Wärmewende für München

Alles zum Plan der Stadt für eine klimafreundliche Wärmeversorgung durch erneuerbare Energien, Fernwärmeausbau und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

Der Münchner Wärmeplan

Karte der Wärmeversorgungsgebiete in München (Stand Dezember 2025)
Referat für Klima- und Umweltschutz
Abbildung: Karte der Wärmeversorgungsgebiete in München (Stand Dezember 2025)

Als erste Kommune in Bayern hat die Landeshauptstadt München entsprechend dem Wärmeplanungsgesetz einen Wärmeplan erarbeitet. Dieser Plan berücksichtigt die aktuelle Wärmeversorgung im Stadtgebiet und gibt Auskunft über zukünftige klimaneutrale Versorgungsmöglichkeiten.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Ausbau und die Optimierung von Wärmenetzen (Fernwärme und Nahwärme). Außerhalb von Wärmenetzgebieten wird über die Möglichkeiten zur Nutzung von erneuerbaren Energien informiert.

Damit die Wärmewende gelingt, muss der Wärmebedarf in München sinken. Daher umfasst die Wärmewende auch energetische Verbesserungen an Gebäuden. Industrie und Gewerbe werden ebenfalls in die Wärmeplanung einbezogen. Diese können durch die Bereitstellung unvermeidbarer Abwärme die Wärmeversorgung unterstützen.

Erstellung der Wärmeplanung

Im Rahmen der Wärmeplanung wird die aktuelle Wärmeversorgung analysiert und Möglichkeiten zur Nutzung von erneuerbaren Wärmequellen erarbeitet.

Die kommunale Wärmeplanung trägt dazu bei, dass die Wärmeversorgung effizient, umweltfreundlich, bezahlbar und zukunftssicher ist. Sie erfolgt unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben, wirtschaftlicher Effizienz und ökologischer und sozialer Belange.

Gemäß dem Wärmeplanungsgesetz ist die Landeshauptstadt München verpflichtet, ihre Wärmeplanung bis spätestens 30. Juni 2026 zu erstellen. Gemeinsam mit den Stadtwerken München und externen Expert*innen hat die Stadt München eine erste Version ihrer Wärmeplanung erstellt. Diese wurde durch den Stadtrat am 15. Mai 2024 beschlossen und steht seitdem allen Bürger*innen frei zur Verfügung.

Im Anschluss an die erste Veröffentlichung der Wärmeplanung folgte ein mehrwöchiges Beteiligungsverfahren. Alle eingegangenen Stellungnahmen wurden berücksichtigt und gemeinsam mit Aktualisierungen des Wärmeplans dem Stadtrat im November 2024 zum Beschluss vorgelegt.

Diese kommunale Wärmeplanung aus 2024 wurde durch den Stadtratsbeschluss vom 26. November 2025 durch eine Wärmesatzung und eine Umsetzungsstrategie vervollständigt. Durch die Wärmesatzung wurde die Wärmeplanung nun rechtlich innerhalb der Landeshauptstadt München verankert. In der Umsetzungsstrategie wurden für die Wärmeplanung konkrete Umsetzungsmaßnahmen formuliert.

Die kommunale Wärmeplanung ist ein Prozess, der stetig weiterentwickelt wird, um sich an neue Situationen und Anforderungen anzupassen. Der kommunale Wärmeplan wird regelmäßig überarbeitet (in der Regel wird die Karte der Eignungsgebiete jährlich aktualisiert).

Ablauf der Wärmeplanung

Bei der Bestandsanalyse der Wärmeplanung in München der aktuelle Wärmebedarf und -verbrauch in den Bereichen Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme erhoben.

Hierbei werden die bestehende Versorgungsstruktur (umfasst Gas- und Wärmenetze) und die relevanten Energieerzeuger und -speicher erfasst. Zudem werden Informationen zu den Gebäuden in München (Nutzung, Baualtersklassen und energetische Qualität) datenschutzkonform ausgewertet.

Ein Teil der Analyse ist die sogenannte "georeferenzierte Darstellung" der erhobenen Daten. Dabei wird der aktuelle Stand des Wärmebedarfs und -verbrauchs und der eingesetzten Energieträger veranschaulicht. Dies schließt die vorhandenen Wärmeerzeugungsanlagen für die dezentrale und zentrale Versorgung sowie die für die Wärmeversorgung relevanten Energieinfrastrukturanlagen ein. Die wichtigsten beschreibenden Daten zu diesen Infrastrukturen werden ebenfalls erfasst.

Die Daten für München, die zur Analyse herangezogen werden:

  • Die Wärmedichte beschreibt den spezifischen Wärmebedarf eines Gebiets, unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur. Sie wird auf Basis der gebäudespezifischen Wärmebedarfe ermittelt und kann als Parameter zur Identifikation von Gebieten mit verdichteter Wärmenachfrage herangezogen werden. Diese Analyse kann auch Potenziale für kleinere Wärmenetze aufzeigen, da in solchen Gebieten die Leitungsabschnitte seltener entlang der Straßenachsen verlegt werden müssen. Dies führt zu geringeren Leitungskosten, als es möglicherweise die als unwirtschaftlich erachteten Wärmeliniendichten suggerieren würden. Die Wärmedichte in verschiedenen Stadtteilen kann über die Wärmedichte-Karte eingesehen werden.
  • Die Wärmeliniendichte wurde pro Straßensegment in kWh/(m*a) berechnet. Dazu sind alle beheizten Gebäude ihrem jeweils nächstgelegenen Straßenabschnitt zugeordnet worden. Die Summe des jährlichen Nutzwärmebedarfs (Raumwärme und Warmwasser) aller Gebäude an einem Straßenabschnitt wurde dann durch die Länge des Abschnitts geteilt, um die Wärmeliniendichte pro Straßenmeter zu erhalten. Die Wärmeliniendichte kann – neben vielen anderen Merkmalen – als Hinweis für die wirtschaftliche Machbarkeit eines straßenverlegten Wärmenetzes herangezogen werden. In München ist die Machbarkeitsanalyse für den Ausbau von Wärmenetzen bereits sehr weit fortgeschritten und kann über die Eignungsgebiete des Wärmeplans nachvollzogen werden. Informationen zur Verteilung sind über die Wärmeliniendichte-Karte abrufbar.
  • Die Siedlungsstruktur Münchens ist über die Siedlungsstruktur-Karte zugänglich. Sie basiert auf dem digitalen Basis-Landschaftsmodell (ATKIS) und umfasst folgende Flächennutzungen:
    • Wohnbaufläche: Wohngebäude, ohne Unterscheidung zwischen Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern.
    • Fläche besonderer funktionaler Prägung: Öffentliche Gebäude, Kirchen, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen.
    • Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche: Parks, Sportplätze und Spielplätze.
    • Friedhöfe.
    • Fläche gemischter Nutzung: Kombination aus Wohn-, Gewerbe- und Geschäftsnutzung.
    • Industrie- und Gewerbefläche: Fabriken, Lagerhäuser und Handelsflächen.
  • Die Daten zu den Baualtersklassen geben das mittlere Baualter des Wohngebäudebestandes innerhalb von Wohnbauflächen und Flächen gemischter Nutzung nach Basis-Landschaftsmodell des amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems (ATKIS) wieder. Die Daten unterliegen statistischen Unschärfen und beziehen sich rein auf den Wohngebäudebestand. Sie dienen als Grundlage zur Einteilung des beplanten Gebietes. Des Weiteren sind sie eine zusätzliche Hilfe bei der Identifikation etwaiger Sanierungspotenziale. Informationen zu den Baualtersklassen  der Wohngebäude in München sind über die Baualtersklassen-Karte verfügbar.

Die Potenzialanalyse erfordert die Ermittlung der Potenziale im Stadtgebiet München, getrennt nach Energieträgern und räumlich differenziert. Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien: Hierzu zählen Wärmequellen wie tiefe und oberflächennahe Geothermie, Grundwasser, Umweltwärme, Abwasser, Solarthermie auf Freiflächen, Biomasse und lokal erzeugter Wasserstoff.
  • Nutzung von Wärme aus unvermeidbarer Abwärme: Die Identifizierung und Nutzung von Abwärmequellen ist entscheidend für die Effizienz der Wärmeversorgung.
  • Zentrale Wärmespeicherung: Die Möglichkeiten zur zentralen Speicherung von Wärme werden analysiert, um die Flexibilität und Versorgungssicherheit zu erhöhen.
  • Energieeinsparung durch Bedarfsreduktion: Das Potenzial zur Senkung des Wärmebedarfs durch energetische Sanierung der Gebäude wird ebenfalls untersucht.

Für die spezifische Potenzialanalyse in München stehen folgende Daten und Informationen zur Verfügung:

  • Grundwasser-Nahwärme: Informationen zur Nutzung von Grundwasser als Wärmequelle für Nahwärme sind über die Grundwasser-Nahwärme-Karte abrufbar.
  • Grundwasserwärmepumpe: Die Potenziale für Grundwasserwärmepumpen können über die Grundwasserwärmepumpe-Karte eingesehen werden.
  • Luftwärmepumpe: Informationen zu den Potenzialen von Luftwärmepumpen sind über die Luftwärmepumpe-Karte verfügbar.
  • Erdwärmekollektor: Die Potenziale für Erdwärmekollektoren können über die Erdwärmekollektor-Karte abgerufen werden.
  • Sanierungspotenzial: Informationen zum Sanierungspotenzial der Gebäude in München sind über die Sanierungspotenzial-Karte zugänglich.

Durch den Abgleich von Wärmebedarfen und Potenzialen lassen sich im Stadtgebiet geeignete Wärmeversorgungsarten identifizieren und in verschiedenen Gebieten darstellen. Diese Gebiete werden als Eignungsgebiete bezeichnet. Ziel der Unterteilung der Stadt in Eignungsgebiete ist es, eine Orientierung für zukünftige Versorgungsarten und verfügbare Wärmequellen zu schaffen.

Derzeit gibt es folgende Eignungsgebiete, die online im städtischen Geoportal frei einsehbar sind:

  • Fernwärmeverdichtungsgebiete
  • Fernwärmeerschließungsgebiete ab 2025
  • Wärmenetzuntersuchungsgebiete
  • Eignungsgebiete mit dezentraler Wärmeversorgung
  • Grundwasserwärmepumpen
  • Erdwärmekollektoren
  • Luftwärmepumpen
  • Eignungsgebiete für Wärmepumpen nach Sanierung
  • Prüfgebiete mit Bedarf an tiefergehenden Konzepten und Planungen zur geeigneten Wärmeversorgung
  • Sondernutzung, Industrie oder Gewerbe
  • Gebiete mit geringem oder keinem Wärmebedarf

Zusätzlich werden die Wärmeversorgungsgebiete gemäß dem Wärmeplanungsgesetz in drei Hauptkategorien unterteilt:

  1. Gebiet für die dezentrale Wärmeversorgung: In diesen Gebieten wird die Nutzung dezentraler Wärmeversorgungssysteme, wie beispielsweise Wärmepumpen oder Biomasseanlagen, gefördert.
  2. Prüfgebiete: Diese Gebiete sind gekennzeichnet durch einen besonderen Bedarf an tiefergehenden Konzepten und Planungen zur geeigneten Wärmeversorgung. In Prüfgebieten werden spezifische Analysen durchgeführt, um die Machbarkeit und Effizienz verschiedener Wärmeversorgungslösungen zu bewerten. Hierbei können auch alternative Energieträger und Technologien in Betracht gezogen werden.
  3. Wärmenetzgebiete: In diesen Gebieten wird die zentrale Wärmeversorgung über Wärmenetze gefördert. Dies umfasst die Planung und den Ausbau von bestehenden und neuen Wärmenetzen, um eine effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen.

Hinweis: In einem Eignungsgebiet können oft mehrere Versorgungsalternativen bestehen. Diese sind im Geoportal ersichtlich. Der dort dargestellte Münchner Wärmeplan bietet eine unverbindliche Orientierungshilfe und liefert erste Vorschläge, wie sich die Gebäude zukünftig mit Wärme aus erneuerbaren Quellen versorgen können.

Der Wärmeplan stellt keine Verpflichtung für Gebäudeeigentümer*innen dar, ein bestimmtes Heizsystem einzubauen oder zu nutzen. Ebenso besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Wärmeversorgung durch die Landeshauptstadt München oder ein Energieversorgungsunternehmen. Der Wärmeplan ersetzt auch keine individuelle, projektbezogene Planung.

Hier finden Sie nähere Infos zu dezentralen Versorgungslösungen und zu Wärmenetzen.

Weitere Informationen zum Zielszenario finden sich in Dokument "Wärmestrategie München (Abschlussbericht)".

Nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts haben sich grundlegende Änderungen bei der Ableitung der Eignungsgebiete ergeben. Veränderungen bei der Einteilung der Eignungsgebiete sind in der Beschlussvorlage zum Stadtratsbeschluss vom 27. November 2024 beschrieben. Zudem sind am 26. November 2025 weitere Überarbeitungen eingeflossen.

Links zu den Eignungsgebieten:

Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH

Das Zielszenario beschreibt die Entwicklung des Wärmebedarfs und der Wärmeversorgungssysteme Münchens in den Jahren 2025, 2030, 2035, 2040 und 2045. Nach den Vorgaben des Bundes muss spätestens im Jahr 2045 eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung erreicht werden.

Die dargestellte Grafik zeigt die Entwicklung des Endenergiebedarfs für die Wärmeversorgung im Zielszenario. Insgesamt zeigt sich, trotz eines Bevölkerungswachstums, ein Rückgang des Endenergiebedarfs von aktuell rund 11.330 GWh bis 2045 auf ungefähr 8.740 GWh (Verringerung von 24 Prozent). Der prognostizierte Endenergiebedarf für den Neubau beträgt 2045 745 GWh. Die vorherrschenden Technologien für die Wärmeversorgung im Jahr 2045 sind die Fernwärme (Anteil von etwa 62 Prozent) und Wärmepumpen (Anteil von etwa 33 Prozent aus Umweltwärme und Strom).

Besonders geeignet sind Wärmeversorgungsarten, die im Vergleich zu anderen erneuerbaren Versorgungslösungen folgende Eigenschaften aufweisen:

  • niedrige Kosten: Die sogenannten "Wärmegestehungskosten" umfassen Investitionskosten einschließlich Infrastrukturausbaukosten sowie Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage.
  • geringe Realisierungsrisiken: Die Risiken sind durch rechtlich klare Genehmigungsverfahren, bewährte Technologien und unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten minimal.
  • hohe Versorgungssicherheit: Die Versorgungssicherheit wird durch zuverlässige Anlagen, widerstandsfähige Systeme gegenüber Störungen, Notfallplanung, regelmäßige Wartung und einfache Betriebsprozesse gewährleistet.
  • wenig ausgestoßene Treibhausgase: Durch eine hohe Effizienz der unterschiedlichen erneuerbaren Wärmeversorgungsarten werden die Treibhausgasemissionen schrittweise reduziert.

Neben den Wärmeversorgungsarten wird die Verringerung des Energiebedarfs durch die energetische Sanierung  berücksichtigt.

Weitere Informationen zum Zielszenario finden sich in Dokument "Wärmestrategie München (Abschlussbericht)".

Die Stadt München hat eine Umsetzungsstrategie für die lokale Wärmewende entwickelt, die im Einklang mit den Vorgaben des Gesetzes für die Wärmeplanung zur Dekarbonisierung der Wärmenetze steht. Diese Strategie ist wichtig, um eine Wärmeversorgung zu gewährleisten, die ausschließlich auf erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme basiert.

Die Entwicklung dieser Umsetzungsstrategie erfolgt auf Grundlage der im Rahmen der Wärmeplanung erstellten Bestands- und Potenzialanalyse. Die Stadt München plant, diese Maßnahmen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur*innen (Energieversorgungsunternehmen und anderen relevanten Stakeholdern) zu identifizieren und umzusetzen. Diese Kooperation ist entscheidend, um Synergien zu nutzen und eine breite Akzeptanz für die notwendigen Veränderungen zu schaffen.

Die Umsetzungsstrategie wird in vier wesentliche Rollen unterteilt, die die verschiedenen Funktionen der Stadt in diesem Prozess widerspiegeln:

  1. Rolle der Stadt als Verbraucherin: Hier geht es um Maßnahmen, die den Energieverbrauch der städtischen Liegenschaften reduzieren. Dazu zählen beispielsweise die Sanierung von Gebäuden und die Umstellung auf nachhaltige Wärmeversorgungsarten in städtischen Einrichtungen.
  2. Rolle der Stadt als Versorgerin: In dieser Funktion wird die Stadt aktiv daran arbeiten, geeignete Wärmeversorgungsarten zu etablieren. Dies erfordert oft die Zusammenarbeit mit Wärmenetzbetreibern, um die notwendigen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Wärmenetzen zu schaffen.
  3. Rolle der Stadt als Koordinatorin: Die Stadt wird rechtliche Anforderungen und Planungsprozesse koordinieren, um die Umsetzung von zielkonformen Wärmeversorgungsarten zu ermöglichen. Dies umfasst auch die Prüfung und Anwendung relevanter Instrumente sowie die Sicherstellung eines konsistenten Vollzugs von EU-, Bundes- und Landesrecht.
  4. Rolle der Stadt als Motivatorin: Durch gezielte Informationskampagnen und die Entwicklung von Förder- und Beratungsprogrammen soll die Stadt Dritte dazu anregen, in klimafreundliche Technologien zu investieren und nachhaltiges Verhalten zu fördern.

Die Umsetzungsstrategie wird regelmäßig aktualisiert und ist ein integraler Bestandteil des Wärmeplans der Stadt. Änderungen an der Strategie können nur in Abstimmung mit den betroffenen Referaten und durch Stadtratsbeschlüsse vorgenommen werden, was die Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Prozesses gewährleistet.

Die Umsetzungsstrategie hat das Ziel, einen klaren Planungshorizont zu schaffen, der Anreize und Verbindlichkeit erzeugt, um die notwendigen Veränderung zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung in München voranzutreiben. Die tatsächliche Umsetzung der Wärmewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die das Engagement und die Zusammenarbeit aller erfordert.

Für weitere Informationen zur Umsetzungsstrategie können Sie den vollständigen Text unter folgendem Link einsehen: Umsetzungsstrategie der Stadt München.

Ein zentrales Element der Umsetzungsstrategie ist die Konkretisierung der Regelungen der Wärmesatzung.

Die Präambel der Wärmesatzung beschreibt das langfristige Ziel, die Wärmeversorgung in München vollständig auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umzustellen. Dabei wird Wert auf eine sozial gerechte und kosteneffiziente Transformation gelegt. Das Leitbild für die Dekarbonisierung sieht die Ausschöpfung lokaler und regionaler Energiequellen vor, um die Wertschöpfung in der Region zu fördern und die Versorgungssicherheit sowie die Energiesouveränität zu stärken. Laut dem Zielszenario der Wärmeplanung sollen etwa zwei Drittel des wärmebedingten Endenergiebedarfs im Stadtgebiet durch Fernwärme gedeckt werden, während der Rest durch Nahwärme und dezentrale Einzellösungen bereitgestellt wird. Gleichzeitig wird ein deutlicher Rückgang des wärmebedingten Endenergiebedarfs angestrebt.

Die Wärmesatzung hat zahlreiche wichtige Bestimmungen, die die Umsetzung der Wärmeplanung in den städtischen Verwaltungsvollzug integrieren. Sie legt die Verfahren für konkrete Umsetzungsmaßnahmen fest und schafft Transparenz durch die Definition stadtinterner Zuständigkeiten und Entscheidungsmaßstäbe. Die Wärmeplanung ist eine 

kommunale Pflichtaufgabe, die von der Stadt München gemäß den auf EU-, Bundes- und Landesebene geltenden rechtlichen Anforderungen durchgeführt werden muss. Die Satzung entfaltet jedoch keine rechtliche Außenwirkung, sondern hat ausschließlich verwaltungsinterne Rechtswirkung für wärmeversorgungsrelevante Entscheidungen im Wirkungskreis der Stadt. Bestehende Konzessionsvereinbarungen zwischen Betreibern von Wärme- oder Energieversorgungsnetzen und der Stadt bleiben unberührt.

Weitere Details zur Wärmesatzung finden Sie hier: Wärmesatzung der Stadt München.

Die kommunale Wärmeplanung muss mit anderen Planungen, Programmen und Instrumenten der Stadtentwicklung verkünpft werden. Sie wird unter anderem in den Stadtentwicklungsplan 2040 integriert.

FAQs Münchner Wärmeplan

Fragen zum Münchner Wärmeplan?

Interessensbekundung für Unternehmen und Eigentümer*innen

Unverbindliche Interessensbekundung für Unternehmen zur Wärmeversorgung im Stadtgebiet

Wärmeversorgungsunternehmen, Betreiber*innen von Wärmenetzen sowie Unternehmen mit Abwärmeangeboten sind eingeladen, ihr Interesse an Versorgungsprojekten per E-Mail (waermeplanung.rku@muenchen.de) zu signalisieren. Diese Rückmeldungen helfen, die Planungen der Unternehmen für den Auf- oder Umbau von Wärmenetzen sowie zur Dekarbonisierung der Erzeugungsanlagen zu erfassen und gegebenenfalls zu unterstützen.

Die Stadtverwaltung kann auf diesem Weg Ihre Planungsgrundlagen optimieren und erste Schritte zur Umsetzung neuer Projekte zur Wärmeversorgung einleiten.

Hinweis: Aus den Interessensbekundungen kann kein Anspruch auf Projektrealisierung gegenüber der Landeshauptstadt München geltend gemacht werden.

Unverbindliche Interessensbekundung an einem Nahwärmenetzanschluss

Die Interessensbekundung ist unverbindlich und bringt in Erfahrung, welche Gebäudeeigentümer*innen Interesse am Anschluss an ein Nahwärmenetz haben. Denn nur dort, wo ausreichende Bereitschaft zum Netzanschluss besteht, ist ein wirtschaftlicher Betrieb eines Nahwärmenetzes möglich.

Zum Online-Formular

Datenschutzhinweise der Landeshauptstadt München für die unverbindliche Interessensbekundung an einem Nahwärmenetzanschluss

Studien zur kommunalen Wärmeplanung in München

Ausgewählte Rechtsfragen von kleinen gemeinschaftlichen Nahwärmeprojekten (PDF)

Forschungsstelle für Energiewirtschaft mbH (2024): Wärmestrategie München - Verbesserung der Daten- und Analysegrundlage für die kommunale Wärmeplanung (Abschlussbericht, PDF)

Andrea Versteyl Rechtsanwälte (2024): Rechtsgutachten (PDF) zur kommunalen Wärmeplanung für die Landeshauptstadt München – Instrumente und ausgewählte Rechtsfragen einer Wärmewendestrategie

Hamburg Institut (2024): Studie (PDF) zur Wärmewendestrategie München

Technische Universität München (2022): Integration der thermischen Grundwassernutzung in das Modell München (PDF)

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Die Photovoltaik-Agentur vermittelt Flächen und Dienstleistungen für den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen in München, um mehr Solarstrom in der Stadt zu erzeugen.

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Rund 25 Prozent des Stromverbrauchs der Stadt soll durch Photovoltaikanlagen in der Stadt abgedeckt werden. Hier erfahren Sie, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

Weitere erneuerbare Energiequellen

Hier finden Sie einen Überblick über erneuerbare Energiequellen, die im Stadtgebiet München möglich sind und teilweise schon genutzt werden.