Hauptbahnhof: Fußspuren weisen den Weg in die Innenstadt
Die Taskforce Bahnhofsviertel hat damit begonnen, ein neues Leitsystem auf den Gehweg aufzubringen. Es zeigt den schnellsten Fußweg in die City.
Verschiedene Routen über Arnulf-, Bayer- und Schützenstraße
Die Taskforce Bahnhofsviertel hat ein neues Projekt auf den Weg gebracht – im wahrsten Sinne des Wortes. Gelbe Fußspuren auf dem Boden weisen künftig vom Hauptbahnhof über Arnulf-, Bayer- und Schützenstraße in die Innenstadt. Das Baureferat hat in dieser Woche damit begonnen, das neue Leitsystem auf den Gehwegen aufzubringen. Es erleichtert Ortsfremden, trotz der aktuellen Bauarbeiten und geänderten Wegeführung rund um den Bahnhof, den Fußweg in die Innenstadt zu finden und belebt dadurch das Viertel.
Eine Route mit dem Zusatz „City“ führt vom nördlichen Ausgang über die Arnulf- und Schützenstraße zum Stachus. Vom südlichen Ausgang lotsen die Fußspuren über die Bayerstraße ebenfalls zum Stachus. Geplant ist außerdem eine Route vom südlichen Ausgang in Richtung Goethestraße.
Die Taskforce Bahnhofsviertel unter Leitung des Kreisverwaltungsreferats bringt städtische Referate, Polizei, Deutsche Bahn und Anlieger*innen zusammen. Gemeinsam arbeiten sie daran, das Bahnhofsviertel sicherer, sauberer und lebenswerter zu machen. Weitere Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr folgen. Geplant ist im Rahmen des Pilotprojekts Goethestraße unter anderem, dem Fuß- und Radverkehr mehr Platz zu geben, Lieferzonen und zusätzliche Fahrradabstellanlagen einzurichten, Raum für Freischankflächen und Schanigärten zu schaffen sowie mobile Bäume aufzustellen. Zwischen Bayer- und Landwehrstraße gilt bereits Tempo 20.
Mona Fuchs, 2. Bürgermeisterin: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Bahnhofsviertel sicherer, schöner und lebenswerter machen. Gerade rund um den Hauptbahnhof gibt es durch Baustellen und Leerstände aktuell viele Herausforderungen. Das sehen wir und wir packen sie an. Mit der Taskforce setzen wir nach und nach konkrete Verbesserungen um. Die neuen Fußspuren sind ein sichtbares Beispiel: Sie helfen dabei, schnell und unkompliziert den Weg in die Innenstadt zu finden. Und es geht weiter, zum Beispiel in der Goethestraße. Dort wollen wir künftig das Straßenbild verbessern, indem wir unter anderem mehr Platz für Schanigärten und Freischankflächen schaffen, mobile Bäume aufstellen und den Fuß- und Radverkehr neu ordnen. So machen wir das Viertel Stück für Stück zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält.“
Dr. Hanna Sammüller, Kreisverwaltungsreferentin: „Wer gerade am Hauptbahnhof ankommt, soll sich schnell zurechtfinden. Die Fußspuren helfen dabei, unkompliziert den Weg in die Innenstadt zu finden. Ich freue mich, dass wir damit eine kreative Idee aus der Taskforce umsetzen, die die Aufenthaltsqualität im Viertel verbessert.“
Stefan Reisinger, Abteilungsleiter Straßenplanung und -bau im Baureferat: „Die gelben Fußspuren machen die Wegeführung auf einen Blick verständlich. Der städtische Beraterkreis für Barrierefreies Planen und Bauen hat dem leuchtenden Gelbton zugestimmt. So sind die Piktogramme für Menschen mit und ohne Sehbehinderung gut erkennbar. Ich danke den Kolleg*innen der Straßenmarkierung für die schnelle Umsetzung der Maßnahme.“