Stadtentwicklungskonzept Perspektive München
Das Stadtentwicklungskonzept "Perspektive München" ist das zentrale Steuerungsinstrument zur Gestaltung der Zukunft der Stadt. Es wird laufend aktualisiert.
Aktuelles: Neue Nachhaltigkeitsstrategie
Das Stadtentwicklungskonzept "Perspektive München" (PM) fungiert nun auch als Münchner Nachhaltigkeitsstrategie. Der Stadtrat hat am 4. Februar 2026 dieser umfangreichen Überarbeitung zugestimmt. Mit der Begleitung der Nachhaltigkeitsstrategie durch entsprechende Management-Elemente (Nachhaltigkeitsberichterstattung, -haushalt und -dialog) wird zudem die Steuerungsfunktion optimiert.
Monitoring zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Was ist die Perspektive München?
Das Stadtentwicklungskonzept "Perspektive München" beinhaltet die Ziele, wie sich München entwickeln soll, und die Strategien, wie das erreicht werden soll. Sie setzt damit den Handlungsrahmen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung und mündet in zahlreiche Konzepte, Programme und Maßnahmen.
Die "Perspektive München" wurde 1998 erstmals vom Stadtrat beschlossen und seitdem mehrfach fortgeschrieben. Aufgrund der vielfältigen und komplexen Herausforderungen wurde sie in den letzten Jahren überprüft und weiterentwickelt. Das Gesamtsystem reicht von Leitvorstellungen bis zum operativen Geschäft.
Gesamtsystem
Die "Perspektive München" besteht aus verschiedenen, aufeinander aufbauenden Elementen:
- In der Präambel „Stadt im Gleichgewicht“ werden die Grundwerte der Münchner Stadtentwicklung mit einem besonderen Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung beschrieben.
- Die strategischen Leitlinien zeigen, wohin sich München in Zukunft entwickeln will. Sie sind querschnittsorientiert angelegt und greifen künftige Herausforderungen und aktuelle Trends auf.
- Die Fachleitlinien leiten sich aus den strategischen Leitlinien ab und konkretisieren die Ziele zu allen wichtigen Themenfeldern der Stadtentwicklung. Sie zeigen entsprechende Leitprojekte auf. Für die Erstellung und Weiterentwicklung gibt es festgelegte Standards.
- Der neue Stadtentwicklungsplan (STEP)
ergänzt die Perspektive München um ein Planwerk, das die Zielaussagen räumlich konkretisiert, bündelt und visualisiert. Er beinhaltet die großen Handlungsfelder der Stadtentwicklung – Freiraum, Mobilität, Siedlungsentwicklung und Wirtschaft – und ergänzt sie um die Herausforderungen des Klimawandels und der Klimaanpassung sowie die Zusammenarbeit mit der Region. - Die Handlungsräume der Stadtentwicklung richten den Blick zudem auf fachübergreifende Schwerpunktgebiete der Münchner Stadtentwicklung, die eine besonders große Entwicklungsdynamik aufweisen. In diesen Räumen werden mit Hilfe von fachübergreifenden Ansätzen und entsprechenden Managementstrukturen die strategische und operative Ebene besser miteinander verbunden.
- Die strategischen, fachlichen und räumlichen Ziele münden in eine Reihe von Fachkonzepten und Handlungsprogrammen mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Projekten.
Umfassende Fortschreibung
Das Stadtentwicklungskonzept „Perspektive München“ wurde seit 2019 umfassend inhaltlich und organisatorisch weiterentwickelt. Damit wurde die Grundlage geschaffen, dass es als Steuerungsinstrument einer nachhaltigen Stadtentwicklung gestärkt und den Anforderungen einer modernen Stadtverwaltung gerecht wird.
Fortschreibung – warum?
Anlass für den Fortschreibungsprozess waren die großen Transformationsaufgaben, vor denen München steht: demografischer, sozialer und wirtschaftlicher Wandel, Klimaschutz und -anpassung sowie Digitalisierung betreffen alle Bereiche der Stadtentwicklung. Rahmenbedingungen und Anforderungen verändern sich immer schneller. Das anhaltende Wachstum und die Flächenknappheit verstärken Nutzungskonkurrenzen und Interessenkonflikte. Angesichts dieser Herausforderungen wurde die Perspektive München inhaltlich und organisatorisch angepasst und optimiert.
Wer war an der Fortschreibung beteiligt?
An der Fortschreibung waren alle Referate der Landeshauptstadt München sowie alle Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsstellen beteiligt, denn die Perspektive München ist ein integrierter Ansatz, der von der gesamten Stadtverwaltung mitgetragen werden muss.
Für die integrierte Stadtentwicklung hat die Beteiligung der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert. Die Fortschreibung der Perspektive München umfasste daher auch einen innovativen Beteiligungsprozess unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft, unter anderem Perspektiven-Werkstätten, ein Social Lab, einen Online-Dialog, einen Fachbeirat, die Einbeziehung Träger öffentlicher Belange und Bezirksausschüsse. Ergänzend fand unter Federführung des Büros des Zweiten Bürgermeisters ein Beratungsprozess der Servicestelle Kommunen in der einen Welt (SKEW) statt.
Ergebnis der Fortschreibung
Die Perspektive München als Nachhaltigkeitsstrategie
Zentrales Ergebnis der Fortschreibung sind die neue Präambel, die im Sinne einer „Stadt im Gleichgewicht“ das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und zur Gemeinwohlorientierung als Grundwerte der Münchner Stadtentwicklung beinhaltet, und die überarbeiteten strategischen Leitlinien für die zukünftige Entwicklung Münchens. Diese wurden an neue Herausforderungen und Trends angepasst. Ein zentraler Aspekt lag auf der Integration der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs), ergänzt um weitere Ziele (Nachhaltigkeitsstrategien von Bund und Freistaat, Leipzig Charta, Neue Urbane Agenda) in die strategischen Ziele der Perspektive München.
Daraus ergibt sich das „Münchner „SDG-Setting“. Die Grafiken zeigen, wie sich die 17 SDGs der Vereinten Nationen auf die vier Themenkomplexe der Strategischen Leitlinien „Globale Verantwortung und weitsichtige Steuerung“, „Offenheit, Attraktivität, Resilienz und gute Arbeit“, Solidarische Stadtgesellschaft und bezahlbares Wohnen“ sowie „Stadträume für Mensch und Natur“ verteilen. Basis sind die 34 Ziele der Strategischen Leitlinien.
Die neue Präambel
Mit der neuen Präambel und den neuen Strategischen Leitlinien übernimmt die Stadtentwicklungskonzeption Perspektive München die Funktion der Nachhaltigkeitsstrategie der Landeshauptstadt München.
Diese übergeordneten Ziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung bilden nun die Grundlage für vertiefende Fachleitlinien und -konzepte der verschiedenen Referate, die wiederum mit Hilfe zahlreicher Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden sollen. Für die Erstellung und Fortschreibung von Fachleitlinien wurden im Rahmen der Fortschreibung gemeinsam mit allen Referaten Standards festgelegt.
Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung wurden zudem Empfehlungen erarbeitet, wie Verbindlichkeit und Wirksamkeit der Perspektive München verbessert werden können, um ihre Funktion als zentrales Steuerungsinstrument der nachhaltigen Stadtentwicklung zu stärken (unter anderem Verknüpfung mit dem städtischen Haushalt, Messung der Zielerreichung und Berichterstattung).
Zukunftsschau München 2040+
Die Perspektive München hat auch die Aufgabe, sich frühzeitig mit Zukunftsfragen der Stadtentwicklung auseinanderzusetzen. Mit der „Zukunftsschau München 2040+“ wurden zuletzt 2015 Schlüsseltrends identifiziert und Entwicklungsszenarien erstellt. Zehn Jahre nach Erstellung der Zukunftsschau werden die Schlüsseltrends derzeit einem Status-Check unterzogen, aktualisiert und ergänzt. So kann sich München weiterhin frühzeitig und systematisch mit umfassenden Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Stadt auseinandersetzen und seine langfristige Handlungs- und Steuerungsfähigkeit erhalten.
Die Bausteine der Perspektive München
Die Präambel beinhaltet die Grundwerte der Münchner Stadtentwicklung, mit dem Schwerpunkt auf einem Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung. Sie leitet zu den strategischen Leitlinien über.
München – Stadt im Gleichgewicht
München ist eine Stadt im Wandel und stellt im Sinne einer Stadt im Gleichgewicht die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. Sie sucht den Ausgleich zwischen Innovation und Tradition und sichert soziale Gerechtigkeit. Ökologische, soziale und ökonomische Belange werden ganzheitlich betrachtet und ausbalanciert.
München ist eine Stadt, die Vielfalt, Inklusion und Heterogenität wertschätzt und pflegt. Sie setzt sich für Gleichstellung und gegen Diskriminierung ein und gibt Menschen mit unterschiedlichen Biografien eine Heimat. München sorgt für eine angemessene Repräsentation aller in Entscheidungsfindungsprozessen, fördert demokratische Prozesse und Strukturen und setzt sich aktiv gegen Demokratiefeindlichkeit ein.
München steht vor großen Transformationsaufgaben. Angesichts der Klimakrise müssen Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam angepackt werden. Wachstum, Flächenknappheit, Digitalisierung sowie demografischer, sozialer und wirtschaftlicher Wandel betreffen alle Bereiche der Stadtentwicklung. Zielkonflikte, Nutzungskonkurrenzen und Interessenkonflikte sind unausweichlich, müssen strukturiert und transparent abgewogen werden und bedürfen einer klaren Lösungsstruktur. Rahmenbedingungen und Anforderungen verändern sich dabei immer schneller. Hinzu kommen plötzlich auftretende Krisensituationen und damit verbundene politische und finanzielle Unsicherheiten, die es zu meistern gilt.
München setzt auf eine nachhaltige und am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklung im Verständnis der Neuen Leipzig Charta und stellt die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen in den Mittelpunkt des kommunalen Handelns. Nachhaltigkeit versteht München als soziales und wirtschaftliches Handeln im Rahmen der planetaren Grenzen und der natürlichen Kreisläufe, die uns das Ökosystem vorgibt. Damit übernimmt München globale Verantwortung und leistet einen Beitrag für eine zukunftsfähige und gerechtere Welt. Die Perspektive München ist damit die lokale Antwort auf globale Herausforderungen.
Die Stadtgesellschaft nimmt aktiv an der Stadtentwicklung teil: Ziele, Strategien und Maßnahmen werden im Dialog mit Bürger*innen sowie Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft entwickelt und umgesetzt. München bietet barrierefreie Diskursräume für einen offenen Dialog über die Zukunft der Stadt als Grundlage demokratischer Teilhabe.
Die Perspektive München gibt mit den vier strategischen Leitlinien: „Globale Verantwortung und weitsichtige Steuerung“, „Offenheit, Attraktivität, Resilienz und gute Arbeit“, „Solidarische Stadtgesellschaft und bezahlbares Wohnen“ und „Stadträume für Mensch und Natur“ die grundlegende Zielrichtung der zukünftigen Entwicklung Münchens vor.
Die strategischen Leitlinien werden in Fachleitlinien und -konzepten vertieft und ausdifferenziert und mit Hilfe zahlreicher Maßnahmen und Projekte umgesetzt. Mit dem Stadtentwicklungsplan STEP werden die Ziele und Strategien räumlich gebündelt, konkretisiert und visualisiert. Die Umsetzung in weiteren Planungsebenen wird angestoßen und koordiniert beziehungsweise integriert betrachtet. Mit teilräumlichen Instrumenten wie dem Handlungsraumansatz werden die strategischen und operativen Ebenen besser verbunden. Dadurch werden Brücken in die Stadtteile und Quartiere gebaut.
Die Perspektive München ist das zentrale Steuerungsinstrument der nachhaltigen Stadtentwicklung: Verbindlichkeit und Wirksamkeit innerhalb der Verwaltung und darüber hinaus werden durch ein aktives Stadtentwicklungsmanagement gestärkt. Hierfür werden die Ziele mit dem städtischen Haushalt verknüpft und deren Erreichung gemessen und evaluiert. Die Stadt München achtet bei der Umsetzung der Ziele auf die Sicherung der langfristigen finanziellen Handlungsspielräume.
Die Perspektive München ist Ausdruck einer kooperativen, fachübergreifenden und lösungsorientierten Verwaltungs- und Planungskultur, die Veränderungsprozesse als Chance begreift. Sie bietet einen Rahmen für die transparente und strukturierte Lösung von Zielkonflikten und beschreibt, auf welchem Wertekontext Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit basieren und in welche Richtung sich München entwickeln will. Die Perspektive München gibt einen Weg vor, wie die Transformationsprozesse für eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung genutzt werden können. Strategie und Umsetzung werden verbunden, um so die hohe Lebensqualität in München für alle Bürger*innen zu erhalten und zu verbessern.
Strategische Leitlinien
Die Strategischen Leitlinien zeigen anhand grundlegender Ziele, wohin sich München in Zukunft entwickeln will. Die strategischen Leitlinien sind querschnittsorientiert angelegt und greifen künftige Herausforderungen und aktuelle Trends auf.
Das sind die vier Strategischen Leitlinien:
München handelt nachhaltig und setzt Klimaneutralität um. München setzt sich aktiv für Chancengleichheit, Gleichstellung aller Geschlechter, Teilhabe und gegen Diskriminierung ein. Die Stadt legt Wert auf eine ausgewogene Berücksichtigung von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Interessen im Sinne des Gemeinwohls. Die Stadt arbeitet mit der Region sowie nationalen und supranationalen Institutionen zusammen. Die Verwaltung handelt transparent, agiert als lernende Organisation und arbeitet fachübergreifend zusammen.
Die hohe Attraktivität als lebenswerter Wohnort mit vielfältigem Kultur- und Freizeitangebot, wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort und kreatives Zentrum für Wissenschaft und Innovation wird weiterentwickelt. München setzt auf eine resiliente und nachhaltige Wirtschaftsstruktur und fördert die Transformation zu einer Circular Economy in der Stadt, um Ressourcen und Energie zu erhalten beziehungsweise einzusparen.
Die Stadt führt ihre Politik des sozialen Ausgleichs fort und wirkt Benachteiligungen entgegen. Stadtteilarbeit, Engagement und Selbsthilfe im Quartier werden gestärkt. Chancengleichheit wird verbessert und Bildungsungleichheit verringert. München setzt sich für bezahlbaren Wohnraum ein. München ermöglicht die Beteiligung der Stadtgesellschaft bei der Gestaltung der Stadt und Quartiere. München schützt und fördert die Gesundheit der Münchner*innen.
München realisiert eine „Stadt der kurzen Wege“ mit einer Mischung aus Wohnen, Einkaufen, Arbeiten und Freizeit in den Stadtquartieren. Dabei nutzt München seine knappen Flächenressourcen, seine Grünflächen und den öffentlichen Raum kreativ und verantwortungsvoll. München setzt sich für gemeinwohlorientierte Bodenpolitik und kommunale Infrastruktur ein. Quartiere werden klimaneutral und -resilient gestaltet. Die Stadt wird an den Klimawandel angepasst.
Fachleitlinien
Die Fachleitlinien sind zentraler Bestandteil der "Perspektive München" und beinhalten fachbezogene Zielaussagen zu allen wichtigen Themenfeldern der Stadtentwicklung. In ihnen werden übergeordnete Ziele der Strategischen Leitlinien konkretisiert. Zusammen mit ihren hinterlegten Leitprojekten und Fachkonzepten stellen sie das operative Handlungsprogramm der Landeshauptstadt München dar. Sie sind wichtige Steuerungsinstrumente stadtweit und in den Referaten.
Erst mit aktuellen Fachleitlinien und deren Umsetzung wird die "Perspektive München" im Sinne einer Stadt im Gleichgewicht wirksam. Das funktionierende Zusammenspiel der Fachleitlinien ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung Münchens.
Die Fachleitlinien sollen möglichst einheitlich nach einer vorgegebenen Struktur aufgebaut sein und folgende Qualitätsstandards erfüllen:
- Das städtische Referat, das von der jeweiligen Thematik am meisten betroffen ist, übernimmt die Federführung, um die Fachleitlinie zu erstellen.
- Bereits zu Beginn des Prozesses erfolgt eine referatsübergreifende Abstimmung, insbesondere über die Gremien der „Perspektive München“. Gleichstellungs- und Querschnittstellen in der Stadtverwaltung sind eingebunden.
- Das federführende Referat beteiligt die Münchner Öffentlichkeit zum Inhalt der Fachleitlinie mit Informations- und Dialogformaten. Die Ergebnisse fließen in die Fachleitlinie ein.
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Die Leitlinie beinhaltet Trends und Herausforderungen sowie Handlungsfelder. Dabei gilt es, Querschnittsthemen zu beachten. Die Referate formulieren für die einzelnen Handlungsfelder Ziele und Strategien. Hierbei sind die SDG-Unterziele der Vereinten Nationen zu berücksichtigen.
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Aus den Zielen und Strategien entwickeln die zuständigen Referate Leitprojekte, die messbar umgesetzt und evaluiert werden.
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Die Fachberichterstattung in den Referaten ist mit den Zielen der jeweiligen Fachleitlinie abgeglichen. Idealerweise sind die Zielaussagen und der Stand der Leitprojekte mit Indikatoren versehen, sodass ihr Fortschritt messbar ist.
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Die Gültigkeit einer Fachleitlinie beträgt fünf bis zehn Jahre. Nach spätestens fünf Jahren soll ein Zwischenstand erhoben werden.
Aktueller Stand der Fachleitlinien
Der Stadtrat hat die jüngste Fortschreibung der "Leitlinie Bildung“ im Februar 2025 beschlossen. Sie ergänzt die in der Leitlinie „Bildung 2010“ grundsätzlichen Zielsetzungen im Bildungsbereich und die daraus entstandenen Maßnahmen und Projekte, wie etwa die Münchner Bildungslokale, die Kommunale Servicestelle Übergangsmanagement oder die Stadtschüler*innenvertretung. Übergeordnete Vision bleibt weiterhin, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für alle Münchner*innen herzustellen.
Die „Leitlinie Bildung 2024“ beinhaltet zehn richtungweisende neue Leitprojektideen. Zudem ist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung Teil der Leitlinie. Federführend für die Leitlinie Bildung ist das Referat für Bildung und Sport.
Bereits 1998 wurde eine Leitlinie mit dem Titel „Mobilität für alle erhalten und verbessern – stadtverträgliche Verkehrsbewältigung“ erstellt, damals vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Wesentliche Zielaussagen gelten zwar heute noch, doch im Lichte geänderter Rahmenbedingungen und der dynamischen Entwicklung Münchens wird die Leitlinie – nun unter Federführung des Mobilitätsreferats – in eine zeitgemäße und effiziente „Mobilitätsstrategie 2035“ überführt. Die finalisierte Mobilitätsstrategie wird 2026 dem Stadtrat vorgelegt.
Parallel zum Verfahren für Gesamtstrategie hat der Stadtrat bereits sechs der geplanten 16 Teilstrategien für eine Verkehrswende beschlossen. Hierzu gehören die Teilstrategien Verkehrssicherheit, Shared Mobility, Fußverkehr, Wirtschaftsverkehr, Digitalisierung und die Teilstrategie Management des öffentlichen (Straßen-)Raums.
Die Digitalisierungsstrategie der Stadt München trägt das Leitmotiv „München. Digital. Erleben“ und dient auch als Fachleitlinie Digitalisierung im Rahmen der „Perspektive München“. Sie beschreibt die Vision, die Vorgehensweise und die strategischen Prinzipien, die bei Digitalisierungsvorhaben berücksichtigt werden müssen, sowie Ziele und konkrete Maßnahmen. Dabei geht das Verständnis von Digitalisierung über reine IT-Vorhaben deutlich hinaus, indem die Auswirkungen auf gesellschaftliche, soziale und organisatorische Aspekte mitberücksichtigt werden.
Die nach der Öffentlichkeitsbeteiligung aktualisierte Digitalisierungsstrategie hat der Stadtrat im Januar 2024 beschlossen. Federführend ist das Referat für Informationstechnologie.
Der Stadtrat hat im Januar 2026 die Leitlinie Freiraum beschlossen. Sie bildet den Rahmen, wie die Stadt ihre Freiräume sichert, unterhält und weiterentwickelt. Mit ihr sollen die vielfältigen Grün- und Freiflächen in der Stadt geschützt, vernetzt und weiterentwickelt werden.
Die Leitlinie Freiraum bildet den Rahmen, wie die Landeshauptstadt ihre Freiräume als Kernelemente einer nachhaltigen Stadtentwicklung sichert, unterhält und weiterentwickelt.
Die Leitlinie gliedert sich in neun Handlungsfelder, die an verschiedenen Stellen ansetzen und Strategien zeigen, die dazu beitragen, dass die Münchner Grün- und Freiräume den Anforderungen einer dynamischen Metropole weiterhin gerecht werden.
Die Leitlinie „Gesundheit“ stammt aus dem Jahr 2009, sie ist die Gesundheitsstrategie der Stadt. In der Zwischenzeit hat sich Vieles verändert: Die Folgen der Klimakrise werden immer spürbarer, Umweltbelastungen nehmen zu, Pandemien und andere globale Ereignisse wirken sich auch auf die Gesundheit der Münchner Bevölkerung aus.
Die soziale Ungleichheit führt dazu, dass auch die Chancen und Risiken für die eigene Gesundheit ungleich verteilt sind. Vor diesem Hintergrund arbeitet das Gesundheitsreferat derzeit hauptverantwortlich an einer umfassenden Fortschreibung der Leitlinie.
Das Referat für Klima- und Umweltschutz erstellt derzeit federführend die neue Fachleitlinie „Klima, Umwelt und globale Verantwortung“. Hierfür werden die bereits bestehenden Leitlinien „Ökologische Qualitäten entwickeln – natürliche Ressourcen sichern“ aus dem Jahr 2001 und „Ökologie – Klimawandel und Klimaschutz“ aus dem Jahr 2012 zusammengeführt.
Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Handlungsfeldern Klimaschutz und Energie, Klimaanpassung, Umweltschutz und Umweltvorsorge, Naturschutz und Biodiversität, Nachhaltige Lebensstile und Globale Verantwortung.
Das Kreisverwaltungsreferat hat den Vorsitz für die geplante neue Leitlinie „Urbane Sicherheit“. Die Grundlage bildet die Leitlinie „Inneren Frieden sichern – Sicherheits-, Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik“ aus dem Jahr 2005. In den Folgejahren sind einige Aspekte daraus in anderen Leitlinien aufgegangen, zum Beispiel in „Bildung“ und „Soziales“. Mit der geplanten Fortschreibung soll ein stärkerer Fokus auf das Thema Sicherheit als solches gelegt werden und dieses integral, das heißt umfassend betrachtet werden.
Bereits erfolgte Arbeiten am Strategieplan „Urbane Sicherheit“ bilden die Grundlage für die Überarbeitung der bisherigen Fachleitlinie. Sie wird in Abhängigkeit entsprechender Ressourcen fortgeschrieben.
Das Integrationskonzept wird in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Leitlinie weiterentwickelt. Dieses wurde 2022 evaluiert sowie eine Analyse von Integrationskonzepten im Wandel extern beauftragt.
Die beiden bestehenden Leitlinien zum „Wirtschaftsstandort München“ und „München Stadt des Wissens“ werden derzeit fortgeschrieben und zu einer Leitlinie „Wirtschafts-, Wissenschafts- und Innovationsstandort München“ zusammengefasst. Die Leitung liegt beim Referat für Arbeit- und Wirtschaft.
Die grundlegenden Ziele sind aktuell – doch die dynamische wirtschaftliche Entwicklung und geänderte Rahmenbedingungen erfordern es, Inhalte, Aussagen und Zielsetzungen anzupassen. Angesichts der geänderten allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Priorität derzeit auf die Überarbeitung der wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Aktivitäten gelegt und ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Dieses fließt in die weiteren Arbeiten an der Leitlinie ein.
Der Stadtrat hat 2017 die Leitlinie „Soziales“ beschlossen, sie ersetzt die davor gültigen Leitlinien „Sozialen Frieden durch soziale Kommunalpolitik“ und „Stadtteile durch Stadtteilentwicklung stärken“ von 2005. Die bestehende Leitlinie wird derzeit unter Leitung des Sozialreferats überprüft, aktualisiert und fortgeschrieben.
Die Absichtserklärungen und Vorgaben haben bewusst keinen zielgruppenspezifischen Zuschnitt, sondern berücksichtigen folgende Handlungsfelder: „Wohnen und Stadtteilentwicklung“, „Materielle Teilhabe“, „Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien stärken“, „Versorgung und Teilhabe im Alter“, „Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement und Partizipation“. In die Leitlinie „Soziales“ werden neue Impulse einbezogen, aus denen sich nötige Schritte für Projekte oder Programme ableiten lassen. Nötig ist es zudem, die Zielaussagen mit den SDGs sowie dem weiten und dynamischen Feld der Digitalisierung abzugleichen.
Zero Waste bedeutet, Prozesse so zu verbessern, dass alle Ressourcen geschont und zurückgewonnen, nicht verbrannt oder vergraben werden – und es geht um Strategien, Müll zu vermeiden. Der Ansatz der Circular Economy, oder Kreislaufwirtschaft, zielt darauf ab, Ressourcen zu schonen und den Lebenszyklus von Produkten zu verlängern. Im Gegensatz zum traditionellen linearen Wirtschaftsmodell fördert die Circular Economy die Wiederverwendung, das Recycling und die Reparatur von Materialien und Produkten. Das Ziel sind eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen, geringere Umweltauswirkungen und wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen und Betriebe.
Im Juli 2022 wurde das vom Kommunalreferat erstellte Münchner Zero Waste Konzept beschlossen. Im Referat für Klima- und Umweltschutz wird derzeit eine Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie erarbeitet, die Ende 2025 beschlossen wurde. Es wird geprüft, diese Strategie zur Fachleitlinie weiterzuentwickeln und hierfür mit dem Fachkonzept Zero Waste zusammenzuführen.
Die Leitlinie „Zukunftsfähige Siedlungsstrukturen durch qualifizierte Innenentwicklung – kompakt, urban, grün“ zählt zu der ersten Generation der Fachleitlinien Ende der 1990er Jahre. Damals lag die Priorität darauf, bereits bestehende Baugebiete und Verkehrsflächen umzunutzen und umzustrukturieren, zum Beispiel Kasernen oder Industrie- und Bahnflächen. Das Flächenpotenzial ist inzwischen größtenteils entwickelt und damit erschöpft, die Rahmenbedingungen haben sich geändert.
Im neuen Stadtentwicklungsplan (STEP), den der Stadtrat 2024 beschlossen hat, ist die Siedlungsentwicklung Münchens unter dem Titel „Wohnquartiere“ eines der sieben Handlungsfelder. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, das auch federführend den STEP erstellt hat, prüft die Weiterentwicklung der Leitlinie „Siedlungsentwicklung“ auf Basis der Handlungsfeldkarten und der räumlichen Ziele im STEP.
Die Leitlinie „Kooperation in der Region verbessern und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraumes stärken“ stammt aus dem Jahr 1998, sie wurde vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung erstellt. Damals lag der Fokus auf der Stärkung des gemeinsamen Wirtschaftsraums. Herausforderungen in der Stadt- und Regionalentwicklung bedingen jedoch einen ganzheitlichen Planungsansatz. Im Zentrum steht dabei eine noch stärkere Zusammenarbeit Münchens mit den regionalen Partnern, um mittels einer kooperativen, regionalen Entwicklungsstrategie gemeinsam Ziele und Maßnahmen umzusetzen.
Im neuen Stadtentwicklungsplan ist die konstruktive Zusammenarbeit mit der Region eines der sieben Handlungsfelder. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung analysiert derzeit den Bedarf, die Leitlinie „Regionales“ im Kontext der STEP-Ziele zur regionalen Entwicklung fortzuschreiben.
Ebenfalls aus den Anfangsjahren der „Perspektive München“ stammt die Leitlinie „Münchner Stadtgestalt bewahren – neue Architektur fördern“, die Federführung hierfür liegt gleichfalls beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Und auch diese Leitlinie wird derzeit auf ihr Fortschreibungspotenzial hin untersucht.
Referenz ist dabei ebenfalls der neue Stadtentwicklungsplan, der einen integrierten Ansatz verfolgt und interdisziplinäre Ziele formuliert, zum Beispiel zu Anforderungen im Kontext von Freiraumentwicklung und Quartierskonzepten, Mobilität oder Klimaanpassung.
Die Fachleitlinie „Sicherung des Freizeitwertes der Stadt München“ aus dem Jahr 2005 erhält einen neuen Schwerpunkt und soll zur Leitlinie „Sport und Bewegung“ ausgebaut werden. Federführend ist das Referat für Bildung und Sport, gegebenenfalls unter Mitwirkung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung. Der Sportentwicklungsplan für München, den der Stadtrat 2021 beschlossen hat, kann als Grundlage für die Erarbeitung der Leitlinie dienen.
Die ursprüngliche Leitlinie fokussierte auf Aspekte der Freizeitgestaltung in München, wobei das Thema Sport nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Das Gewicht verschiebt sich mit der neuen Leitlinie, da sich das Freizeitverhalten insgesamt und insbesondere die Sport- und Bewegungskultur verändert haben. Beachtung finden auch weitere gesellschaftliche Trends wie soziokulturelle Gesichtspunkte im Freizeitverhalten sowie die Digitalisierung. Die Leitlinie wird in Abhängigkeit entsprechender Ressourcen fortgeschrieben.
Das Kulturreferat hat den Vorsitz, die Leitlinie „Kultur stärken“ aus dem Jahr 2005 zu überarbeiten und strukturell anzupassen. Gesellschaftliche Veränderungen machen es auch in der Ausrichtung der Kulturpolitik nötig, neue Akzente zu setzen.
Dazu zählt etwa die Digitalisierungsstrategie im Kulturbereich und insgesamt die kulturelle Bildung: Es gilt, Bildungsangebote und -möglichkeiten an eine diverse, pluralisierte Stadtgesellschaft anzupassen, Teilhabegerechtigkeit zu stärken. Die Leitlinie wird in Abhängigkeit entsprechender Ressourcen fortgeschrieben.
Seit die Leitlinie „Kinder- und familienfreundliches München“ im Jahr 2007 fertiggestellt wurde, gab es gesellschaftliche Veränderungen, die sich auf das Familienleben auswirken. Unter Leitung des Sozialreferates wird die Leitlinie deshalb überprüft und in Abhängigkeit entsprechender Ressourcen aktualisiert.
Es gibt eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen, die Familien tangieren: Die Arbeitswelt veränderte sich, ebenso die Formen von Familien. Die Wohn- und Mietsituation verschärft sich, das Armutsrisiko steigt, es gibt neue, auch gesetzliche, Anforderungen an die Kinderbetreuung – und Kinder wachsen in einem zunehmend digitalisiertem Alltag auf.
Räumliche Bausteine der Perspektive München
Der neue Stadtentwicklungsplan (STEP) ist ein zentraler, programmatischer Bestandteil der Perspektive München. Er ergänzt sie um einen integrierten Gesamtplan, der stadtweite Ziele und Strategien zur räumlichen Entwicklung konkretisiert, bündelt und visualisiert.
Der Handlungsraumansatz richtet den Blick auf fachübergreifende Schwerpunktgebiete der Stadtentwicklung, die eine besonders große Entwicklungsdynamik aufweisen. Derzeit gibt es neun Handlungsräume.
Vom Stadtentwicklungskonzept zum Nachhaltigkeitsmanagement-System
Stadtentwicklungskonzepte beziehungsweise Nachhaltigkeitsstrategien sind als informelle Planungsinstrumente zunächst verwaltungsinterne Selbstbindungen. Ihre Wirksamkeit ergibt sich aus der Ausrichtung des Verwaltungshandelns an den dort dargelegten Zielen und Strategien. Ergänzend zur Aktualisierung der Ziele und Weiterentwicklung der Perspektive München als Nachhaltigkeitsstrategie gilt es nun, die Grundlage zu schaffen, dass sie als Steuerungsinstrument einer nachhaltigen Stadtentwicklung gestärkt und den Anforderungen einer modernen Stadtverwaltung gerecht wird.
Dies gelingt vor allem durch ein kluges Nachhaltigkeitsmanagement-System, das künftig aus der Nachhaltigkeitsstrategie, einer Nachhaltigkeitsberichterstattung, einem Nachhaltigkeitshaushalt und einem Nachhaltigkeitsdialog bestehen soll. Die Basis hierfür bilden die in der Verwaltung bereits bestehenden Strukturen und Managementelemente. Sie werden gebündelt und an die Erfordernisse der Nachhaltigkeitsstrategie anpasst, laufend optimiert und gegebenenfalls ergänzt.
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Um mit Zielen der nachhaltigen Stadtentwicklung steuern zu können, braucht es Informationen darüber, inwieweit die Ziele erreicht werden. Mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung werden Status Quo und Umsetzungsfortschritte der nachhaltigen Entwicklung einer Kommune dargestellt und eingeordnet.
- Monitoring der Strategischen Leitlinien
Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat mit dem Statistischen Amt ein erstes onlinebasiertes Monitoringsystem für die neuen Strategischen Leitlinien entwickelt. Gestützt auf vorhandene Daten- und Berichtssysteme organisiert es diese Daten neu zu einem integrierten und referatsübergreifenden Verfahren mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und integrierte Stadtentwicklung.
Zum Monitoringsystem - Fachmonitoring
Neben der Messung der übergeordneten, strategischen Ziele, kommt dem Monitoring vertiefender fachlicher Ziele eine besondere Rolle zu. Die Referate verfügen hier in der Regel über gute und bewährte Grundlagen, die im Sinne eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements weiterentwickelt und optimal vernetzt werden müssen. Im Rahmen der Fortschreibung und Erstellung von Fachleitlinien, deren Verbindung mit einem passfähigen Mess- und Berichtssystem zu den Qualitätskriterien gehört, ergeben sich dafür gute Voraussetzungen. - Nachhaltigkeitsbericht
Der Nachhaltigkeitsbericht der Landeshauptstadt München wird vom Referat für Klima- und Umweltschutz in regelmäßigen Abständen, seit 2025 nach den Standards des Berichtsrahmens Nachhaltige Kommune als anerkanntem Berichtsstandard (BNK-Standards) erstellt. Die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsberichts trägt maßgeblich dazu bei, die Nachhaltigkeitsbemühungen der Landeshauptstadt München, mit der Perspektive München im Zentrum, ganzheitlich, systematisch und transparent darzulegen und damit bereits erlangte Erfolge, aber auch noch bestehende Herausforderungen offenzulegen.
Zum Nachhaltigkeitsbericht
Nachhaltigkeitshaushalt
Die verbindliche und konkrete Umsetzung von Zielen benötigt finanzielle Mittel. Zwischen den Zielen der Perspektive München und den Zielen der Haushaltsplanung bestehen bereits Synergien, die noch ausgebaut werden. Entsprechend des Beschlusses der Stadtkämmerei zur „Weiterentwicklung des Münchner Haushalts zu einem wirkungsorientierten Nachhaltigkeitshaushalt“ (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 15069), ist vorgesehen, zunächst die bestehenden Teilhaushalte und Produkte des städtischen Haushalts mit den SDGs zu verbinden.
Im nächsten Schritt ist geplant, den Haushalt mit den Zielen der Perspektive München zu verbinden. Hier bestehen bereits Vorarbeiten zur Synchronisierung der Ziele im Vorbericht des Haushalts mit den Strategischen Leitlinien der Perspektive München anhand eines Pilotziels. Dies soll weiterentwickelt und auf weitere Ziele übertragen werden, so dass fachliche und finanzielle Prioritätensetzungen künftig optimal aufeinander abgestimmt werden können.
Nachhaltigkeitsdialog
Zur Etablierung der Perspektive München als Nachhaltigkeitsstrategie und zum Aufbau eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements gehört auch ein kontinuierlicher Nachhaltigkeitsdialog. Dieser sollte sowohl innerhalb der Verwaltung als auch mit der Öffentlichkeit und Politik (Fachöffentlichkeit, Bezirksausschüsse, Bürger*innen usw.) geführt werden, da die Verwaltung die Ziele der nachhaltigen Stadtentwicklung nicht allein erreichen kann. Die Perspektive München bietet hierfür eine gute Plattform.
Grundlage für den Dialog ist eine möglichst große Bekanntheit und eine hohe Akzeptanz der formulierten Ziele – sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch in der gesamten Stadtgesellschaft. Zudem sind Beteiligungen zu verschiedenen fachlichen und räumlichen Themen in übergeordnete Strategien einzubetten und die Perspektive München als „Dach“ / integriertes Zielsystem zu vermitteln. Hierfür sind geeignete und zielgruppenspezifische Diskussions- und Beteiligungsformate zu entwickeln / zu optimieren sowie umzusetzen.