Stadt ruft zum Wassersparen auf

OB Dominik Krause hat eine Taskforce einberufen, die Maßnahmen zum Wassersparen koordinieren soll.

30. Juni 2026

Wasserpegel auf Tiefstand

Stadt München ergreift Notmaßnahmen und ruft zum Wassersparen auf

Die Rekordhitze der vergangenen Tage hat zu einem außergewöhnlich hohen Trinkwasserverbrauch in München und in den mitversorgten Umlandgemeinden gesorgt. Noch immer wird mehr Wasser verbraucht als gewöhnlich. Verschärfend kommt hinzu, dass durch historisch niedrige Niederschläge im Frühling dieses Jahres die Grundwasserneubildung und infolgedessen die Wasserentnahme in den Wassergewinnungsgebieten der Stadtwerke München deutlich reduziert ist. Die Entnahmekapazitäten sind nahezu ausgeschöpft. Für die Grundwasserneubildung sind die Niederschläge der vergangenen Tage nach Angaben der Stadtwerke München (SWM) nahezu unerheblich.

Oberbürgermeister Dominik Krause hat deshalb eine Taskforce einberufen, die Maßnahmen zum Wassersparen koordinieren soll. Diese werden im Bedarfsfall mit der Regierung von Oberbayern, den betroffenen Umland-Kommunen und Landkreisen abgestimmt.

Oberbürgermeister Dominik Krause: „Wir haben eine seit den frühen 1970er Jahren nicht dagewesene Ausnahmesituation. Der durch die langanhaltende Hitze deutlich gestiegene Wasserbedarf bringt das Versorgungssystem der Stadtwerke München an seine Grenzen. Wir werden deshalb als Stadt unverzüglich Maßnahmen zum Wassersparen ergreifen. Diese werden in einer Taskforce unter meiner Leitung koordiniert. Niemand muss sich Sorgen machen: Die Trinkwasserversorgung in München ist aktuell gesichert. Ich bitte alle Münchnerinnen und Münchner mitzuhelfen beim Wassersparen. Jeder Liter, der nicht verbraucht wird, hilft, die Situation zu entschärfen. Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel. Lassen Sie uns in dieser Situation besonders sorgsam damit umgehen. Sollte der Wasserverbrauch nicht sinken, werden wir weitergehende Maßnahmen ergreifen müssen.“ 

Die Landeshauptstadt geht mit gutem Beispiel voran und hat bereits folgende Wassersparmaßnahmen im eigenen Wirkungskreis identifiziert:

  • Selbstverständlich werden alle städtischen Beschäftigten durch interne Aufrufe angehalten, Wasser zu sparen.
  • Zehn der 150 Zierbrunnen, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten zu den Spitzenverbrauchern zählen, werden innerhalb von 1 bis 2 Werktagen abgeschaltet. Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein. Zusätzlich wird sukzessive bei 56 Brunnen mit Zeitschaltuhr die Betriebszeit von 14 auf 10 Stunden täglich reduziert (neue Laufzeit: von 10 bis 20 Uhr), um die Brunnen während der heißesten Tageszeiten zur Abkühlung der Menschen in Betrieb zu halten und gleichzeitig den Wasserverbrauch um weitere rund 30 Prozent zu senken. 

    Brunnen, die abgeschaltet werden:
    Fischbrunnen (Marienplatz)
    Neptunbrunnen (Alter Bot. Garten)
    Küchengarten/Wasserdüsen (Petuelpark)
    Mutter mit Kind (Reindl-/Saherstraße)
    Kaskaden (Münchner Freiheit)
    Ceresbrunnen (Thierschplatz)
    Arthur-Kutscher-Brunnen (Arthur-Kutscher-Platz)
    Hubertusbrunnen (Waisenhausstraße)
    Dorfbrunnen/Giglbrunnen (ltostraße/Giglweg)
    Reiherbrunnen (Regerplatz)
  • Reduzierung bzw. Einstellung der Bewässerung der städtischen Grün- und Außenanlagen.
  • Reduzierung des Wasserverbrauchs bei der Bewässerung der städtischen Sportflächen.
  • Reduzierung des Wasserverbrauchs der Schulschwimmbäder auf ein Minimum.
  • Aussetzen der Fensterreinigung in städtischen Gebäuden.
  • Temporärer Verzicht auf das Waschen des städtischen Fuhrparks einschließlich Reduzierung der Reinigung der Einsatzdienstfahrzeuge der Feuerwehr.
  • Reduzierung von wasserintensiven Übungen seitens der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr auf das notwendige Minimum.

Tipps der Stadtwerke München und der Landeshauptstadt München zum Wassersparen:

Im Rahmen ihres täglichen Gebrauchs können alle Münchnerinnen und Münchner einen Beitrag leisten, die Belastung für das Trinkwassersystem zu reduzieren. So sollte insbesondere auf das Bewässern von Gärten und Rasenflächen sowie auf das Befüllen von Pools und Planschbecken verzichtet werden. Ebenso sollte das Autowaschen verschoben werden. Grundsätzlich gilt auch: Lieber duschen als baden – denn das verbraucht statt etwa 150 Liter nur 30 bis 50 Liter Wasser. Und während des Zähneputzens oder Einseifens hilft es, das Wasser abzudrehen – denn in nur drei Minuten verschwinden rund 20 Liter Wasser im Ausguss.

Allgemeine Infos und Tipps zum Wassersparen gibt es unter rethink-muenchen.de/wasser und auf der Website der SWM unter www.swm.de/wasser-sparen.