Für eine nachhaltige Mobilität

Mehr Fahrradstellplätze, neue Zebrastreifen, barrierefreie Bushaltestellen - die Verkehrswende steckt auch in zahlreichen baulichen Einzelmaßnahmen.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Radabstellanlage Blumenstraße
Baureferat
Die neue Radabstellanalage an der Blumenstraße.

(9. April 2026) Mehr Fahrradstellplätze, neue Zebrastreifen, barrierefreie Bushaltestellen: Mit zahlreichen baulichen Einzelmaßnahmen haben das Baureferat (Tiefbau) und das Mobilitätsreferat im Jahr 2025 gezielt nachhaltige Verkehrsformen in München vorangebracht. Dazu zählen Maßnahmen für den Umweltverbund aus Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV ebenso wie der Ausbau von 172 Carsharing-Parkplätzen, 21 neue Mobilitätspunkte und 145 neue Abstellflächen für E-Tretroller.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt:Vom Radbügel bis zur barrierefreien Bushaltestelle – die Verkehrswende zeigt sich nicht nur in großen Projekten, sie steckt auch in vielen Details. Unser Ziel ist es, baulich dafür zu sorgen, dass Wege sicherer werden, möglichst viele Hürden verschwinden und attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr entstehen. Jede neue Markierung, jeder zusätzliche Fahrradstellplatz und jede barrierefreie Haltestelle macht München ein Stück sicherer, barriereärmer und komfortabler. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer*innen – unabhängig davon, wie sie sich gerade fortbewegen.

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt:Die Verkehrswende in München kommt Schritt für Schritt voran – kleine Maßnahmen, wie Abstellflächen für Mikromobilitätsangebote oder Markierungen in Fahrradstraßen, sind dabei genauso wichtig wie große Projekte, bei denen der Raum in Straßenzügen neu aufgeteilt wird.

In den vergangenen zwölf Monaten hat das Baureferat rund 1.500 neue Fahrradabstellplätze an 66 Standorten errichtet, einige davon an besonders stark frequentierten Orten. So gibt es etwa am Ostbahnhof 52 zusätzliche Stellplätze. Nahe des neuen Radwegs in der Zeppelinstraße in der Au sind 40 neue Abstellmöglichkeiten entstanden. Am Gotzinger Platz in Sendling hat das Baureferat zusätzlich zwölf Stellplätze für Lastenräder eingerichtet.

Um Radfahrende besser zu schützen, wurden an 75 Verkehrsknotenpunkten Fahrbahnen rot markiert. Diese optische Hervorhebung sorgt beispielsweise am vielbefahrenen Oskar-von-Miller-Ring für mehr Sicherheit.

Die Zahl der beschilderten und markierten Fahrradstraßen in München ist im Jahr 2025 erstmals auf mehr als 100 geklettert. Groß dimensionierte Boden-Piktogramme und Markierungen auf der Fahrbahn heben den Vorrang für den Radverkehr deutlich hervor. Zu den neu markierten Abschnitten gehören wichtige Verbindungen wie beispielsweise die Königinstraße am Englischen Garten, die Route Am Isarkanal und die Hachinger-Bach-Straße.

Doch auch der Fußverkehr, ÖPNV-Nutzende und das Sharing-Angebot profitieren von der Detailarbeit im Straßenraum. So wurden im Jahr 2025 rund zehn neue Zebrastreifen markiert, die das Queren von Fahrbahnen sicherer machen. Weitere 68 bereits bestehende Zebrastreifen wurden neu markiert. Dabei geht es insbesondere um die Sicherheit von Schulkindern und von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen – ob in der Allacher Straße im Westen, der Kieferngartenstraße im Norden oder der Ruppertstraße im Stadtbezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Im Rahmen des Programms „Barrierefreie Bushaltestellen“ hat das Baureferat letztes Jahr an vier zusätzlichen Haltepunkten einen stufenlosen Einstieg ermöglicht. Fertiggestellt sind unter anderem die Haltestellen Johann-Clanze-Straße in Sendling-Westpark und die Schäftlarnstraße beim Gasteig HP8. Der barrierefreie Umbau ermöglicht Fahrgästen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen eine komfortable, selbstbestimmte Nutzung der Busse.

Zudem wurde das Mobilitätsprinzip „Teilen statt Besitzen“ weiter auf die Straße gebracht: In 20 Straßen hat das Baureferat neue Carsharing-Parkplätze markiert, unter anderem in der Hohenzollernstraße, der Thalkirchner Straße oder der Arcisstraße.