Fahrzeuge

Fahrzeuge, Abrollbehälter und Anhänger der Berufsfeuerwehr München

Münchner Löschzüge seit 1904

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In München besteht ein Löschzug aus insgesamt fünf Fahrzeugen:

  • einem Einsatzleitwagen (ELW),
  • zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF),
  • einer Drehleiter mit Korb (DLK),
  • einem Rettungswagen (RTW).

Wenn der gesamte Zug ausrückt, haben der Zugführer oder die Zugführerin im Einsatzleitwagen das Kommando.

Während des Einsatzes führen sie eine Mannschaft bis zur Größe eines erweiterten Zuges – das ist ein Zug plus ein weiteres Einsatzfahrzeug. Ein Zug wiederum besteht aus achtzehn Einsatzkräften, aufgeteilt in zwei Gruppen mit jeweils acht Feuerwehrleuten und einem oder einer Gruppenführer*in.

Auf einigen Feuerwachen Münchens ist nur ein Halbzug stationiert. Dieser besteht aus

  • einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF),
  • einer Drehleiter mit Korb (DLK),
  • einem Rettungswagen (RTW).

Der Halbzug wird bei Bedarf von Fahrzeugen einer anderen Wache zu einem ganzen Löschzug ergänzt.

Führungsdienst

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Mit diesen Fahrzeugen rückt der Führungsdienst im Bedarfsfall aus. Bei bestimmten Einsatzstichworten oder bei Einsätzen, die über den Umfang eines Zuges hinausgehen, koordinieren verschiedene Führungsdienste die Einsatzkräfte vor Ort.

Das sind je nach Anforderung entweder

  • der Direktionsdienst (D-Dienst) oder
  • der Inspektionsdienst (I-Dienst),
  • der Umweltdienst (U-Dienst) oder
  • die Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL) bzw. Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD)

Der D-Dienst entspricht der obersten Führungsebene der Feuerwehr München. Er leitet Einsätze mit mehreren Zügen oder andere spezielle Einsatzlagen. Außerdem wird der Direktionsdienst immer dann alarmiert, wenn Fahrzeuge der Feuerwehr München im Rahmen der überörtlichen Hilfe auf Anforderungen von auswärtigen Leitstellen das Stadtgebiet verlassen.

Der I-Dienst rückt im gesamten Stadtgebiet bei bestimmten Einsatzstichworten aus, unabhängig davon wie viele Fahrzeuge alarmiert werden. Das sind zum Beispiel die Stichworte: "Zimmerbrand, Person eingeschlossen" und "Verkehrsunfall, Person eingeklemmt". Sobald zwei Züge ausrücken, übernimmt der I-Dienst außerdem die organisatorische Leitung der Einsatzkräfte.

Der U-Dienst ist der Spezialist für alle CBRN-Lagen und somit die fachliche Leitung in Einsätzen zum Thema Umweltschutz. Zeitgleich ist er der erste Ansprechpartner für Anfragen an die Analytische Task Force München (ATF).

Der OrgL und ELRD sind die Führungsdienste für den Rettungsdienst. Diese Funktionen teilen sich in München alle am Rettungsdienst beteiligten Organisation im wöchentlichen Wechsel.

Das Vorauslöschfahrzeug wird im Kernstadtgebiet ergänzend zum Löschzug alarmiert. Es fährt, wie der Name bereits verdeutlicht, voraus und ergreift erste Einsatzmaßnahmen. Die Beladung ist auf die typischen Herausforderungen einer Großstadt abgestimmt. Das Fahrzeug verfügt über einen Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 300 Litern und kann bis zu 30 Liter pro Minute über eine Hochdrucklöschanlage mit einem Betriebsdruck von 110 bar abgeben.

Die Rüstkomponenten liegen als kombinierter Rettungssatz vor. Sie können genauso wie Hebekissen und das Rüstholz über eine Rucksackaufnahme entnommen werden. Zusätzlich sind eine Multifunktionsleiter und ein Sprungpolster an Bord vorhanden.

  • Anzahl: 3, jeweils auf der Feuerwache 5, Feuerwache 4 und Feuerwache 3
  • Hersteller: Iveco E-Daily mit Aufbau der Firma Iturri
  • Leistung: 135kW bei 74kWh Akkukapazität
  • Gewicht: 5,6 t

Der Einsatzleitwagen ELW 2 wird immer dann alarmiert, wenn eine größere Führungsstruktur über einen längeren Zeitraum gebraucht wird. Dabei bringt er selbst keine Führungsdienste an die Einsatzstelle, sondern steht mit umfangreicher IT-, Kommunikations- und Führungsausstattung dem Inspektions- oder Direktionsdienst zur Verfügung. Daher wird der ELW 2 auch von Mitarbeitenden der Leitstelle und der IT-Abteilung betrieben. Wird der Direktionsdienst im Katastrophenfall als sog. „Örtlicher Einsatzleiter“ tätig, ist dieses Fahrzeug zentrale Führungsstelle für alle nicht-polizeilichen Einsatzkräfte in München. 

  • Anzahl: 2 („Aloisius“ und „Bavaria“) 
  • Hersteller: MAN/ Iturri 
  • Gewicht: 26 t 

  • Anzahl: 4
  • Hersteller: Volvo/Lentner
  • Gewicht: 14,5 t
     
  • Rollcontainer Atemschutz
  • Rollcontainer Schlauch
  • Rollcontainer Lüfter
  • Rollcontainer Ölspur
  • Rollcontainer kontaminierte Ausrüstung
  • komplettes Austauschmaterial für einen Löschzug

Mit Großlüftern lassen sich Tunnel, unterirdische Bahnhöfe und große Hallen nach einem Brand effizient entrauchen.

  • Hersteller: Mercedes/ BTG
  • Anzahl: 2
  • Gewicht: 10,5 t
  • Ventilator: 200.000 m³/h Luftleistung
  • Scherenlift für Lüfter auf 3 m (horizontal und vertikal schwenkbar)
  • Wasserdüsen
  • Be- und Entlüftungsgeräte

Die beiden Großraum-Rettungswagen helfen bei Großschadensfällen mit vielen Patient*innen. 

  • Anzahl: 2
  • Hersteller: Mercedes
  • Gewicht: 17,4 t
  • 24 Sitzplätze
  • ein Liegeplatz Intensiv (erweiterbar auf elf Liegeplätze)
  • medizinisches Material für einen Massenanfall von Verletzten (MANV)

Die Hubrettungsbühne mit einer Arbeitshöhe von 53 Metern ergänzt die Drehleitermodelle, die eine geringere Arbeitshöhe haben. 

  • Anzahl: 1
  • Hersteller: Scania/Ziegler/Bronto Skylift
  • Gewicht: 32 t
  • Löschmittel: -
  • Pumpe: 3000 l/min bei 15 bar
  • Krankentragenhalterung
  • Wasserwerfer

Die beiden identischen Kranwagen der Feuerwehr München sind auf den Feuerwachen in Pasing und Neuperlach stationiert. Gemeinsam mit den ebenfalls dort stationierten Wechselladerfahrzeugen mit einem zusätzlichem Ladekran und den Abrollbehältern „Schweres Heben“ kommen sie immer dann zum Einsatz, wenn zur Menschenrettung oder zeitkritischen technischen Hilfeleistungen schwere Lasten bewegt werden müssen – egal ob gehoben oder gezogen wird. 

  • Anzahl: 2 
  • Hersteller: Liebherr 
  • Indienststellung: 2026 
  • Motorleistung: 449 PS 
  • Gewicht: 48 t 
  • Hubkraft: in der aktuellen Ausführung 38,3 t (technisch möglich 70 t) 
  • Zugkraft der Front-Seilwinde: 80 kN, 90 m Seillänge 

Die Sonderlöschmittelfahrzeuge werden bei Bränden in Mineralöltank- und Flüssiggas-Lagern oder elektrischen Anlagen benötigt.

  • Anzahl: 4
  • Hersteller: Volvo/Itturi
  • Gewicht: 26 t
  • Pumpe: 3000 l/min bei 10 bar
  • Cobra-Schneidlöschsystem
  • Hochleistungslüfter
  • Druckluftschaumanlage (englisch Compressed Air Foam System, CAFS)

Löschmitttel:

  • Wasser
  • Schaum
  • CO²
  • Pulver

Die Wassernotfahrzeuge helfen entlang der gesamten Isar im Stadtgebiet sowie an den angrenzenden Seen im Landkreis München.

  • Anzahl: 2
  • Hersteller: Mercedes/Lenter
  • Gewicht: 6,3 t
  • Löschmitttel: -
  • Pumpe: -
  • Tauchgeräte für 3 Taucher
  • Tauchertelefon
  • Standup-Paddle Board
  • Rollboot mit Außenborder
  • Unterwasserkamera
  • Eisrettungschlitten (nur im Winter)

Abrollbehälter

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  • Gewicht: 9,8 t
  • Leichtbauförderbänder
  • Schalungsmaterial
  • Deckenstützen
  • Biber-Rettungsplatten
  • Aluminium-Leichtverbau für Gräben bis zu 3 m Tiefe
  • Spanngurte
  • Bandschlingen
  • Fangnetz
  • Mehrzweckzug

  • Gewicht: 9,8 t
  • Labor mit Gefahrstoffarbeitsplatz, Gaschromatograph und Massenspektrometer
  • Sicherheitswerkbank inkl. Abzug und Gefahrstoffschrank
  • Probenschleuse
  • Auswertebereich mit Büroarbeitsplatz und umfangreicher EDV- und Kommunikationstechnik

  • Gewicht: 10 t
  • 1.500 Sack/h bei 11 m³
    bzw. 16 t Sand und 36 Feuerwehr-Dienstleistende
  • Sandsackfüllanlage
  • 12.000 Sandsäcke
  • 7 Einfaden-Sackzunähmaschinen
  • Stromerzeuger

Anhänger

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  • Gewicht: 2,6 t
  • Leistung: Nennwirkleistung 35 kW
  • Ausstattung: Lichtmast, Kabeltrommeln, Verteiler, Beleuchtung  
  • Besonderheit: Verlastung per Kran möglich  

  • Gewicht: 3,5 t
  • Leistung: Nennwirkleistung 100 kW 
  • Ausstattung: Lichtmast, Kabeltrommeln, Verteiler, Beleuchtung
  • Besonderheit: Einspeisung Gebäude möglich           

  • Gewicht: 5,7 t
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 18.000 kg
  • Pneumatische Spannverriegelung
  • Twistlock-Verschlüsse
  • Rungensatz für Langholz und Paletten
  • Material zur Ladungssicherung
  • Auffahrbohlen

Geeignet zum Transport von:

  • Abrollbehälter oder Absetzbehälter
  • Aufnahmen für ISO-Container 10‘ und 20‘
  • Paletten
  • Gitterboxen
  • Langmaterial
  • Schnittholz
  • Bäume
  • PKW
  • Klein-LKW
  • Transporter
  • Gabelstapler
  • Minibagger
  • Radlader

Spezialwerkstatt

Der Puls des Münchner Fuhrparks - Spezialwerkstatt auf der Wache 9

Die Direktion Technik der Feuerwehr München sichert die Mobilität von Retterinnen und Rettern im gesamten Stadtgebiet. Auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 9 (Neuperlach) kümmert sich der meistergeführte Werkstattbetrieb exklusiv um den kompletten Fuhrpark der Branddirektion München.

Prävention für maximale Einsatzbereitschaft

Rund 500 Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge werden mindestens einmal jährlich auf Herz und Nieren geprüft. Durch unser Prinzip der vorausschauenden Instandhaltung sichern wir Leben, indem wir die Technik startklar halten. So minimieren wir Ausfälle, bevor sie entstehen, und garantieren eine permanente Einsatzbereitschaft – rund um die Uhr.

Spezialwissen statt Standard-Service

Ob modernste Löschtechnik, Sondersignale oder Drehleitern: Unsere Flotte besteht fast ausnahmslos aus hochkomplexen Sonderfahrzeugen, Kleinserien und Einzelstücken. Diese anspruchsvolle Technik verlangt maximale Expertise. Ein Erfahrungs- und Fachwissen, das freie Werkstätten in diesem Umfang nicht bieten können. Neben Wartung und Reparatur realisieren wir im eigenen Betrieb auch individuelle Fahrzeugausbauten und Spezialanpassungen.

Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1908 mit der ersten motorisierten Wache am alten Ausstellungspark. Was mit zwei Schmiergruben startete, ist heute ein hochmoderner High-Tech-Betrieb. Seit über einem Jahrhundert steht die Spezialwerkstatt der Feuerwache 9 für kompromisslose Qualität bei der Reparatur und Instandhaltung von Rettungsfahrzeugen.

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