München rettet Leben
Jede*r kann Leben retten: Hier erhalten Sie Informationen über Maßnahmen der Stadt und ihrer Partner zum Thema Erste Hilfe und Laienreanimation.
Tag der Ersten Hilfe am 11. Juli 2026
Am Samstag, 11. Juli 2026, organisiert das Gesundheitsreferat gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Kooperationspartner*innen bereits zum fünften Mal den stadtweiten „Tag der Ersten Hilfe“. Erste-Hilfe-Ausbildende stellen Wiederbelebungsmaßnahmen vor. Die Besucher*innen können Fragen stellen und die Herz-Druck-Massage an Simulationspuppen üben. Auch mit einem Defibrillator (AED) kann geübt werden.
Die Veranstaltung findet zwischen 11 und 16 Uhr im Herzen Münchens auf dem Marienplatz statt. Teilnehmende Organisationen und Einrichtungen sind:
- Berufsfeuerwehr München
- Bayerisches Rotes Kreuz
- Aicher Ambulanz Union
- Malteser Hilfsdienst e.V.
- Arbeiter-Samariter-Bund
- MKT-Institut für Notfallmedizin und Katastrophenschutzausbildung in Bayern gGmbH
- Ärztlicher Kreis- und Bezirksverband München
- Notfallakademie München GmbH
- Teddybärkrankenhaus München
- HebaVaria e. V.
- Bayerische LebensRetter Akademie
- McHELP
- DKMS gGmbH
- Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen e.V.
Unterstützt wurde die Aktion durch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die S-Bahn München, den Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen e.V. (ANR) und den Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC).
Mobilfunkaktivierte Laienreanimation
„München Rettet Leben“ und seine Partner*innen wollen die Zeit nach einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand bis zum Einsetzen der Reanimation verkürzen. Konkret werden ehrenamtliche Helfer*innen geschult, die dann per Handy zum Notfallort gelotst werden und bis zum Eintreffen der professionellen Helfer*innen die Wiederbelebung übernehmen.
Bundesweit müssen rund 75.000 Menschen pro Jahr wiederbelebt werden, da es bei ihnen zu einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand kommt. Auch wenn es hierfür besondere Risikogruppen gibt, kann dies jede*n treffen. Nur rund 5.000 dieser 75.000 Personen überleben einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand in einer Weise, die eine zufriedenstellende Lebensqualität ermöglicht. Der menschliche Körper reagiert äußerst sensibel auf Sauerstoffmangel, vor allem das Gehirn. Von daher zählt jede Sekunde. Hier setzt „München Rettet Leben“ an.
Wenn bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf mit den Meldebildern wie "Herzkreislaufstillstand - vitale Bedrohung" oder "bewusstlose Person - vitale Bedrohung" oder "leblose Person" eingehen, werden neben den professionellen Akteur*innen auch geschulte Ersthelfer*innen, die sich in der Nähe des Notfallortes befinden, über das Handy informiert. Sie leisten dann so lang Erste Hilfe, bis die Rettungssanitäter*innen oder die oder der Notärzt*in eintreffen.
„München Rettet Leben“ ist ein Kooperationsprojekt des Gesundheitsreferats, des Landkreises München, des Arbeitskreises für Notfallmedizin und Rettungswesen e.V., des Rettungszweckverbands und der integrierten Leitstellen. Es wird von der Landeshauptstadt München gefördert.
Bündnis Lebensretter-Stadt München
In München soll die Laienreanimation und grundsätzliche Fähigkeiten der Ersten Hilfe in München noch bekannter werden, damit mehr Münchner*innen anderen im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes das Leben retten können. Dafür wurde auf Initiative des Gesundheitsreferats das Bündnis „Lebensretter-Stadt München“ gegründet und im Mai 2025 dem Stadtrat vorgestellt.
Ziel des Bündnisses ist es, möglichst viele Münchner*innen in Wiederbelebungsmaßnahmen bei einem Herz-Kreislauf Stillstand zu trainieren. An dem Bündnis beteiligen sich Vertreter*innen von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Kliniken, Rettungsdiensten und verschiedenen städtischen Referaten sowie viele andere Berufsgruppen.
In Kooperation mit der Björn Steiger Stiftung werden aktuell Wiederbelebungstrainings an weiterführenden Schulen angeboten. Dabei werden Lehrkräfte zu Multiplikator*innen ausgebildet und geben das Gelernte an die Schüler*innen weiter.
Teilnehmende Schulen erhalten als Ausstattung unter anderem Simulationspuppen und einen (Trainings-)AED - einen Automatisierten Externen Defibrillator, der den Herzrhythmus analysieren und im Notfall einen elektrischen Schock abgeben kann. Durch die automatische Sprachführung ist der AED sehr einfach zu bedienen und leitet medizinische Laien per Sprachausgabe vollständig durch die Reanimation.
Zukünftig sollen die Maßnahmen auf weitere Zielgruppen, zum Beispiel Senior*innen, ausgeweitet werden.