Kommunalwahlen 2026: Wissenswertes zum Wahltag

Von Briefwahl bis Ergebnisveröffentlichung: Die wichtigsten Zahlen, Termine und Hinweise zum 8. März im Überblick.

25. Februar 2026

Zahlen, Fristen und Abläufe rund um den 8. März

Am Sonntag, 8. März 2026, sind 1.097.098 Wahlberechtigte (Stand: 25. Februar 2026), darunter 178.643 Unionsbürger*innen, aufgerufen, Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister, den Stadtrat und die 25 Bezirksausschüsse zu wählen. Dafür stehen 27 verschiedene Stimmzettel zur Verfügung: Die Wahl der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters erfolgt auf einem gelben Stimmzettel mit einer Stimme. Die Stadtratswahl wird auf einem grünen Stimmzettel mit 80 Stimmen durchgeführt. Für die 25 Bezirksausschüsse können auf weißen Stimmzetteln zwischen 19 und 45 Stimmen vergeben werden. Musterstimmzettel für alle Wahlen sind unter www.muenchen.de/kommunalwahl abrufbar. Die Auszählung der Stimmen erfolgt über zwei Tage, am 8. und 9. März 2026.

Wahlvorschläge

Für die OB-Wahl wurden insgesamt 15 Wahlvorschläge eingereicht, von denen 13 zugelassen wurden. Bei der Stadtratswahl gab es 20 eingereichte Vorschläge, zugelassen wurden 14 davon. Für die Wahl der Bezirksausschüsse wurden 176 Vorschläge eingereicht und 172 zugelassen.

Briefwahl

Briefwahlunterlagen können online unter www.briefwahl-muenchen.de noch bis Montag, 2. März 2026, um 11 Uhr beantragt werden. Wer die Briefwahlunterlagen persönlich abholen möchte, hat dazu bis Freitag, 6. März 2026, um 15 Uhr im Kreisverwaltungsreferat und in den fünf Bezirksinspektionen Gelegenheit. Anträge auf Ersatzunterlagen können ebenfalls bis Freitag, 6. März 2026, in den fünf Bezirksinspektionen und bis Samstag, 7. März 2026, um 12 Uhr im Kreisverwaltungsreferat gestellt werden. Eine Übersicht über alle Ausgabestellen bietet die Website www.muenchen.de/ausgabestellen-briefwahl.

Wahlbriefe an das Wahlamt müssen spätestens am Mittwoch, 4. März 2026, in einen Briefkasten der Deutschen Post geworfen werden. Bis Sonntag, 8. März 2026, um 18 Uhr können Wahlbriefe persönlich in die Behördenbriefkästen am KVR und am Rathaus sowie an den Sonderabgabestellen (nur am Wahlsonntag) eingeworfen werden.

Spontan erkrankte Wahlberechtigte können am Wahlsonntag, 8. März, bis 15 Uhr Briefwahlunterlagen im Kreisverwaltungsreferat abholen lassen. Vorzulegen sind ein ärztliches Attest, eine Vollmacht und ein Ausweis der bevollmächtigten Person.

Bis heute wurden 340.092 Anträge auf Briefwahlunterlagen gestellt, davon 306.424 online, von den Online-Anträgen 229.226 mit QR-Code. Die übrigen Anträge sind per Post oder im Parteiverkehr eingegangen. Aktuell ist der Anteil der Briefwähler*innen größer als am elften Tag vor den Kommunalwahlen 2020 in München, als insgesamt 330.034 Briefwahlunterlagen ausgestellt wurden. Die Briefwahlauszählung findet an zwei Standorten statt: MOC (Freimann) und Messe München (Riem).

Wählen im Wahlraum

Die Wahlräume sind am Sonntag, 8. März 2026, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Insgesamt stehen 686 Wahlräume für die Stimmbezirke an 240 Standorten im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung, wobei über 84 Prozent der Wahlräume (581 Stimmbezirke) vollständig barrierefrei sind. Informationen zur Barrierefreiheit des jeweiligen Wahlraums sind unter www.muenchen.de/wahl-barrierefrei verfügbar.

Wahlberechtigte sollten ihre Wahlbenachrichtigung und einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringen. Wer die Wahlbenachrichtigung verloren hat, kann den Wahlraum unter www.muenchen.de/wahlraumfinder suchen und mit einem amtlichen Lichtbildausweis wählen.

Wer trotz beantragter Briefwahl im Wahlraum wählen möchte, muss den Wahlschein aus den Briefwahlunterlagen entnehmen und mit diesem sowie einem Ausweisdokument in einen beliebigen Wahlraum im eigenen Stadtbezirk gehen.

Wahlhelfende und städtische Unterstützer*innen

Rund 14.000 ehrenamtliche Wahlhelfende werden am 8. und 9. März im Einsatz sein. Alle Wahl- und Briefwahlvorstände bestehen aus jeweils zehn Personen. 130 Trainer*innen bereiten sie in 780 Schulungen (565 in Präsenz und 215 in Webinaren) auf ihren Einsatz vor. Außerdem arbeiten am 8. und 9. März etwa 350 städtischen Mitarbeitende im Wahlamt und bei it@M, in der Wahlhotline, bei der Briefwahlauszählung, in den Bezirksinspektionen und bei der Ergebnisermittlung.

Veröffentlichung der Wahlergebnisse

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen werden auf der Website www.wahlen-muenchen.de veröffentlicht. Am Wahlsonntag, 8. März 2026, sind der Stand der Wahlbeteiligung von ca. 9.30 bis 17.30 Uhr abrufbar. Mit ersten validen Ergebnissen zur OB-Wahl kann voraussichtlich ab 19.30 Uhr gerechnet werden. Trendmeldungen zur Stadtratswahl, einschließlich der voraussichtlichen Sitzverteilung, werden nach Eingang der Ergebnisse ab ca. 21 Uhr präsentiert.

Vorläufige Auszählungsergebnisse der Stadtratswahl nach Bewerber*innen sind am Montag, 9. März 2026, ab 17 Uhr abrufbar. Geprüfte vorläufige Auszählungsergebnisse sind am Mittwoch, 11. März 2026, abends online. Die geprüften vorläufigen Auszählungsergebnisse der Bezirksausschusswahlen werden am Freitag, 13. März 2026, veröffentlicht.

Die Feststellung der Wahlergebnisse erfolgt in den öffentlichen Wahlausschüssen. Im Anschluss an die Sitzung erfolgt die Veröffentlichung der amtlichen Wahlergebnisse. Die Sitzungstermine der Wahlausschüsse sind wie folgt:

  • OB-Wahl: Dienstag, 10. März 2026, 8 Uhr (Entscheidung über eine mögliche Stichwahl)
  • Stadtratswahl: Donnerstag, 19. März 2026, 9 Uhr
  • Bezirksausschusswahlen sowie Ergebnis einer möglichen OB-Stichwahl: Donnerstag, 26. März 2026, 9 Uhr

Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller: „München ist auf die Kommunalwahlen gut vorbereitet. Wir haben mehr als 14.000 Freiwillige gefunden, die uns als Wahlhelfende unterstützen und können auf ein erfahrenes Team städtischer Mitarbeitender zählen. Bereits jetzt haben wir mehr Briefwahlunterlagen ausgestellt als 2020 bis zum Wahltag und mehr als 84 Prozent unserer Wahlräume sind barrierefrei zugänglich.“

Pilotprojekt Wahllokalerfassungssystem

Erstmals wird bei den Kommunalwahlen ein neues technisches Auszählsystem getestet. Die Landeshauptstadt München startet einen Proof of Concept (PoC) zur IT-unterstützten Erfassung von Stimmzetteln. In 23 der insgesamt 690 Briefwahlbezirken wird im MOC eine neue technische Lösung zur digitalen Erfassung der Stimmen erprobt.

Für den systematischen Vergleich zwischen manueller und IT-unterstützter Auszählung wird der Stadtbezirk 19 Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln aufgeteilt. Ziel des Projekts ist es, die Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit der Stimmenauswertung zu erhöhen, den zeitlichen Aufwand für die Auszählung zu reduzieren und perspektivisch auch den Bedarf an Wahlhelfenden zu senken. Gleichzeitig wird die Praxistauglichkeit des Systems unter realen Wahlbedingungen geprüft.

In jedem der 23 ausgewählten Briefwahlbezirke werden am Wahlsonntag und am Montag jeweils drei zusätzliche Arbeitsplätze eingerichtet, an denen parallel zur regulären Auszählung die Stimmzettel zur Stadtratswahl digital erfasst werden. Am Montag nach der Wahl folgt das gleiche Verfahren bei der Wahl des Bezirksausschusses. Die zusätzliche technische Ausstattung wird von it@M bereitgestellt, das das Kreisverwaltungsreferat in allen Phasen des Proof of Concept intensiv begleitet und – wie bei jeder Wahl – umfassend unterstützt.

Die Evaluierung des Proof of Concept erfolgt nach der Wahl. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, könnte die neue Erfassungsmethode zunächst bei der kommenden Migrationsbeiratswahl und perspektivisch auch bei zukünftigen Stadtratswahlen eingesetzt und vollständig in die städtischen Standards sowie das reguläre Wahlverfahren integriert werden.

IT-Referentin Dr. Laura Dornheim: „Wahlen sind fundamental wichtig für unsere Demokratie. Rein digitale Wahlen sind in Deutschland rechtlich ausgeschlossen, aus dem einfachen Grund, dass sie zu leicht zu manipulieren sind. Rund um das Kreuz auf dem Papier spielt Digitalisierung aber schon heute eine große Rolle und als IT-Referentin freue ich mich sehr, dass wir bei diesen Kommunalwahlen eine Software erproben, die das Auszählen einfacher und schneller machen könnte.“

Hilfe bei Fragen

Für Fragen steht der KI-gesteuerte Chatbot des Wahlamts unter www.muenchen.de/kommunalwahl zur Verfügung. Mitarbeitende sind telefonisch an der Wahlhotline unter 089/233-96233 oder per E-Mail an wahlamt.kvr@muenchen.de erreichbar.