Gemeinsame Maßnahmen

Der Klimapakt stellt Kooperation für Klimaschutz in den Mittelpunkt. Hier lesen Sie, welche gemeinsamem Aktivitäten die Unternehmen umgesetzt haben.

Klimapakt-Unternehmen qualifizieren Auszubildende zu Energie-Scouts

(17.9.24) Im Juni 2024 haben mehrere Klimapakt-Unternehmen und die IHK-Akademie eine gemeinsame Maßnahme gestartet. Im Rahmen einer zweitägigen Schulung wurden insgesamt acht Auszubildende aus vier Klimapakt-Unternehmen (Bayerischer Rundfunk, Knorr Bremse, MAN und TÜV Süd) zu Energie-Scouts qualifiziert.

Nach der zweitägigen Einführung haben die Auszubildenden im nächsten Schritt eine dreimonatige Projektphase in ihren jeweiligen Unternehmen durchgeführt und dabei mit ihren Ausbildungsleitenden oder den Energie-Ansprechpartner*innen ein eigenes Projekt umgesetzt, um konkrete Fragestellungen zu lösen und Optimierungspotenziale im Unternehmen aufzuspüren. 

Die Teilnehmenden erhielten nach der Projektphase ein IHK-Zertifikat, das ihre neu erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Energie- und Ressourcenmanagement bestätigt.

Personen bei der Eröffnung der Energiescouts-Schulung IHK

Im September 2024 wurden die Ergebnisse dann im Rahmen des 3. Fachworkshops des Klimapakts präsentiert: die vorgeschlagenen Maßnahmen reichten dabei von technischen Empfehlungen wie der zielgerichteten und konkreten Identifikation von Druckluft-Leckagen, die Drosselung der Raumtemperatur, und der Umstellung der Beleuchtung bis hin zu umfassenden Analysen des bisherigen Nachhaltigkeitsengagements sowie der Befähigung von Mitarbeitenden, selbst aktiv zu werden.

Hintergrund: die IHK-Energie-Scouts

Seit 2014 bietet die IHK-Akademie den Zertifikatslehrgang zum Energie-Scout an. Die Qualifizierung zu Energie-Scouts ist auf die jüngsten Mitarbeitenden in Unternehmen ausgerichtet und zielt darauf ab, diese fit für den betrieblichen Klimaschutz zu machen.

Die Vorteile des Energie-Scout-Programms

  1. Förderung der Azubis: Die jungen Talente erwerben wertvolles Wissen und praktische Fähigkeiten im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.
  2. Ressourcen sparen: Durch das Erkennen und Nutzen von Einsparpotenzialen tragen die Energie-Scouts unter anderem zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Kostensenkung im Unternehmen bei.
  3. Netzwerke knüpfen: Die Azubis vernetzen sich mit anderen Energie-Scouts und Expert*innen, was den Austausch von Best Practices und innovative Lösungsansätze fördert.

Öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen des Klimaherbsts

(16.10.24) Unter dem Motto „Klimapakt – Die Münchner Wirtschaft im Gespräch“ organisierte der Klimapakt 3 eine öffentliche Veranstaltung für alle interessierten Bürger*innen.

Im Rahmen des Münchner Klimaherbstes widmeten sich Vertreter*innen der Klimapakt-Unternehmen, der Stadt München und der Zivilgesellschaft den zentralen Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit, passend zum Thema des diesjährigen Klimaherbstes „Arbeit, Wirtschaft & Finanzen im Kontext der Klimakrise“.

Der Abend war in zwei Teile gegliedert: Zunächst bot eine Podiumsdiskussion inhaltliche Impulse, gefolgt von direkten Gesprächen und Austausch zwischen den Gästen und den Unternehmensvertreterinnen.

Klimapakt x Klimaherbst-Veranstaltung

Podiumsdiskussion: Globale Verantwortung lokal umsetzen

Den Auftakt bildete eine lebhafte Podiumsdiskussion, an der führende Vertreter*innen der Klimapakt-Unternehmen, der Stadtverwaltung und des Klimarats teilnahmen.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum und Klimaschutz. Dabei wurde immer wieder betont, wie Klimaschutz die Resilienz und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, und damit auch ihre Wirtschaftlichkeit, fördern und stabilisieren wird.

Die Unternehmensvertreter*innen teilten spannende Einblicke in ihre bereits umgesetzten Lösungen, der Klimarat erklärte und illustrierte seinen Auftrag als Beratungsgremium für den Stadtrat und das Wirtschaftsreferat stellte die Förderung technologischer Innovationen und Vernetzung in den Vordergrund.

Markt der Begegnung

Nach der Podiumsdiskussion hatten die Gäste die Möglichkeit, im Foyer  bei Snacks und Drinks mit den Nachhaltigkeitsmanager*innen der Klimapakt-Unternehmen sowie den Podiumsdiskussionteilnehmenden im Gespräch die Fragen zu vertiefen. MTU, Siemens, TÜV SÜD, Microsoft, Bayerischer Rundfunk, Telekom, Giesecke+Devrient und Hubert Burda Media waren mit Infoständen vertreten und gaben weitere Einblicke in ihre Nachhaltigkeitsinitiativen.

Auch das Referat für Klima- und Umweltschutz sowie der Klimapakt selbst präsentierten ihre Arbeit vor Ort.

Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend der Dialog zwischen Wirtschaft, Stadt und Zivilgesellschaft ist, um innovative und nachhaltige Lösungen für die Zukunft in die Umsetzung und ins gesellschaftliche Bewusstsein zu bringen.

Juni und Juli 2025: Umweltaktionstage des Klimapakts Münchner Wirtschaft

(4.8.25) Zwei Wochen, elf Aktionen, über 250 engagierte Mitarbeitende – so lautet die Bilanz der ersten Umweltaktionstage des Klimapakts Münchner Wirtschaft. Ziel der gemeinsamen Initiative der Klimapakt-Unternehmen und der Landeshauptstadt München war es, Klimaschutz im Unternehmensalltag erlebbar zu machen, Mitarbeitende zu aktivieren und neue Impulse für nachhaltiges Handeln zu setzen.

Die Aktionen hatten die Unternehmen organisiert und die Mitarbeitenden aller Klimapakt-Unternehmen waren eingeladen, an den ganz unterschiedlichen Events teilzunehmen. Die Aktionen haben dabei ein breites Spektrum abgedeckt. 

Beim Bayerischen Rundfunk ging es um nachhaltige Medienproduktion, energieeffizientes Bauen und die Aufbereitung nachhaltiger Inhalte. Giesecke+Devrient lud zu einem Clean-Up im Englischen Garten ein, während die Landeshauptstadt München gleich zwei Mal spannende Einblicke bot – mit einer Führung am Stadtgut Riem und einer Tour durch das Münchner Kanalsystem.

Gruppe beim Aktionstag in einem Bus auf dem Rollfeld des Flughafen München

Die Deutsche Telekom öffnete ihre Türen sowohl für eine Besichtigung der PV-Anlage und des Batteriespeichers am Standort Marsplatz als auch für den Green Magenta-Workshop zur Nachhaltigkeit von Smartphones. Der TÜV SÜD gab praxisnahe Tipps im Webinar zu Kreislaufwirtschaft und Zero Waste und zeigte bei einer Führung durch die Lichtlabore, wie Energieeffizienz und nachhaltige Prüfprozesse umgesetzt werden.

Der Flughafen München gewährte bei einer Busrundfahrt Einblicke in seine Klimastrategie „Net Zero 2035“ und informierte zu konkreten Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Die Stadtwerke München erklärten bei einer Führung durch eine Geothermieanlage, wie Wärme aus der Tiefe ins Münchner Netz gelangt. Und beim Google Cloud Sustainability Day drehte sich alles um die nachhaltige Nutzung von KI.

Die Umweltaktionstage 2025 haben eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und praxisnah Klimaschutz in Münchner Unternehmen gelebt wird. Und dass konkreter Klimaschutz von Austausch und der Inspiration durch gute Beispiele lebt.

Mehr zum Klimapakt: Klimapakt 3 Münchner Wirtschaft

Carbon FOODprint – Klimapakt-Unternehmen kochen klimabewusst

(21.1.26) Eine der wichtigsten Zielgruppen des Klimapakts sind die Beschäftigten der Unternehmen, die sich im Klimapakt engagieren. Die Klimapakt-Unternehmen haben vor diesem Hintergrund mit dem Referat für Arbeit und Wirtschaft und dem Referat für Klima- und Umweltschutz ein besonderes Projekt initiiert: Carbon FOODprint.

Ziel des Projekts: das Bewusstsein für klimafreundliche Ernährung stärken und praktische Lösungen in den Betriebsrestaurants von insgesamt fünf Klimapakt-Unternehmen umsetzen. Maßgeblich unterstützt wurde „Carbon FOODprint“ vom Haus der Kost des Referats für Klima- und Umweltschutz, einem städtischen Beratungs- und Coachingszentrum für nachhaltige Ernährung in der Außerhausverpflegung. 

Am Projekt waren neben den Unternehmen und den städtischen Referaten auch der BUND Naturschutz sowie die Sustainable AG als Projektpartner beteiligt.

Mitarbeiter bei Carbon FOODprint

Während einer Aktionswoche im Sommer 2025 haben die teilnehmenden Unternehmen in ihren Betriebsrestaurants klimabewusste Gerichte angeboten, die einen geringeren ökologischen Fußabdruck als viele konventionelle Gerichte aufweisen. Die teilnehmenden Unternehmen (Flughafen München, Hubert Burda Medien, Knorr Bremse, MTU Aero Engines und Versicherungskammer Bayern) haben während der Projektwoche nicht nur konkret Emissionen eingespart, sondern ihre Erkenntnisse – in Form von 25 Rezepten – auch in einem Kochbuch der besonderen Art zusammengefasst. So geben sie konkrete Anregungen zum Nachkochen und Selbermachen – ob zuhause oder im Betriebsrestaurant.

Hier finden Sie die Broschüre CarbonFOODprint - 25 Rezepte mit optimierter CO2-Bilanz zum Download.

Wohnstandortanalyse – Klimapakt-Unternehmen nehmen Pendelwege unter die Lupe

(5.2.26) Die Anreise der Beschäftigten an den Arbeitsplatz ist bei vielen Unternehmen für einen beträchtlichen Anteil der CO2-Emissionen verantwortlich. Der Bayerische Rundfunk, die BMW Group, Rohde & Schwarz, der TÜV Süd und die Landeshauptstadt München haben daher gemeinsam die Pendelstrecken ihrer insgesamt 97.000 Beschäftigten datenschutzkonform analysiert.

Die teilnehmenden Klimapaktmitglieder hatten das Linzer Unternehmen Triply mit der Untersuchung beauftragt. Triply analysierte zunächst die Pendelmöglichkeiten aller Beschäftigten zwischen deren Wohn- und Arbeitsort. Dabei wurden die Wegezeiten unterschiedlicher Anreiseoptionen durchgerechnet und verglichen (PKW, ÖPNV, Fahrrad, zu Fuß). Hieraus ergab sich das auf dem individuellen Pendelweg höchstwahrscheinlich genutzte Verkehrsmittel.

Auf Grundlage der Daten der Wohnstandorte und weiterer, ergänzender Informationen konnten für die angenommenen Pendelwege unter anderem die CO2-Emissionen und weitere KPIs wie Wegedauer und -kosten abgeleitet werden.

Landkarte der PLZ-Analyse

Das Ergebnis der Analyse bietet nun die Grundlage, wirkungsvolle Maßnahmen für ein betriebliches Mobilitätsmanagement in den jeweiligen Firmen zu entwickeln und umzusetzen: Mit Hilfe eines Online-Tools können mit den analysierten Daten beispielsweise konkrete Angebote für die Mitarbeitenden (zum Beispiel Jobticket, Dienstradleasing) miteinander verglichen und deren Wirkung abgeschätzt werden – unter anderem welche Senkung von CO2-Emissionen möglich ist, und wie sich die Mobilitätskosten für die Beschäftigten verändern.

Jedes Unternehmen hat eine individuelle Auswertung mit Zugang zum Online-Tool erhalten. Außerdem wurde von Triply auch eine Gesamtanalyse über alle Wohnstandorte durchgeführt, im Bild sieht man beispielsweise Schwerpunkte und Optimierungspotenziale für verschiedene Wohnort-Cluster. Als weiteres Resultat, neben der Möglichkeit der Simulation von Angeboten für die Mitarbeitenden, konnte unter anderem eine Heatmap aller Beschäftigtenwohnorte erstellt werden. Diese Analyse von Wohnortkonzentrationen ist beispielsweise für die Planung von ÖPNV-Angeboten von großem Interesse, weil klar wird, welche Pendelwege Menschen haben und was für eine ÖPNV-Anbindung sie benötigen. Die Daten helfen aber auch, lokale Potenziale für firmenübergreifende Fahrgemeinschaften zu bewerten.

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