One Health 4 Cities
Ziel des Städtenetzwerks „One Health 4 Cities“ ist es, die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt in städtischen Strategien und Maßnahmen gemeinsam zu denken.
Städte in Aktion für die Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystemen
Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt hängt eng zusammen und muss gemeinsam gedacht werden - das ist der Kern des One-Health-Ansatzes. Das europäische Städtenetzwerk „URBACT One Health 4 Cities“ entwickelt deshalb Ideen und Maßnahmen, die alle drei Bereiche berücksichtigen. Das Münchner Gesundheitsreferat arbeitet dabei mit acht weiteren europäischen Städten zusammen.
Die beteiligten Städte tauschen Erfahrungen aus und entwickeln Ansätze für eine gesunde und nachhaltige Stadtentwicklung. In Städten treffen viele unterschiedliche Bedürfnisse auf engem Raum zusammen. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie Grünflächen gestaltet werden können, damit sie
- Menschen Erholung und Bewegung ermöglichen,
- Schutz vor Hitze bieten,
- Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten und
- die Artenvielfalt fördern.
Der One-Health-Ansatz hilft dabei, diese verschiedenen Anforderungen gemeinsam zu betrachten.
Was bedeutet One Health?
Der Begriff "One Health" bedeutet übersetzt "Eine Gesundheit". Der Ansatz beruht auf der Erkenntnis, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen voneinander abhängig ist. Gesundheitsförderung und Gesundheitsschutz sollten deshalb nicht nur einzelne Bereiche betrachten. Ziele des Ansatzes sind:
- die Gesundheit von Menschen und Tieren zu schützen und zu fördern,
- gesunde Ökosysteme zu erhalten und zu schaffen,
- die Folgen des Klimawandels zu begrenzen
- eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.
Dafür arbeiten unterschiedliche Fachrichtungen und Einrichtungen zusammen, zum Beispiel aus Gesundheit, Umwelt, Stadtplanung und Tiergesundheit.
Was ist URBACT?
URBACT ist ein Austausch- und Lernprogramm für nachhaltige Stadtentwicklung. Das Programm unterstützt Städte dabei,
- Erfahrungen mit anderen europäischen Kommunen auszutauschen,
- gemeinsam neue Lösungsansätze zu entwickeln,
- dabei lokale Einrichtungen und Organisationen einzubeziehen und
- konkrete Herausforderungen vor Ort zu bearbeiten.
Das Netzwerk "One Health 4 Cities" wird durch das Programm URBACT der Europäischen Union (EU) anteilig finanziell gefördert.
Welche Städte arbeiten zusammen?
Im Netzwerk „One Health 4 Cities“ arbeiten neun europäische Städte zusammen. Beteiligt sind neben München
- Lyon in Frankreich,
- Benissa in Spanien,
- Elefsina in Griechenland,
- Kuopio und Lahti in Finnland,
- Loulé in Portugal,
- Strasbourg in Frankreich
- und Suceava in Rumänien.
Die Stadt Lyon in Frankreich übernimmt als federführende Partnerstadt die Koordination des Netzwerks. Die Partnerstädte unterscheiden sich in ihrer Größe, Lage und ihren jeweiligen Herausforderungen. Dadurch können unterschiedliche Erfahrungen und Lösungsansätze in das Netzwerk einfließen.
One Health in der Münchner Gesundheitsstrategie
Die Erkenntnisse aus dem Projekt sind auch in die Weiterentwicklung der Münchner Gesundheitsstrategie eingeflossen. Die Fachleitlinie Gesundheit mit dem Titel „Gesundheitsgerechtigkeit fördern und Krisen meistern“ ist Teil des Stadtentwicklungskonzepts „Perspektive München“. Sie beschreibt die langfristigen Ziele der Stadt im Bereich Gesundheit und bildet einen Handlungsrahmen für die Stadtpolitik und die Verwaltung. Bei der Aktualisierung der Leitlinie spielen unter anderem folgende Entwicklungen eine wichtige Rolle:
- die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels,
- die Erfahrungen aus Pandemien,
- die Auswirkungen globaler Krisen,
- gesundheitliche und soziale Ungleichheit.
Der One-Health-Ansatz soll dazu beitragen, diese Herausforderungen stärker miteinander zu verbinden und Gesundheit umfassend zu betrachten. Die Themen One Health, Klima und Gesundheit bilden deshalb ein eigenes Handlungsfeld der Fachleitlinie.