150 Jahre Straßenbahn im Wandel
Die MVG feiert mit historischen Fahrzeugen und einem Tag der offenen Tür vom 17. bis 18. Oktober.
Jubiläumswochenende 150 Jahre Tram
Am 21. Oktober 1876 nahm die Münchner Tram Fahrt auf. Pferde zogen erstmals sechs Wagen auf Schienen. Die 2,8 Kilometer lange Strecke verlief vom Promenadeplatz über Karlsplatz und Centralbahnhof bis zur Stadtgrenze in der Nymphenburger Straße.
1895 wurde die Tram elektrifiziert, 1907 übernahm die Stadt selbst den Betrieb. Heute besteht das Tramnetz aus 173 Haltestellen auf 82 Streckenkilometern.
Das 150-jährige Jubiläum feiert die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schon das ganze Jahr. Highlight ist das kommende Jubiläumswochenende. Am Samstag, 17. Oktober, können dabei die Münchner*innen historische Trambahnen und Busse wie auch einen modernen Avenio-Zug in einem Fahrzeug-Korso erleben. Er startet gegen 9.30 Uhr an der Maffeistraße Ecke Theatinerstraße und führt über das Maxmonument und den Max-Weber-Platz bis zum Tram-Betriebshof in der Einsteinstraße.
Das Mitfeiern an der Strecke, gerne auch in historischen Kostümen, ist ausdrücklich erwünscht.
Ab circa 11.30 bis 18 Uhr pendeln dann einige der Fahrzeuge aus der Parade zwischen der Einsteinstraße und dem Sendlinger Tor. Ein Zustieg zu dieser Jubiläumslinie ist an jeder Haltestelle ohne Fahrschein möglich. An den Endhaltestellen gibt es jeweils ein kleines Rahmenprogramm sowie Verpflegung zu familienfreundlichen Preisen.
Schon mal unter eine angehobene Tram geguckt? Oder in einem Fahrerstand gesessen? Am Sonntag,18. Oktober, ist das im Tram-Betriebshof in der Einsteinstraße 148 möglich. Besucher*innen können von 10 bis 17 Uhr Werkstatt und Fahrzeuge begutachten, einiges über die Leitstelle oder die Tramtechnik erfahren und die vielfältigen Berufsgruppen kennenlernen. Außerdem gibt es ein buntes Programm für die ganze Familie. Der Eintritt ist frei.
An verschiedenen Verkaufsstellen der MVG ist auch die Jubiläumsbroschüre mit Geschichten, Bildern und Fundstücken rund um 150 Jahre Tram zu finden sowie ein Flyer zum Programm am Jubiläumswochenende
Leistungsstark und umweltfreundlich
Neue Tramlinien für München: die Westtangente und die Tram Münchner Norden
Die Trambahn ist in Städten das beliebteste öffentliche Verkehrsmittel. Dies belegen Umfragen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Wie in München rollen in ganz Europa Straßenbahnen durch Metropolen und machen das Leben ein bisschen leiser und entspannter.
Die Erfahrung zeigt, dass deutlich mehr Menschen bereit sind, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, wenn auf einer Strecke statt Bussen eine Straßenbahn fährt. Die Stadt München setzt daher auf den Ausbau ihres Tramnetzes.
Ein zentrales Projekt ist die Tram-Westtangente. Über acht Kilometer mit 17 neuen Haltestellen führt sie vom Romanplatz in Nymphenburg über die Fürstenrieder Straße in Laim, durch Sendling-Westpark und Hadern bis zum U-Bahnhof Aidenbachstraße in Obersendling und verknüpft dabei mehrere U-Bahn-, S-Bahn-, Tram- und Buslinien.
Natürlich verursacht der Bau einer derartigen Strecke für den Verkehrsfluss und die Anwohner*innen Beeinträchtigungen. Ist sie aber einmal fertiggestellt – und das soll bereits Ende 2028 der Fall sein – bietet sie wesentliche Vorteile. So ermöglicht die Tram-Westtangente zahlreiche neue Direktverbindungen und macht Umwege über die Innenstadt überflüssig. Laut Verkehrsprognosen entlastet sie damit auch die U-Bahn.
Ein Tramzug kann außerdem so viele Personen befördern wie zwei Gelenkbusse oder 145 Pkw. Damit wird der knappe Straßenraum effektiver genutzt. Und nicht zuletzt ist die Tram-Trasse mit Rasen und Blumenwiesenstreifen bestückt.
Auch im Norden von München, wo immer mehr Menschen unterwegs sind, wird der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut. Die geplante Strecke Tram Münchner Norden ist insgesamt 5,7 Kilometer lang und verläuft mit zwölf neuen Haltestellen von Schwabing Nord durch das neue Stadtviertel Neufreimann bis zum Kieferngarten sowie in Richtung Westen bis zur U-Bahn-Haltestelle Am Hart.
Durch die neue Tramstrecke entstehen hier zusätzlich neue Geh- und Radwegverbindungen von Neufreimann nach Schwabing und in die Innenstadt. So bietet auch diese Strecke einen leistungsstarken und umweltfreundlichen Nahverkehr, der für mehr Lebensqualität in den Stadtteilen sorgen soll.
Mobilitätstraining für Senior*innen in Alten- und Service-Zentren
Mitfahren leicht gemacht
Wenn für ältere Menschen die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Unsicherheit oder gar Ängsten verbunden ist, kann das Mobilitätstraining der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sehr hilfreich sein. Die Schulungen richten sich an alle Senior*innen, die mit U-Bahn, Bus und Tram mobil sein wollen, es sich aber nicht mehr zutrauen, unsicher während der Fahrt sind oder einfach dazulernen wollen.
Im Praxisteil können Teilnehmer*innen etwa in Ruhe das Ein- und Aussteigen in einen Schulungsbus üben oder erfahren, wie sie
in den öffentlichen Verkehrsmitteln sicher mit Rollator oder Rollstuhl manövrieren können. Ein Busfahrer und eine Bewegungstrainerin geben Tipps für eine sichere Fahrt.
Die MVG bietet die kostenlosen Mobilitätstrainings in den Alten- und Service-Zentren (ASZ) sowie in Münchner Senioreneinrichtungen an. Die nächsten Praxiseinheiten finden statt: am 14. Oktober von 14 bis 16 Uhr im ASZ Untergiesing, am 15. Oktober von 13 bis 15 Uhr im ASZ Schwabing West sowie am 16. Oktober von 10 bis 12 Uhr im ASZ Berg am Laim.
Weitere Termine, Ansprechpartner und Informationen zur Anmeldung gibt es auch bei der MVG-Hotline unter der Nummer 0800-344 22 66 00.
Die Stadt informiert
"Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 13. Oktober 2026.