Für Akzeptanz, Gleichstellung und Sichtbarkeit

Die Stadt macht mit beim CSD und setzt ihre im Vorjahr beschlossene LGBTIQ*-Strategie 'Erreichtes bewahren. Bedrohungen entgegentreten. Zukunft gestalten.' um.

23. Juni 2026

Die Stadt macht mit beim CSD

OB Dominik Krause und weitere Personen bei der Parade zum Christopher Street Day 2025
Bethel Fath
Bereits in den vergangenen beiden Jahren hat OB Krause in seiner Funktion als zweiter Bürgermeister die PolitParade mit angeführt.

Auch in diesem Jahr veranstaltet die LGBTIQ*-Community wieder den Christopher Street Day (CSD). Aber nicht nur sie feiert – im vergangenen Jahr waren rund 300.000 Münchner*innen bei dem farbenprächtigen und lebensfrohen Umzug sowie den vielen Festivitäten mit dabei.

Pünktlich zum Start der PrideWeeks hat das Rathaus die Regenbogen-Flaggen gehisst. Aber nicht nur mit diesen Fahnen zeigt die Stadt ihre klare Haltung für Vielfalt, Akzeptanz und Gemeinschaft. Viele Abteilungen und Eigen­betriebe machen mit beim CSD.

  • Am Freitag, 26. Juni, startet das Programm auf der PrideMeile zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Um 16.35 Uhr spricht Oberbürgermeister Dominik Krause als Schirmherr zusammen mit Rosa Liste-Stadtrat Bernd Müller auf der Hauptbühne. Mit Mitmachaktionen und Beratung sind viele städtische Dienststellen und Unter­nehmen wie die SWM oder die München Klinik vor Ort. Auch die Münchenstift ist seit vielen Jahren beim CSD vertreten. In diesem Jahr wird sie – ganz neu – ein LGBTIQ*Senior*innen-Café mit Kaffee und Kuchenbuffet anbieten.
  • Mit dabei sind auch die Koordinierungsstelle zur Gleich­stellung von LGBTIQ* und das Beschäftigtennetzwerk QUEER NET LHM, ebenso die STI-Beratung des Gesundheitsreferats oder das KVR mit dem Team Diversity, dem Standesamt und der Feuerwehr.
  • Die RegenbogenfamilienArea ist am Samstag, 27. Juni, wieder am Frauenplatz anzutreffen. Dort ist die Münchner Stadtbibliothek mit einem Bücherbus und einer Auswahl an diversitätssensiblen Büchern für Groß und Klein vor Ort, ebenso wie das Stadtjugendamt.
  • Ein Höhepunkt der Pride Weeks ist sicherlich die große, bunte und fröhliche PolitParade, mit der die Teil­nehmer*innen für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz auf die Straße gehen. Am Samstag, 27. Juni, geht es um 12 Uhr an der Fraunhoferstraße los. Mit am Start ist nicht nur der QUEER NET LHM-Truck, auch Fahrzeuge der Münchner Wohnen, der Proud@SWM Stadtwerke München, des Netzwerks LGBTQ* in der München Klinik und andere mehr sind mit dabei. Neu in diesem Jahr ist der Inklusionsbus der MVG, der allen Personen die Teilnahme ermöglichen soll, die aus verschiedenen Gründen keine langen Fußwege bewältigen können.
  • Am Abend dann verwandelt sich beim RathausClubbing das Neue Rathaus zum Tanzclub. Ab 22 Uhr wird auf sechs Dancefloors und auf vier verschiedenen Ebenen wie auch unter freiem Himmel im Prunkhof bis fünf Uhr früh getanzt und gefeiert.

Das gesamte Programm ist zu finden unter:

Der Münchner CSD war für mich schon immer etwas Besonderes. Es künftig als Oberbürgermeister zu dürfen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

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OB Dominik Krause Oberbürgermeister Dominik Krause

Bilder

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Sicherheit der Community im Fokus

Seit den 2010er Jahren erleben queere Menschen auch in München wieder zunehmend Hass, Diskriminierung, Gewalt und Anfeindungen. Als Reaktion hat der Stadtrat vergangenes Jahr die LGBTIQ*-Strategie Erreichtes bewahren. Bedrohungen entgegentreten. Zukunft gestalten. beschlossen. Um ins­besondere das Thema Gewalt gegen sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt ins Auge zu fassen, verabschiedete der Stadtrat im gleichen Jahr den LGBTIQ*-Sicherheitsbeschluss Queeres Leben in München – Sicherheit, Schutz, Solidarität.

Der Beschluss dokumentiert bereits umgesetzte Maßnahmen und führt weitere Bausteine ein, die die Sicherheit von LGBTIQ*-Einrichtungen, Personen und Communitys gewährleisten sollen. Außerdem werden das Kooperations­projekt Queerfeindlichkeit und die Kampagne Zeig Flagge. Zeig‘s an! vorgestellt. Das im Jahr 2019 ins Leben gerufene Kooperationsprojekt und die damit verbundene Kampagne haben zum Ziel, über LGBTIQ*-Feindlichkeit zu informieren, das Verhältnis zwischen Community, Polizei und Justiz zu verbessern, für das Thema LGBTIQ* zu sensibilisieren und die Anzeigebereitschaft bei queerfeindlichen Straftaten zu erhöhen.

Das Kooperationsprojekt wird aktiv von der städtischen Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTIQ*, dem Polizeipräsidium München, der bayernweit tätigen Fach-, Beratungs- und Meldestelle Strong! sowie der Generalstaats­anwaltschaft München – Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus – gestaltet.

Oberbürgermeister Dominik Krause: „Ich freue mich sehr über die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und den gemeinsamen Willen, München zu einer Stadt zu machen, in der alle Menschen sicher und frei leben können, zu einer weltoffenen Großstadt mit Herz, in der Demokratie­feindlichkeit und Menschenverachtung keinen Platz haben. Der soziale Frieden ist ein hohes Gut – und wir werden alles dafür tun, ihn zu schützen und zu stärken.“

Die Broschüren zur LGBTIQ*-Strategie und zum LGBTIQ*-Sicherheitsbeschluss kann man unter muenchen.de/lgbti herunterladen. Alle Informationen zur Kampagne gibt es unter: 

Information

Die Stadt informiert

"Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 23. Juni 2026.