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Landeshauptstadt München
Branddirektion – Pressestelle
An der Hauptfeuerwache 8
80331 München

1.Oktober

Donnerstag, 1. Oktober 2026, 14.10 Uhr; Theresienwiese

Für einen ungewöhnlichen Gastbesuch hat ein Nymphensittich am Donnerstagnachmittag auf dem Münchner Oktoberfest gesorgt.

Die Angestellten im Hofbräu Festzelt staunten nicht schlecht, als sich der bunte Vogel kurzerhand auf der Schulter einer Bedienung niederließ. Sichtlich zutraulich ließ sich der Nymphensittich von den Anwesenden umsorgen und er genoss offenbar die Stimmung im Zelt.

Doch auch die schönste Wiesn-Gaudi muss irgendwann ein Ende haben. So entschieden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell, den ungewöhnlichen Gast zur Sicherheit vorübergehend in einer Bäckerkiste unterzubringen und direkt die Feuerwehr zu verständigen. Die Einsatzkräfte nahmen den Vogel wenige Minuten später entgegen und setzten ihn vorsichtig in eine Tierfangkiste. Dabei zeigte sich der Nymphensittich äußerst kooperativ: Einen Fluchtversuch unternahm er zu keinem Zeitpunkt.

Da vor Ort nicht geklärt werden konnte, wo sich das eigentliche Zuhause des zahmen Vogels befindet, brachten ihn die Einsatzkräfte anschließend in das Tierheim Riem. Dort wird nun nach den Haltern gesucht.

Bis dahin heißt es für den kleinen Oktoberfestgast: Schluss mit Festzelt, dafür sichere Unterkunft im Tierheim.

Donnerstag, 1. Oktober 2026, 7.27 Uhr; Hochstraße

Kurioser Notruf am Donnerstagmorgen bei der Feuerwehr München: Ein Mann hat sich in circa fünf Metern Höhe in einer Astgabel eines Baumes verfangen und mehrere Stunden in dieser misslichen Lage verweilen müssen.

Die Feuerwehr fand beim Eintreffen einen sichtlich entkräfteten Mann vor, der versucht hatte, auf einen Baum zu klettern. Bei der Aktion hatte er sich jedoch in einer Astgabel verfangen und steckte dort plötzlich so fest, dass kein eigenständiges Herunterkommen mehr möglich war.

Mittels zwei Steckleiterteilen und einer Drehleiter stabilisierten die Einsatzkräfte den Mann und erleichterten ihm damit schon mal seine unkomfortable Situation. Im weiteren Verlauf kam dann eine Astsäge zum Einsatz, um damit den Fuß des Mannes aus der Gabel zu lösen. Nachdem er wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte, wurde er schließlich dem Rettungsdienst übergeben, um eine Unterkühlung sowie weitere Verletzungen auszuschließen.

29. September

Dienstag, 29. September 2026, 18.53 Uhr; Westendstraße

Bei der Kollision einer Straßenbahn mit einem SUV ist am Dienstagabend ein erheblicher Sachschaden entstanden. Eine Person musste vom Rettungsdienst in eine Klinik transportiert werden.

Gegen kurz vor 19 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle der Zusammenstoß einer Trambahn mit einem Pkw gemeldet. Der Mitteiler schilderte, dass eine Person in ihrem Fahrzeug eingeschlossen sei und das Auto nicht mehr selbstständig verlassen könne. Daraufhin wurden ein Löschzug, ein Rüstwagen, der Einsatzführungsdienst sowie der Rettungsdienst an die Einsatzstelle alarmiert.

Beim Aufprall der Tram war das Auto so auf den Gehsteig geschoben worden, dass die Fahrertür direkt an der Außenseite der Straßenbahn lag und sich nicht mehr öffnen ließ. Um den 83-jährigen Fahrer zu befreien, musste die Tram verfahren werden. Der Mann wurde anschließend vom Rettungsdienst in eine Münchner Klinik transportiert. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle gegen Brandgefahren und unterstützte bei der Entfernung der defekten Ampelanlage.

An Tram, Pkw und Haltestelleneinrichtung ist durch den Unfall ein erheblicher Sachschaden im sechsstelligen Bereich entstanden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Dienstag, 29. September 2026, 8.30 Uhr; Liesl-Karlstadt-Straße

Am Dienstagmorgen hat sich ein Verkehrsunfall zwischen einem Lkw und einem Pkw im Stadtteil Forstenried ereignet.

Im Kreuzungsbereich der Liesl-Karlstadt-Straße fuhr ein Lkw seitlich in einen Pkw. Zur Rettung der 41-jährigen Fahrerin des Opels forderte der Rettungsdienst die Feuerwehr an. Im weiteren Einsatzverlauf führte die Feuerwehrkräfte in Zusammenarbeit mit den Rettungskräften eine patientenorientierte, schonende Rettung durch, um weiteren Verletzungen der Betroffenen vorzubeugen.

Die Fahrerin konnte aus dem Fahrzeug befreit werden und wurde durch den Rettungsdienst in eine Münchner Klinik verbracht. Der Fahrer des Lkw war unverletzt geblieben.

Zum genauen Unfallhergang und der Schadenshöhe liegen der Feuerwehr keine näheren Informationen vor. Die Unfallaufnahme und Ermittlungen übernimmt die Polizei.

27. September

Sonntag, 27. September 2026, 9:30 Uhr; Theresienwiese

Das 191. Oktoberfest ist aus Sicht der Feuerwehr bisher ruhig und einsatztechnisch ereignislos verlaufen.

Die Wiesn startet für die Feuerwehr nicht erst beim Anstich am ersten Samstag: Bereits Wochen vorher laufen die Vorbereitungen an. So werden im Vorfeld alle Änderungen und Neubauten auf dem Festgelände brandschutztechnisch geprüft und mit den Betreiber*innen abgestimmt. Intensiv beschäftigten sich die Kolleginnen und Kollegen des Vorbeugenden Brandschutzes mit den neuen Zelten Bartls Flößerstadl und Bodo's Cafezelt.

Zwei Wochen vor Festbeginn startet dann die heiße Phase für die Dienstkräfte mit der Schlussabnahme: Die 14 Großzelte und zahlreichen Mittelbetriebe werden mehrfachtäglich begangen, damit eventuelle Mängel frühzeitig festgestellt und beseitigt werden können. Auch wenn es augenscheinlich nicht zu erkennen ist, ändern sich jährlich Details im Hintergrund, die abgeklärt werden müssen. Oberste Priorität bei der Prüfung hat immer der Rettungsweg für die Gäste und Einsatzkräfte.

Seit Beginn der Wiesn kontrollieren die Kolleginnen und Kollegen des Vorbeugenden Brandschutzes sämtliche großen Festhallen, Mittelbetriebe sowie das Festgelände selbst. Bei Rundgängen wird stichprobenartig geprüft, ob die Aufbauten auch im Betrieb dem Planstand entsprechen, betriebliche Maßnahmen umgesetzt werden und keine gefährlichen Situationen entstehen. Ziel ist stets dafür zu sorgen, dass Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und wirksam löschen und Hilfe leisten können.

Außerhalb des Festgeländes werden vor dem Fest Fahrzeuge verlegt und auch extra für die Zeit betriebsbereit gemacht. Die Einsatzkräfte werden stadtweit im "Sonderplan Wiesn" geschult. Zudem stellt die Feuerwehr München in der Vorhaltungserhöhung das Personal für die bis zu drei weiteren Notarzteinsatzfahrzeuge im Bereich des Festgeländes.

Im laufenden Betrieb sind auf der Wiesn bis zu 29 Einsatz- und Dienstkräfte der Feuerwehr München auf der Wiesn-Wache vor Ort. Zudem ist in der Integrierten Leitstelle München ein Sonderleitplatz für das Oktoberfest eingerichtet. Sowohl in der Leitstelle als auch vor Ort wird die Feuerwehr wie jedes Jahr von den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Bozen unterstützt. Sie unterstützen am zweiten und dritten Wochenende bei Sprachbarrieren. Sie arbeiten bei Bedarf auch unterstützend mit anderen Dienst- oder Leitstellen zusammen. So wurden sie am Sonntagmorgen zu einem Einsatz von der Leitstelle Fürstenfeldbruck als Übersetzer bei einem Busunfall angefordert.

Zum jetzigen Zeitpunkt verzeichnet die Feuerwehr München lediglich sechs Feuerwehreinsätze (2024: 7; 2025: 7). Vier davon waren kleinere Hilfeleistungen. Am ersten Samstag wurde die Feuerwehr zu einem technischen Defekt eines Fahrgeschäfts gerufen. Hier hatte das Personal mithilfe interner Rettungspläne das Problem aber schon vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelöst.

Ebenfalls am Sonntagmorgen, um 8.47 Uhr ging auf der Wiesenwache die Meldung über einen brennenden Müllcontainer am Eingang P7 ein. Die Wiesnwache und der Direktionsdienst Großveranstaltung fuhren zu dem Brandereignis. Zur Absicherung des Wiesnbetriebs wurden weitere Kräfte in den Behördenhof nachgeführt. In einem Müllpresscontainer war ein Brand ausgebrochen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten diesen mit Schaum und dem Cobra-Löschsystem ab. Im Nachgang wurde der Brandcontainer vom Festgelände entfernt. Es waren keine Besucherinnen und Besucher gefährdet. Dennoch kann man die Fahrzeuge der Feuerwehr glücklicherweise überwiegend bei der Objektkunde vor der täglichen Wiesnöffnung auf dem Gelände sehen.

Die Zahlen des öffentlichen Rettungsdienstes lassen sich mit den Zahlen der Vorjahre vergleichen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 886 (2024: 966; 2025: 1010) Einsätze des Rettungsdienstes erfasst. Hiervon sind 70 (2024: 70; 2025: 88) Einsätze mit Notarztbeteiligung gelaufen. Unter anderem waren die Notarztbesatzungen bei den medial bekannten Einsätzen (tödlicher Unfall Fahrgeschäft und Reanimation im Zelt) beteiligt. Lediglich 9 (2024: 7; 2025: 7) Patientinnen und Patienten wurden zur weiteren Behandlung von der Sanitätsstation durch den öffentlichen Rettungsdienst in Münchner Kliniken weiterverlegt.

Wie gewohnt lief die Zusammenarbeit mit den allen Beteiligten problemfrei ab. Hier kann man die mit den Sicherheitsbehörden abgestimmten Maßnahmen im Bereich des Crowd Managements erwähnen, die nach Einschätzung der Feuerwehr bislang sehr gut funktioniert haben.

Insgesamt kann von Seiten der Feuerwehr bisher von einer ruhigen Wiesn gesprochen werden.

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