Bevölkerungsschutz

Hier finden Sie Informationen zum Zivil- und Katastrophenschutz.

Bevölkerungsschutz_Übung Freistadt 2023

Gemeinsam vorbereiten, gemeinsam sicher

Extremer Schneefall oder Starkregen, Stromausfall sowie Cyberangriffe können auch München treffen. Darauf müssen wir uns alle gemeinsam vorbereiten.

Die Stadt sorgt für funktionierende Warnsysteme, klare Abläufe und starke Einsatzkräfte. Aber auch Ihre eigene Vorsorge ist wichtig: Wasser und haltbare Lebensmittel, Taschenlampe und Radio, Medikamente und Verbandskasten sowie eine Warn-App wie NINA.

So schützen Sie sich und entlasten im Ernstfall die Einsatzkräfte.

Fragen und Antworten

Was sollte ich unbedingt vorrätig haben?

  • Wasser in Flaschen oder Kanistern
  • ungekühlt haltbare Lebensmittel
  • Batterie- oder Kurbelradio
  • Taschenlampe
  • Batterien und Powerbank
  • Verbandskasten
  • regelmäßig benötigte Medikamente und Hilfsmittel

Wie groß sollte mein Vorrat sein?

Planen Sie so, dass Sie sich zumindest drei Tage selbst versorgen können. Rechnen Sie pro Person mit rund zwei Litern Wasser am Tag: zum Trinken, Zubereiten von Mahlzeiten und für die Hygiene.

Was mache ich, wenn eine Krise oder Katastrophe länger dauert?

Wir planen insbesondere vorübergehende mobile und stationäre Anlaufstellen in den betroffenen Stadtbezirken. Diese werden im Bedarfsfall eingerichtet. Sie sollen die Möglichkeit bieten, Notrufe abzusetzen, Hilfe sowie Informations- und Betreuungsangebote zu bekommen.

Wo erhalte ich weitergehende Informationen?

Näheres dazu beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“.

Gibt es eine Trinkwassernotversorgung?

Ja. Die Trinkwasserversorgung ist technisch sehr gut abgesichert und auf Ausfälle vorbereitet. Unser Leitungsnetz ist stabil und kann Störungen gut ausgleichen. Sollte es trotzdem zu einem länger andauernden Ausfall kommen, stehen Notbrunnen sowie mobile Lösungen zur Verfügung. Diese ergänzen das normale Trinkwassernetz und dienen als Absicherung.

Woher bekomme ich im Notfall Wasser?

Wir richten dann Notbrunnen oder mobile Ausgabestellen für Trinkwasser ein. Dort können Sie Wasser abholen. Bringen Sie bitte eigene große Behälter mit. Die genauen Orte der Ausgabestellen veröffentlichen wir im jeweiligen Notfall. So schützen wir die Anlagen vor Beschädigungen oder Missbrauch.

Gibt es in München öffentliche Schutzräume?

Ja. Es gibt 16 öffentliche Schutzräume. Diese stammen aber noch aus den Zeiten des „Kalten Kriegs“ und sind aktuell nicht nutzbar.

Wem gehören die öffentlichen Schutzräume?

Dafür ist im Rahmen des Zivilschutzes die Bundesrepublik Deutschland (Bund) zuständig.

Wo ist „mein“ nächstgelegener öffentlicher Schutzraum?

Die noch vorhandenen 16 öffentlichen Schutzräume sind aktuell nicht nutzbar. Zur Erklärung: Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das bundesweite Schutzraumkonzept aufgegeben. Viele Schutzräume wurden zurückgebaut oder nicht mehr modernisiert. Außerdem haben sich die Gefahren verändert. Heute wird von deutlich kürzeren Vorwarnzeiten ausgegangen. Große, zentrale öffentliche Schutzräume entsprechen somit nicht mehr den aktuellen sicherheitspolitischen Einschätzungen.

Wie geht es in Deutschland mit den öffentlichen Schutzräumen weiter?

Der Bund arbeitet mit den Ländern an einem neuen Schutzraumkonzept. Die Kommunen sind dabei nicht beteiligt.

Wo erhalte ich weitergehende Informationen?

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bietet viele Informationen auch rund um öffentliche Schutzbauten an.

Wann wird gewarnt?

Wir warnen bei den unterschiedlichsten Gefahren je nach konkreter Lage. Bei einem Großbrand mit viel Rauch wird beispielsweise im betroffenen Gebiet empfohlen, die Fenster zu schließen.

Über welche Kanäle warnen wir?

  • Nachrichten aufs Handy: Cell Broadcast und Warn-Apps wie NINA
  • Radio und Fernsehen
  • Soziale Netzwerke wie Instagram
  • WhatsApp-Kanal der Feuerwehr 
  • Website www.muenchen.de
  • Digitale Stadtinformationstafeln an vielen Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel
  • Lautsprecherwagen der Feuerwehr

Gibt es in München Sirenen?

Nein. Aktuell wird der Wiederaufbau eines flächendeckenden Sirenennetzes geprüft.

Wann finden in Bayern Warntage (Probealarme) statt?

  • in Bayern: jährlich am zweiten Donnerstag im März, 11 Uhr
  • in ganz Deutschland: jährlich am zweiten Donnerstag im September, 11 Uhr

Wie stelle ich meine Warn-App richtig ein?

Prüfen Sie, ob:

  • Benachrichtigungen für die Warn-App auf Ihrem Handy erlaubt sind.
  • der Stromsparmodus wichtige Meldungen blockiert.
  • alle nötigen Berechtigungen für Mitteilungen und Standort aktiviert sind.

Näheres dazu beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Anleitung für iOS und Anleitung für Android.

Wo liegt der Unterschied zwischen Cell Broadcast und Warn-App?

  • Cell Broadcast: Warnmeldungen an alle Handys für den aktuellen Standort, ohne App oder Registrierung. Voraussetzungen: aktuelle Software und aktives Gerät, nicht im Flugmodus.
  • Warn-App: Bieten personalisierte Einstellungen (z. B. Wohnort/e, Arbeitsplatz), zusätzliche Informationen (wie Handlungsempfehlungen) und informieren auch außerhalb von Katastrophenfällen. Voraussetzung: Installation auf dem Handy.

Wo erhalte ich weitergehende Informationen?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet viele Informationen rund um Warnung und Vorsorge an.

Ein Flyer zur Warnung bei Gefahren ist in mehreren Fremdsprachen herunterladbar. Außerdem gibt es Informationen in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache.

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout in München?

Ein großflächiger und länger andauernder Stromausfall ist sehr unwahrscheinlich. Das Stromnetz ist sehr sicher und so aufgebaut, dass es auch dann weiter funktioniert, wenn ein Teil ausfällt. Dennoch kann es nie vollständig ausgeschlossen werden, etwa durch technische Störungen.

Was funktioniert bei einem Blackout nicht mehr?

  • Strom aus der Steckdose: weder Licht, Heizung noch Aufzug.
  • Wasser aus der Leitung: keines oder nur wenig.
  • Telefon, Internet, Handynetz: funktionieren nicht oder nur eingeschränkt.
  • Kartenzahlungen und Geldabheben am Automaten: meist nicht möglich.
  • Geschäfte, Supermärkte und Tankstellen: nicht oder nur eingeschränkt geöffnet.

Wie bereiten wir uns auf einen möglichen Blackout vor?

Die Stadt verfügt über ein umfassendes Krisen- und Notfallmanagement. Wir planen insbesondere vorübergehende mobile und stationäre Anlaufstellen in den betroffenen Stadtbezirken. Diese werden im Bedarfsfall eingerichtet. Sie sollen die Möglichkeit bieten, Notrufe abzusetzen, Hilfe sowie Informations- und Betreuungsangebote zu bekommen.

Wie erfahre ich im Blackout-Fall von wichtigen Informationen?

Wenn herkömmliche Informationswege eingeschränkt oder nicht mehr nutzbar sind, dann informieren wir über Radio und über sogenannte Notfall-Informationspunkte vor Ort. Diese Anlaufstellen werden im Ereignisfall bekannt gegeben.

Wer hilft mir zu Hause, wenn ich pflegebedürftig bin?

Leider gibt es keine spezifische Meldepflicht für Personen, die zu Hause dauerhaft auf elektrische Geräte und eine tägliche Pflege angewiesen sind. Somit haben wir keine Möglichkeit, vorbeugend tätig zu werden. Da die persönlichen Bedürfnisse jeweils sehr individuell sind, kann es keine pauschale Lösung geben. Sprechen Sie darüber am besten mit Ihren Angehörigen oder Ihrem Pflegedienst.

Bevölkerungsschutz kurz erklärt

Der Bevölkerungsschutz setzt sich aus dem Katastrophenschutz und dem Zivilschutz zusammen.

Der Zivilschutz sorgt für den Schutz der Bevölkerung vor kriegsbedingten Gefahren. Dafür ist die Bundesrepublik Deutschland zuständig.

Der Katastrophenschutz sorgt in Friedenszeiten für den Schutz vor großen Unglücken und Katastrophen. Dafür sind die Länder, in München demnach der Freistaat Bayern, zuständig.

Im Bevölkerungsschutz arbeiten unter anderem zusammen:

  • Stadt München mit den einzelnen Fachreferaten und Eigenbetrieben
  • Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr
  • Hilfsorganisationen und Technisches Hilfswerk
  • Übergeordnete Behörden wie die Regierung von Oberbayern oder das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration
  • Polizei
  • Bundeswehr
  • Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Energie- und Wasserversorger, Telekommunikation, Verkehrsbetriebe
  • Spontanhelfende und Nachbarschaftsnetzwerke
  • Aber am wichtigsten: Sie selbst (durch Bevorratung, Erste-Hilfe-Kenntnisse oder Notfallpläne), damit entlasten Sie alle vorher genannten Stellen im Notfall

Zu unseren Aufgaben im Bevölkerungsschutz gehören insbesondere:

  • Analysieren von in München zu erwartenden Risikoszenarien
  • Durchführen von Schulungen für Verwaltungsstäbe im Krisenmanagement
  • Erstellen eines gesamtstädtischen Lagebilds
  • Katalogisieren von Zufluchtsorten
  • Sicherstellen der Trinkwasserversorgung in einem Notfall
  • Beschaffen und Verwalten von notwendiger Technik, Logistik und Lager
  • Informieren und Warnen der Münchner*innen
  • Stärken der Fähigkeit der Münchner*innen, sich selbst zu helfen
  • Koordinieren der Spontanhelfenden in einem Notfall
  • Koordinieren der psychosozialen Versorgung in einem Notfall
  • Entwerfen von Strategien, Plänen und Prozessen
Information

Kontakt zum Bevölkerungsschutz

Für Fragen zum Bevölkerungsschutz:
buerger-fragen-den-bevoelkerungsschutz@muenchen.de

In einem Notfall: Notrufnummer 112

Für allgemeine Fragen: Behördennummer 115

Logo Bevölkerungsschutz NEU_transparent_2026

Ähnliche Artikel

This is a carousel with rotating cards. Use the previous and next buttons to navigate, and Enter to activate cards.

Pressestelle

Hier finden Sie weitere Informationen zu den aktuellen Einsätzen sowie zum Team der Pressestelle.

Ausbildung bei der Feuerwehr

Wer bei der Berufsfeuerwehr München einsteigen möchte, kann mehrere Ausbildungswege einschlagen – abhängig vom bisherigen Werdegang.

Die Münchner Feuerwehrausstellung

Die Münchner Feuerwehrausstellung freut sich auf Ihren Besuch!

Vielfalt in der Branddirektion

Blaulicht bricht Barrieren – Diversity in der Branddirektion München: Hier finden Sie Informationen rund um alle Vielfaltthemen sowie Kontaktmöglichkeiten.

Vorbeugender Brandschutz

Informationen und Anträge rund um den vorbeugenden Brandschutz beim Bau, für die Brandschutzprüfung und Feuerbeschau.