Neues aus der Münchner Abfallwirtschaft
Mit der Gelben Tonne ins neue Jahr | Mülltrennung spart Geld | Wertstoffhof plus für höhere Kapazitäten und mehr Komfort
Mit der Gelben Tonne ins neue Jahr
Am 1. Januar ist es so weit: In der Stadt München wird die Gelbe Tonne eingeführt. Diese steht ab nächstem Jahr neben der Bio-, Papier- und Restmülltonne vor dem Haus oder auf dem jeweiligen Grundstück. Der Vorteil: Leichtverpackungen müssen dann nicht mehr zu den Wertstoffinseln gebracht werden.
Grund für die Einführung des neuen Systems Gelbe Tonne sind die Mengen an Leichtverpackungen, die die Bürger*innen bislang an den Wertstoffinseln in die Container eingeworfen haben: Sie sind im bundesweiten Vergleich viel zu gering.
Daher hatte der Stadtrat 2022 beschlossen, andere Systeme zu testen. Das wissenschaftlich begleitete Pilotprojekt kam zu dem Schluss: Die Gelbe Tonne ist aus Klima-, Kosten- und Platzgründen zu empfehlen.
Im Juli 2025 hat der Stadtrat die Einführung der Gelben Tonne beschlossen; die Stadt beauftragte schließlich die Dualen Systeme, geeignete Entsorger zu finden. Die Dualen Systeme organisieren und finanzieren die haushaltsnahe Sammlung und Verwertung von Verkaufsverpackungen und damit auch das Sammelsystem der Gelben Tonne. Die Kosten für die Abholung und Verwertung sind bereits im Kaufpreis der Produkte enthalten.
Die Dualen Systeme haben nun für München zwei Entsorger unter Vertrag genommen: Das sind für den Münchner Osten Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG und für den Münchner Westen RMG Rohstoffmanagement GmbH. Die beiden Unternehmen verteilen derzeit die Gelben Tonnen und sind zukünftig für den reibungslosen Ablauf zuständig.
Mit dem Projekt hat die Stadt die Weichen gestellt für mehr Ressourcenschutz. Nun sind die Münchner*innen am Zug. Die Tonne steht bereit.
München West
Sendling, Sendling-Westpark, Schwanthalerhöhe, Neuhausen-Nymphenburg, Moosach, Thalkirchen, Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, Hadern, Pasing-Obermenzing, Aubing-Lochhausen- Langwied-Freiham, Allach-Untermenzing, Feldmoching- Hasenbergl, Laim
RMG Rohstoffmanagement
Service-Hotline: 0800-4006005
E-Mail: gelbe-tonne.muenchen@rmg-gmbh.de
München Ost
Altstadt-Lehel, Ludwigvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt, Schwabing-West, Au-Haidhausen, Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann, Bogenhausen, Berg am Laim, Trudering-Riem, Ramersdorf-Perlach, Obergiesing, Fasangarten, Untergiesing-Harlaching
Knettenbrech + Gurdulic Service
Service-Hotline: 0800-5052505
E-Mail: LVP-Muenchen-Ost@knettenbrech-gurdulic.de
Müll getrennt – Geld gespart
Mit nur kleinen Veränderungen im Alltag Großes bewirken
In einer Großstadt wie München fällt eine große Menge an Müll an. Über 520.000 Tonnen allein an Haushaltsabfällen waren es etwa im Jahr 2023. Leider wurde davon über die Hälfte im Restmüll entsorgt. Von diesem Restmüll gehört eigentlich nur ein Drittel in die Restmülltonne. Die anderen zwei Drittel sind wertvoller, da wiederverwertbarer Abfall. Also etwa Biomüll, Kunststoffe, Papier und Pappe oder Altglas.
Den Müll zu trennen und richtig zu entsorgen, bedarf nur kleiner Änderungen im Alltag. Denn ein Großteil des Abfalls kann in einer der drei Tonnen landen, die direkt vor Ort im Müllhäuschen stehen und vom Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) geleert werden. Das sind die graue Restmüll-Tonne, die braune Biomüll- und die blaue Papiermüll-Tonne. Verpackungen aus Kunststoff oder Metall kommen ab Anfang 2027 in die Gelbe Tonne. Und Glas wird weiter an den Wertstoffinseln entsorgt, die in der Regel nur unweit von zuhause zu finden sind. Für Sperrmüll und weitere Wertstoffe stehen stadtweit zwölf Wertstoffhöfe bereit.
Wer seinen Müll entsprechend entsorgt, schont nicht nur seinen Geldbeutel, weil er weniger für den Restmüll zahlen muss. Er trägt auch dazu bei, dass Wiederverwertbares nicht ungenutzt in der Müllverbrennung landet.
So geht Biomüll
36,5 Prozent des Restmülls waren 2023 Bioabfall. Das ist viel zu viel wertvoller Abfall, der nicht wiederverwertet werden kann. Küchen- und Gartenabfälle sollten daher in der braunen Biotonne entsorgt werden.
Das hier kann rein: Gemüse-, Salat- und Obstreste, Fleisch- und Fischreste, Kartoffel-, Eier-, Nuss- und Obstschalen, Brot und Backwaren, Kaffeesatz, Kaffeefilter, Kaffeepads, Blumen und Pflanzen (ohne Topf), Blumenerde (kleine Mengen) sowie Laub, Gras, Baum- und Strauchschnitt. Auch Zeitungs- und Küchenpapier in kleinen Mengen kann in den Biomüll, um Feuchtigkeit aufzusaugen.
Wichtig ist: Keine Plastiktüten in die Biotonne! Auch keine sogenannten kompostierbaren Plastik-Biobeutel, denn deren Abbau dauert viel zu lange. Hundekot, Katzen- und Kleintierstreu haben ebenfalls nichts im Bioabfall zu suchen.
Für ganz besonderen Müll: Wertstoffhöfe
Höhere Kapazitäten und mehr Komfort – das bietet der neue Wertstoffhof plus an der Truderinger Straße 2a. Es ist der dritte, den der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) eröffnet hat. Insgesamt gibt es zwölf Wertstoffhöfe, die über die Stadt verteilt sind.
Die Münchner*innen können dort sperrige Abfälle, Problemstoffe und Grünschnitt in haushaltsüblicher Menge kostenlos abgeben. Größere Mengen und bestimmte Abfälle wie etwa Bauschutt können gegen Gebühr an die Wertstoffhöfe plus gebracht werden.
Neben dem neuen Wertstoffhof plus in Steinhausen gibt es noch einen in Freimann und einen in Langwied. Sie haben nicht nur höhere Kapazitäten, sie verfügen beispielsweise auch über abgesenkte Container, die die Entsorgung erleichtern, oder Fahrzeugwaagen zur schnelleren Abfallberechnung.
Außerdem können in allen Wertstoffhöfen gut erhaltene Gegenstände abgegeben werden, die im Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 ein zweites Leben erhalten. Denn auch hier gilt das Motto des AWM: Wiederverwenden ist besser als wegwerfen.
Die Stadt informiert
"Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 27. Oktober 2026.