Umgestaltung Konzernstandort Rohde & Schwarz
Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz plant, seine Unternehmenszentrale am Ostbahnhof weiterzuentwickeln und einen Teil seines Standorts umzugestalten.
Aktuelles
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
Von Montag, 6. Juli bis Donnerstag, 6. August 2026 liegen die Planungsunterlagen im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 des Baugesetzbuches aus. In diesem Zeitraum kann sich die Öffentlichkeit über die Planung für das Areal informieren und zum Projekt äußern.
Am Donnerstag, 16. Juli um 18 Uhr findet die öffentliche Erörterungsveranstaltung in der Aula der Mittelschule Am Echardinger Grünstreifen am Innsbrucker Ring 75 statt. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich umfassend über die Planungen zu informieren und sich dazu zu äußern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Planungsunterlagen sind seit 6. Juli auf der digitalen Beteiligungsplattform Bauleitplanung Online München veröffentlicht. Hier haben Sie die Möglichkeit, Äußerungen abzugeben.
Weitere Auslegungsorte
Die Öffentlichkeit kann sich im Zeitraum vom 6. Juli bis 6. August 2026 auch an folgenden Auslegungsorten über die Planung informieren:
- Blumenstraße 28b, Erdgeschoss, Raum 071 (Auslegungsraum, barrierefreier Eingang Blumenstraße 28a)
- Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr
- Trausnitzstraße 33
- Montag, Mittwoch, Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 15 Uhr
- Eine Einsichtnahme ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter 089/233-763500 möglich.
- Rosenkavalierplatz 16/Arabellapark
- Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr
- Bitte informieren Sie sich unter www.muenchner-stadtbibliothek.de/orte-zeiten oder telefonisch unter 089/233- 772417 über etwaige kurzfristige Abweichungen von den regulären Öffnungszeiten der Stadtbibliothek.
Zudem stehen Ihnen Mitarbeiter*innen des Referats für Stadtplanung und Bauordnung für Auskünfte zum Bebauungsplan zur Verfügung:
- per E-Mail unter plan.ha2-32p@muenchen.de
- telefonisch unter 089/233-22425, Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 12.30 Uhr und Freitag von 9.30 bis 12 Uhr
Projekt
Der Technologiekonzern plant die Weiterentwicklung des bestehenden Standortes nahe dem Ostbahnhof und dem Werksviertel. Auf dem Firmenareal nördlich der Mühldorfstraße sollen größere Raumkapazitäten für zusätzliche Arbeitsplätze sowie mehr Sichtbarkeit im Stadtraum geschaffen werden. Neue Büro- und Laborgebäude werden einige Bestandsgebäude aus den 1920er- bis 1950er-Jahren ersetzen. Neben einem fünfgeschossigen Baukörper, dessen Höhe sich an den umliegenden Gebäuden orientiert, soll auch ein zirka 65 Meter hohes Hochhaus an der Mühldorfstraße entstehen, als Mittelpunkt des Betriebsgeländes und städtebaulicher Akzent. Dafür ist die Aufstellung eines Bebauungsplans mit Grünordnung erforderlich. Als Grundlage für dessen städtebauliche und freiraumplanerische Qualität lobte das Unternehmen gemeinsam mit der Landeshauptstadt München im Herbst 2025 einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerb aus.
Die Jury wählte Ende Februar 2026 die Konzepte von Cobe aus Kopenhagen und C.F. Møller aus Aahus, sowie Snøhetta mit Hauptsitz in Oslo aus. Der Bauherr favorisierte den Entwurf der österreichischen Dependance Snøhetta Studio Innsbruck ZT GmbH.
Projekt-Steckbrief
Stadtbezirk: Berg am Laim
Lage: Mühldorfstraße/Trausnitzstraße
Fläche: 0,9 Hektar
Bisher: Baubestand mit Büro- und Labornutzung
Geplante Nutzungen: Büro und Verwaltung, Labor-, Forschungs- und Entwicklungsflächen
Neue Arbeitsplätze: noch nicht bekannt
Bebauungsplan Nummer: 2201
Verfahrensstand: Aufstellungsbeschluss
Lage
Das Planungsgebiet liegt im südwestlichen Teil des 14. Stadtbezirks Berg am Laim und ist knapp einen Hektar groß. Das Gebiet liegt am nördlichen Rand des Werksviertels und wird von der Mühldorfstraße im Süden und der Trausnitzstraße im Westen begrenzt. Etwa 500 Meter entfernt liegt der Ostbahnhof. Das Planungsgebiet ist Teil des Betriebsgeländes, das sich nördlich und südlich der Mühldorfstraße erstreckt.
Details zum Projekt
Ein städtebauliches Ziel für das Areal ist die Verdichtung und qualitative Weiterentwicklung des Werksviertel-Umfelds mit einer flächensparenden, kompakten Bebauung. Bestehen soll diese aus einem Baukörper, dessen Höhe sich mit fünf Geschossen an den umliegenden Bestandsgebäuden orientiert, sowie einem Hochhaus mit zirka 65 Metern Höhe im Mittelpunkt des Betriebsgeländes.
Neben Büros und Verwaltung sind Labor-, Forschungs- und Entwicklungsflächen geplant sowie ein öffentlich zugängliches „Experience Center“ im Hochhaus, das als Erlebnisraum moderne Technik erlebbar machen soll.
Aus Sicherheitsgründen ist das Firmenareal weitestgehend abgeschlossen. Allgemein zugängliche Freibereiche oder öffentliche Grünflächen sind im Bereich zwischen öffentlichem Straßenraum und Hochpunkt vorstellbar. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen innerhalb des Betriebsgeländes vielseitig nutzbare Freiflächen zur Verfügung. Das sogenannte Campusband setzt die Idee des Kommunikationsbands aus dem Werksviertel fort und wird auch im neu zu bebauenden Teilbereich weitergeführt. Bestandsbäume sollen so weit möglich erhalten und mit klimaresilienten Neupflanzungen ergänzt werden, um beschattete Aufenthaltsbereiche anzubieten
Das Areal liegt in einem Bereich, der im Räumlichen Leitplan als zur Akzentuierung geeigneter Stadtraum gekennzeichnet ist. Das Hochhaus als Quartierszeichen mit einer Höhe von zirka 65 Metern wird gemäß den Qualitätskriterien der Hochhausstudie geplant. Diese beschreiben den hohen gestalterischen und gesellschaftlichen Anspruch, der in München bei Hochhausprojekten zu erfüllen ist. Sie legen auch einen strukturierten, mehrstufigen Planungsprozess fest, wie die obligatorische Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens.
Eine Voruntersuchung zur Stadtbildverträglichkeit zeigt die visuelle Wirkung eines Hochhauses an dieser Stelle auf die relevanten Sichtbeziehungen in der Stadt und im Quartier. Es soll sich in die Silhouette der um den Ostbahnhof bereits entstandenen Hochhäuser integrieren. Die Hochpunkte des Werksviertels haben im allgemeinen eine Höhe von 60 bis 65 Metern, nur das „Werk 4“ ist 85 Meter hoch. Der geplante Hochpunkt vermittelt somit zwischen diesen Hochhäusern und den nördlich gelegenen Hochpunkten „Technisches Rathaus“ und „Ten Towers".
An dem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerb nahmen elf Teams aus ganz Europa teil. Die Jury wählte im Februar 2026 drei Konzepte aus: die Entwürfe von Cobe und C.F. Møller, beide aus Kopenhagen, sowie Snøhetta mit Hauptsitz in Oslo. Der Bauherr favorisierte den Entwurf der österreichischen Dependance Snøhetta Studio Innsbruck ZT.
Die nächsten Schritte
Von 6. Juli bis 6. August 2026 können die Planungsunterlagen im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit eingesehen werden. Die eingehenden Äußerungen werden geprüft und fließen in das weitere Bauleitplanverfahren ein. Eine Entscheidung zu den Äußerungen trifft der Stadtrat mit dem Billigungsbeschluss.
Chronologie
07/2025 Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr.2201 (bestätigt in der Vollversammlung des Stadtrats am 30.7.2025)