 16 Großunternehmen, die sich zum Klimapakt Münchner Wirtschaft zusammengeschlossen haben, wollen gemeinsam aktiv zum Klimaschutz beitragen. Durch individuelle Maßnahmen der teilnehmenden Unternehmen und gemeinsame Klimaschutzprojekte sollen Emissionen in München und darüber hinaus eingespart werden.

Welche Maßnahmen das sein können und welche Aktivitäten gemeinsam angegangen werden können – dazu haben sich 25 Unternehmensvertreter*innen und Vertreter*innen der Kooperationspartner bei einem ersten Fachworkshop ausgetauscht.

Gruppenbild der rund 24 Teilnehmer*innen des Fachworkshops

Dabei ging es auch um Best Practice-Beispiele: neben Cradle-to-Cradle- und Lean Management-Ansätzen war hier auch ein Unternehmensprojekt Thema, mit dem die Ampelschaltung in Kommunen per Künstlicher Intelligenz erforscht wird.

Auch mögliche gemeinsame Projekt wurden diskutiert, etwa Formate zum unternehmensübergreifenden Wissenstransfer und zur gemeinsamen Sensibilisierung der Mitarbeitenden in den Klimapaktunternehmen.  

Im weiteren Verlauf des Klimapakts folgen regelmäßig weitere Veranstaltungen, bei denen neue Maßnahmen geplant werden sollen, aber auch der Austausch zu Fachthemen nicht zu kurz kommt. Alle geplanten und realisierten CO2-Einsparungen der 16 teilnehmenden Unternehmen werden einmal jährlich durch das Beratungsteam der sustainable AG bilanziert.

Teilnehmer*innen des Fachworkshops im Gespräch

Zweiter Fachworkshop: Arbeiten an den gemeinsamen Maßnahmen

(22.2.24) Bei ihrem Treffen haben sich die Klimapakt-Unternehmen vor allem der Planung gemeinsamer Maßnahmen gewidmet, unter anderem zu Mobilität, Photovoltaik und zu nachhaltigeren Kantinen.

Bei diesem ersten Treffen 2024 haben die 16 Großunternehmen und die drei Kooperationspartner, die sich zum Klimapakt Münchner Wirtschaft zusammengeschlossen haben, den Fokus auf gemeinsame Klimaschutz-Maßnahmen gelegt.

Beim Treffen in der Zentrale von Google in München wurden vier zuvor gesammelte Ideen in Gruppenarbeiten weitergeplant: Dabei ging es etwa um nachhaltige Mobilität und eine mögliche Förderung der Unternehmen für ihre Mitarbeitenden zum Aufbau von privaten Photovoltaik-Anlagen.

Gruppe Gesprächspartner*innen in Sitzgruppe

Vorgestellt wurde zudem eine Handysammelaktion initiiert durch Telekom und Telefónica, an der die anderen Klimapakt-Unternehmen teilnehmen. Im Rahmen der Aktion werden ausgediente Mobilgeräte gesammelt, um Rohstoffe zu erhalten. Ebenfalls eine geplante gemeinsame Aktion sind die „Energiescouts“. Dieses bereits etablierte Programm der Industrie- und Handelskammern soll nun auch auf die Klimapaktunternehmen übertragen werden; Initiator ist die IHK München und Oberbayern.

Beim Treffen gab es darüber hinaus Input zum Thema Bilanzierung: Bislang haben die Unternehmen 76 Einzelmaßnahmen gemeldet. Insgesamt können so bislang voraussichtlich mindestens 9.000 Tonnen Treibhausgase im Rahmen des Klimapakts eingespart werden. Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich gesammelt.

Neben der kontinuierlichen Arbeit an den gemeinsamen Klimaschutz-Maßnahmen geht es beim Klimapakt 3 mit einer Infoveranstaltung zum Thema Digitalisierung und Datenmanagement im Juni und dem nächsten Fachworkshop im September weiter. Dann sind die Klimapakt-Teilnehmer*innen bei Siemens zu Gast.

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Lesetipp: Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner im Gespräch mit Wieland Holfelder, dem Leiter des Google Entwicklungszentrums München: "Klimaschutz braucht Vorreiter" in der Google-Publikation

Erster virtueller Wissensaustausch zu Digitalisierung und Datenmanagement

Am 25. Juni 2024 fand der erste virtuelle Wissensaustausch im Rahmen des Klimapakt 3 statt. Insgesamt 27 Vertreter*innen der Klimapakt-Unternehmen haben teilgenommen.

Zunächst teilten zwei Experten des Klimapakt-Unternehmens Microsoft ihr Wissen mit den Teilnehmenden. Erstes Thema war die Klimabilanzierung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) bei Microsoft und ein Einblick in die Methoden und Strategien, die Microsoft zur Ermittlung des CO2-Fußabdrucks bei sich und seinen Kund*innen einsetzt. Der zweite thematische Schwerpunkt beleuchtete den Nutzen von Künstlicher Intelligenz im Bereich der Nachhaltigkeit. Konkrete Fallbeispiele zeigten außerdem wie AI-Technologien dazu beitragen können, nachhaltige Praktiken zu fördern, wie zum Beispiel durch Klimarisikovorhersagen, Verringerung des Materialverbrauchs oder der Neugestaltung von Arbeitsabläufen durch Automatisierung.

Einblicke zum ESG-Datenmanagement

Die Fachbetreuung der sustainable AG präsentierte im Anschluss das Thema ESG-Datenmanagement. Neben der Wichtigkeit von Datenqualität ging es um fachliche und technische Anforderungen und die konkrete Umsetzung in Unternehmen – inklusive etwaigen Herausforderungen und dem Nutzen von ESG-Tools, die im Nachgang von drei ESG-Tool Anbietern vorgestellt wurden.

In einem anschließenden Panel diskutierten die ESG-Tool Anbieter gemeinsam mit Microsoft und sustainable über die Zukunft des ESG-Datenmanagements, die Bedeutung dieser Entwicklungen für Unternehmen und sprachen Empfehlungen sowie Achtungspunkte für das zukünftige Management von ESG-Daten aus.

Dritter Fachworkshop: Zwischenbilanz ziehen und weiter voneinander lernen

(17.09.24) Der Klimapakt Münchner Wirtschaft zieht eine erste Zwischenbilanz: 76 Maßnahmen haben die teilnehmenden Unternehmen bislang eingereicht. Rund 10.000 Tonnen CO2-Äquivalente konnten dadurch im ersten Jahr an Emissionen eingespart werden.

Beim dritten Fachworkshop stand zudem der Wissensaustausch im Vordergrund, von dem alle Teilnehmenden profitieren und so einen gemeinsamen, verbindlichen und wirksamen Beitrag zur Klimaneutralität der Stadt München leisten können.   

Gemeinsam lernt es sich am besten – ein Prinzip, das sich nicht nur im schulischen Alltag bewährt: Vernetzt durch den Klimapakt Münchner Wirtschaft haben die teilnehmenden Unternehmen nach dem Ansatz des Peer-Learnings kontinuierlich die Gelegenheit, sich fachlich auszutauschen und so von- und miteinander zu lernen.

Klimapakt 3 - Teilnehmerinnen beim dritten Fachworkshop

Beim dritten Treffen, diesmal in der Niederlassung der Siemens AG in Neuperlach, haben die Teilnehmer*inen daher weitere Best practice Beispiele geteilt. Neben der Sustainability Strategie des gastgebenden Unternehmens Siemens haben auch die MTU Aero Engines AG und Giesecke+Devrient aus ihrer Erfahrung berichtet. Etwa von den Vorteilen, die Nachhaltigkeitsstrategie im Top-Management zu verankern. Oder von der Wärmeversorgung über Tiefen-Geothermie, die eine CO2-Reduktion von etwa 10.000 Tonnen bewirkt.

Beim Rundgang über das Siemens-Werksgelände besichtigte der Teilnehmerkreis zudem die Wireless Charging-Anlage.

Zwischenbilanz gezogen

Zudem hat das Netzwerk eine erste Zwischenbilanz gezogen:

  • Für das vergangene Jahr konnte etwa ein Drittel der Maßnahmen bereits quantifiziert werden
  • Mehr als 10.000 Tonnen CO2e wurden so bereits innerhalb der Münchner Stadtgrenzen​ eingespart
  • Weitere knapp 4.000 Tonnen CO2e sind für 2024 als zusätzliche Maßnahmen eingeplant​
Gruppe der Klimapakt-Vertreter*innen in Garage bei Siemens, Sprecherin neben einem E-Fahrzeug

Tour zum Wireless Charging, beim 3. Klimapakt-Fachworkshop beim Gastgeber Siemens

Zweiter virtueller Wissensaustausch zum Thema Energie und Wärmeversorgung

Am 11. November 2024 fand der zweite virtuelle Wissensaustausch im Rahmen des Klimapakt 3 statt. Im Vordergrund stand das Angebot der Stadtwerke München und des Referat für Klima- und Umweltschutz für Unternehmen.

Als Kooperationsunternehmen des Klimapakt3 stellten die Stadtwerke München zusammen mit dem Referat für Klima- und Umweltschutz die Pläne zur Wärmewende in München vor.  

Im Fokus standen der Transformationsplan Fernwärme und die kommunale Wärmeplanung, die innovative Lösungen für die Wärmeversorgung im Stadtgebiet aufzeigen. Anschließend wurde das Konzept zur Nutzung von Grundwasser für die Wärme- und Kälteversorgung vorgestellt – ein essenzieller Baustein für die klimafreundliche Transformation Münchens.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Abwärme, das Klimapakt-Mitglied Rohde & Schwarz anhand ihres Best Practice Beispiels darstellte:

Vertreter*innen der Klimapakt-Unternehmen im virtuellen Austausch - Gesichter auf 16 Screens

Seit Ende 2023 wird die Abwärme des Rechenzentrums dort effizient wiederverwendet, eine Optimierung, die jährlich über 1.000 MWh an Energie dem Nahwärmenetz zuführt und somit einspart. Dies entspricht einer Reduktion von mehr als 200 Tonnen CO₂e pro Jahr.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging es um den aktuellen Stand der Nutzung von Photovoltaikanlagen bei den Mitgliedsunternehmen und weitere Möglichkeiten. Basierend auf einer Unternehmensabfrage wurden bestehende Hindernisse und entsprechende Installationsangebote der Stadtwerke München vorgestellt und diskutiert. Abschließend präsentierte die PV-Agentur des Referats für Klima- und Umweltschutz das Angebot der Solarbörse, das den Vermittlungsprozess zwischen Flächeneigentümer*innen und Unternehmen der Solarbranche unterstützt und beschleunigt.

Green Pioneers, regenerative Landwirtschaft und KI - Münchner Unternehmen zeigen konkreten Klimaschutz

(25.2.25) Münchens Großunternehmen tauschten sich im Microsoft Experience Center zu Best Practice-Beispielen, gemeinsamen Projekten und Kommunikation im Rahmen des Klimapakts Münchner Wirtschaft aus.  

Mehr als 30 Unternehmensvertreter*innen fanden sich am 25.2. bei Microsoft im Münchner Norden zum Workshop des Klimapakts Münchner Wirtschaft ein. Hierbei standen vor allem die Best Practices im Fokus – und die Planung gemeinsamer Maßnahmen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie des gastgebenden Unternehmens Microsoft etwa zeigt, dass Wirtschaft, Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können: Das Unternehmen nutzt Digitalisierung für Klimaschutzmaßnahmen, setzt auf Quantencomputer und künstliche Intelligenz und möchte seine Rechenzentren künftig ohne Wasserkühlung und ausschließlich mit erneuerbaren Energien betreiben.

Workshop Klimapakt 3 - Feb 25, Keynote Agnes Heftberger

Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung Microsoft Deutschland, begrüßte die Vertreter*innen der Klimapakt-Unternehmen und betonte den Stellenwert von Zusammenarbeit

Im weiteren Verlauf stellte die Telekom ihre vielfältigen Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit vor – unter anderem die Green Pioneers. Das Themenspektrum für deren freiwilliges Engagement reicht von der Pflege eigener Bienenvölker, deren "Magenta-Honig" verkauft und der Erlös für die Umwandlung von Unternehmensflächen in Blühwiesen und Micro Wälder genutzt wird, über koordinierte Büromateriallager und Climate Fresk Awareness Workshops.

Hubert Burda Media hat sein Nachhaltigkeitsengagement unter dem Motto „Getting better“ zusammengefasst: Das Unternehmen implementiert auf Grundlage seines Carbon Footprint Maßnahmen in den Bereichen Material, Mobilität und Bildung. Ein Fokus der Arbeit des „getting better“-Teams ist die regenerative Landwirtschaft als effektiver CO2-Speicher. Diese unterstützt Burda finanziell und durch thematische Beiträge in seinen vielfältigen Medienformaten.

Neben dem Austausch zu diesen Best Practice-Beispielen tauschten die Unternehmen sich dazu aus, welche gemeinsamen Aktivitäten in den nächsten Monaten geplant sind – hierbei soll es um gemeinsame Umweltaktionstage und konkrete Aktionen im Bereich nachhaltiger Betriebsrestaurants gehen.

Zudem reflektierten die Unternehmen die bisherige Kommunikationsarbeit rund um den Klimapakt Münchner Wirtschaft.

Neuer Schirmherr Dr. Christian Scharpf beeindruckt von Erfolgsgeschichte des Klimapakts: „Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind keine Gegensätze“

(08.5.2025) Münchens Klimapakt-Unternehmen trafen sich zum vierten Fachworkshop am Flughafen München. Neben dem Austausch und der Gelegenheit, den neuen Schirmherrn und Wirtschaftsreferenten Dr. Christian Scharpf kennenzulernen, standen Fachimpulse sowie Diskussionen zu Scope 3-Emissionen und Best-Practice-Beispiele im Mittelpunkt.

Das gastgebende Unternehmen präsentierte – auch bei einer abschließenden Rundfahrt über das Flughafengelände – seine ambitionierte Net Zero Strategie für 2035: Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von 50 MW, die Umstellung des Blockheizkraftwerks auf erneuerbare Energieträger und der Einsatz alternativer Antriebe im Mobilitätsbereich sowie der Umbau eines Wirtschaftswaldes in einen resilienten Klimawald.

Bei der Reduktion der indirekten Treibhausgasemissionen unterstützt der Flughafen über einen dualen Ansatz seine Partner*innen und Kund*innen.

Dr. Christian Scharpf

Um diese Scope 3-Emmissionen drehten sich auch der Fachimpuls und anschließende Austausch. Neben Neuerungen der Strategien der Science Based Targets initiative (SBTi 2.0) und deren Auswirkungen auf das gesetzte Klimaziel des Klimapakts, diskutierten die Unternehmen in Gruppen ihre Erfahrungen bei der Bilanzierung und Dekarbonisierung ihrer indirekten Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie teilten Lösungsansätze für die Kategorien „Eingekaufte Güter und Waren“, „Transport und Logistik“ und „Nutzungsphase“.

Runder Tisch der Landeshauptstadt München vorgestellt

Der Runde Tisch der Landeshauptstadt München fördert den Ausbau klimarelevanter Bauberufe, um die Energiewende voranzutreiben. Angesichts des Fachkräftemangels geht es darum, Maßnahmenideen zu entwickeln und neue Kooperationen zu schaffen – so auch mit den teilnehmenden Klimapakt-Unternehmen, deren Prognosen und Bedarfe abgefragt wurden.

Erfolgsbeispiele: Nachhaltigkeit in Architektur und Events

Der TÜV Süd stellte seinen energieautarken Neubau „Algorithmus“ vor. Das Gebäude passt seine Fassade algorithmisch an Sonnenverlauf, Wärme und Verschattung an. Heizen, Kühlen und Lüften erfolgen über eigene Schluckbrunnen und Sensoren. Die Stromversorgung übernimmt eine PV-Anlage. Das Projekt ist Vorbild für nachhaltiges Bauen.

Der Bayerische Rundfunk (BR) setzt Maßstäbe im Bereich nachhaltiger Veranstaltungen. Mit klar definierten Standards und einer umfassenden Kommunikation hat der BR das Bewertungstool BEN (Bewertungstool Nachhaltigkeit) entwickelt, um die Nachhaltigkeit seiner Events kontinuierlich zu verbessern. Durch gezielte Weiterbildungen der Mitarbeitenden sensibilisiert das Unternehmen sein Team für nachhaltiges Handeln und verfolgt einen schrittweisen Ansatz, um die gesteckten Umweltziele zu erreichen.

Weitere Erfolgsgeschichten sind hier veröffentlicht.

Rückblick und Ausblick zur Bilanzierung

(20.9.25) Mitte Juli trafen sich die Klimapakt-Unternehmen online für einen aktuellen Überblick über die Ziele der CO2-Einsparungen und die nun erstellte Bilanz für das Klimapakt3-Jahr 2024.

Die Berater*innen von sustainable nutzten den Termin, um die Details der Bilanzierung näher zu erläutern und einen Ausblick auf die Berechnung für das aktuelle Jahr und die Gesamtbilanz 2023-2025 zu geben.

Die Bilanz 2024 der Klimapakt-Unternehmen: knapp 15.000 Tonnen CO2e-Emissionen konnten vermieden werden.

16 Unternehmen sind aktuell Teil der Initiative „Klimapakt3“. Insgesamt konnten die Unternehmen 59 Maßnahmen in neun Fokusfeldern für CO2-Einsparungen umsetzen. Die meisten Maßnahmen stammen aus dem Fokusfeld, „Energieeffizienz (30); gefolgt von „Wärme & Kälte“ (8 Maßnahmen).  

Klimapakt 3 - die neun Fokusthemen mit Bildsymbolen

Die 9 Fokusfelder für mögliche Klima-Maßnahmen

Für den „Klimapakt Münchner Wirtschaft dürfen beim Einsparziel nur die quantifizierbaren Maßnahmen innerhalb der Stadtgrenze angerechnet werden, wodurch sich die Zahl der Maßnahmen, die in die Bilanz-Zahl einfließen, dann von 59 auf 48 reduziert.

Das Ergebnis ist ein erfolgreicher Meilenstein auf dem Weg zum Gesamt-Einsparziel zum Abschluss des Klimapakt 3 und soll die Unternehmen motivieren, 2025 noch einmal alle Umsetzungspotenziale für weitere CO2-Vermeidung zu nutzen.  

Biodiversität in Unternehmen: Digitales Netzwerktreffen

(24.10.25) Am 22. Oktober 2025 kamen die Klimapakt-Unternehmen zum dritten virtuellen Wissensaustausch im Rahmen des Klimapakts 3 zusammen. Gemeinsam mit erfahrenen Partnerunternehmen diskutierten sie erfolgreiche Ansätze zur Förderung der Biodiversität.

Der Bereich Biodiversität wird für das Nachhaltigkeitsengagement immer wichtiger – entsprechend groß war das Interesse der Unternehmen des Klimapakts Münchner Wirtschaft.

Im Fokus des virtuellen Formats standen konkrete Möglichkeiten für die Großunternehmen, sich mit Maßnahmen im Bereich Biodiversität einzubringen.

Zum Einstieg wurden Biodiversitätsprojekte von der Sustainable AG Unternehmensberatung und der BodenseeStiftung vorgestellt. Im Anschluss diskutierten die Unternehmensvertreter*innen  zur Bilanzierung und dem Monitoring von Biodiversitätsmaßnahmen.

Sechzehn Kacheln einer Online-Konferenz mit Gesichtern

Beispiele und Tipps dazu gab es von Sustainable und vom  Münchner Startup Hula Earth, das erst kürzlich den Innovationswettbewerb des Referats für Arbeit und Wirtschaft gewinnen konnte.

Zum Schluss stellte das Referat für Klima- und Umweltschutz die städtische Biodiversitätsstrategie für München vor.

Key-Learnings des Formats: Mit passenden Tools und Strategien lässt sich Biodiversität erfolgreich in Unternehmensprozesse integrieren. Unternehmen profitieren dabei zudem von Förderprogrammen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt in München.

Verbindlich, wirksam, sichtbar: Die finale Phase des Klimapakt 3

(25.2.26) Beim fünften Fachworkshop des Klimapakts Münchner Wirtschaft kamen die beteiligten Unternehmen ein letztes Mal vor der Abschlussveranstaltung im Mai 2026 zusammen.

Gastgeber war das Europäische Patentamt, das nicht nur seine Türen für den Austausch öffnete, sondern auch Einblicke in seine Nachhaltigkeitsstrategie gab: Das Patentamt setzt unter anderem an den Standorten auf Gebäudesanierungen, um die Energieeffizienz zu steigern. Am Hauptgebäude in München wird aktuell beispielsweise das Projekt „Zweite Innenfassade“ geplant: Neue Fensterscheiben mit Lüftungsschlitzen sorgen für den Abtransport von Stauwärme, sodass sich die Räume weniger stark aufheizen und der Energieverbrauch reduziert wird.

Der Workshop markierte den Abschluss der Arbeitsphase des Klimapakt3, der unter dem Motto verbindlich.wirksam.sichtbar. steht. Im Mittelpunkt dieses letzten Arbeitstreffens standen sowohl der Rückblick auf bislang Erreichtes als auch der Ausblick auf die Fortführung und Weiterentwicklung des Klimapakts über die aktuelle Runde hinaus.

Fachworkshop Klimapakt3
  • Seit 2023 wurde die verbindliche Zusammenarbeit im Klimapakt vor allem in der Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen deutlich: Zusätzlich zum Wissensaustausch und diversen Fachworkshops realisierten die Unternehmen in den vergangenen Jahren immer wieder konkrete Aktionen wie gemeinsame Umwelttage oder eine Veranstaltung im Rahmen des Klimaherbst. Zuletzt haben die Unternehmen eine PLZ-basierte Mobilitätsanalyse mit rund 100.000 ausgewerteten Pendelbewegungen bis 200 km umgesetzt. Auf dieser Basis konnten „Mobility Scores“ zur Bewertung klimafreundlicher Wege abgeleitet werden. Im Rahmen des Projekts Carbon FOODprint wurden CO₂-optimierte Rezepte entwickelt, die während Aktionswochen in den Betriebsrestaurants der teilnehmenden Unternehmen angeboten wurden.
     
  • Wirksam bedeutet messbare Emissionsminderungen: Zu Beginn der dritten Runde hatten sich die Unternehmen gemeinsam das Ziel gesetzt, insgesamt 48.000 Tonnen CO₂e einzusparen. Aktuell läuft die Bilanzierung der für 2025 eingereichten Maßnahmen, 2023 und 2024 wurden bereits, nach vorläufigen Zahlen, rund 27.000 Tonnen CO₂e eingespart.
     
  • Sichtbar wird das Engagement nicht nur innerhalb der Unternehmen, sondern auch in der öffentlichen Kommunikation. Ein Blick auf die elf veröffentlichten Klimapakt-Beiträge auf dem LinkedIn-Kanal von Munich Business im Jahr 2025 zeigt eine wachsende Reichweite und reges Interesse. Insbesondere die Best-Practice-Serie mit mehreren Erfolgsgeschichten kam sehr gut an und performte im Vergleich zu anderen Inhalten des Kanals überdurchschnittlich. Die positive Entwicklung macht deutlich: Der Klimapakt wirkt – und er findet Aufmerksamkeit.

Feierlicher Abschluss des Klimapakt 3

(12.5.26)  Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am Dienstag, 12. Mai, wurde der Klimapakt 3 abgeschlossen.

Die Bilanz zeigt: die dritte Runde des Klimapakts war ein voller Erfolg. Gemeinsam sparten die Klimapakt-Unternehmen im Zeitraum 2023 bis 2025 rund 47.000 Tonnen Treibhausgasemissionen ein und erreichten so ihr Ziel, einen „signifikanten Beitrag“ zum Klimaziel der Landeshauptstadt München zu leisten.

Bei der Veranstaltung im Munich Urban Colab hörten die rund 80 Gäste aus Wirtschaft und Politik das Grußwort und ein Bühneninterview mit dem Schirmherren des Klimapakts, Dr. Christian Scharpf. Der Referent für Arbeit und Wirtschaft betonte dabei, wie wichtig die Unternehmen für einen gelingenden Klimaschutz sind.

Wirtschaftsreferent Scharpf bei Ansprache

„Die Wirksamkeit des Klimapakts geht über pure Zahlen weit hinaus. Der Klimapakt ist ein Netzwerk von Expertinnen und Experten, die den Klimaschutz in ihren Unternehmen wirksam vorantreiben. Deshalb danke ich allen teilnehmenden Unternehmen und den Kooperationspartnern für ihr großes Engagement und ihre Vorbildwirkung.“

Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft, Schirmherr des Klimapaktes
Keynote Prof. Levermann beim Klimapakt 3

Prof. Dr. Anders Levermann, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Im Anschluss gab es einen Impulsvortrag des renommierten Klimawissenschaftlers Prof. Dr. Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, bevor es dann in den Austausch und den gemeinsamen Rückblick auf den Klimapakt 3 ging.

Bei einem Gallery Walk konnten die Gäste nochmal zurückblicken auf drei Jahre Projektlaufzeit, in denen unter dem Motto „verbindlich. wirksam. sichtbar.“ neben der erfolgreichen Reduktion von Emissionen auch zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Projekte der Klimapakt-Unternehmen entstanden sind. Insgesamt hatten am Klimapakt 3 16 Unternehmen und drei Kooperationspartner teilgenommen.


Zudem wurde im Rahmen der Veranstaltung die Abschlussbroschüre zum Klimapakt 3 veröffentlicht.

Gute Neuigkeiten gab es zudem von Dr. Scharpf: Das Referat für Arbeit und Wirtschaft will das Erfolgsmodell Klimapakt Münchner Wirtschaft fortführen und arbeitet derzeit an den Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Projekts. Ein möglicher Kick-Off für den neuen Klimapakt ist für Anfang 2027 geplant.