Öffentlichkeitsbeteiligung: Gemeinsam die Stadt gestalten

Bestimmen Sie mit bei der Gestaltung unserer Stadt: Beteiligen Sie sich an Diskussionen, bringen Sie Ideen ein und entscheiden Sie bei wichtigen Projekten mit.

Menschen sitzen in einem Workshop und erarbeiten gemeinsam Ideen.
© Michael Nagy, Presseamt

Was bedeutet Öffentlichkeitsbeteiligung?

Öffentlichkeitsbeteiligung – manchmal auch Partizipation genannt – heißt, dass Einwohner*innen aktiv in Entscheidungen und Planungen ihrer Stadt einbezogen werden.
Es geht darum, dass Menschen die Möglichkeit bekommen, sich zu informieren, ihre Meinung einzubringen und auch eigene Ideen zu entwickeln und vorzuschlagen. Wie genau man sich einbringen kann, ist je nach Projekt und Thema unterschiedlich.

Öffentlichkeitsbeteiligung kann es zu vielen verschiedenen Themen geben – zum Beispiel, wenn ein neuer Spielplatz entstehen soll, wenn Straßen umgestaltet werden oder wenn es um Klimaschutz und Mobilität geht.

Die Beteiligung kann in verschiedenen Phasen eines Projekts stattfinden: ganz am Anfang zur Ideensammlung, während der Planung oder auch später bei der Umsetzung und Auswertung.

Warum ist Öffentlichkeitsbeteiligung wichtig?

Durch Öffentlichkeitsbeteiligung werden Planungen und Prozesse transparenter und verständlicher. Beteiligung macht sichtbar, wie Entscheidungen entstehen. Sie schafft Raum für Austausch und gegenseitiges Verständnis zwischen Verwaltung, Stadt und Öffentlichkeit.

Zusätzlich bringt Beteiligung viele weitere Vorteile:

  • Bedarfsgerechte Planung: Wer vor Ort lebt, weiß am besten, was gebraucht wird. Durch Beteiligung können Projekte besser an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst werden.
  • Gestärkter Zusammenhalt: Wenn Menschen mitgestalten, fühlen sie sich stärker mit ihrer Stadt verbunden.
  • Vielfältige Perspektiven: Öffentlichkeitsbeteiligung versucht, auch diejenigen einzubeziehen, die sonst vielleicht nicht gehört werden.
  • Nachhaltige Planung: Wenn die Öffentlichkeit in Planungen einbezogen wird, erhöht das oft die Akzeptanz für eine Entscheidung. Dadurch sind die gefundenen Lösungen meist tragfähiger und langlebiger.

Wie kann man sich beteiligen?

Online-Beteiligung:

Je nach Thema und Projekt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu beteiligen.

Beispielsweise gibt es folgende Wege:

  • Formate auf Online-Plattformen bieten die Möglichkeit, sich unabhängig von Uhrzeit und Ort zu unterschiedlichen Themen zu beteiligen. Auf unser.muenchen finden Sie Online-Beteiligungsangebote zu verschiedenen Projekten.

Öffentlichkeitsbeteiligung vor Ort:

  • Bei Infoveranstaltungen, Workshops, Stadtspaziergängen oder Diskussionsforen können Sie sich einbringen. Eine aktuelle Terminübersicht finden Sie im Beteiligungskalender.

Für Kinder und Jugendliche:

  • Oft gibt es eigene Formate, die speziell auf die Bedürfnisse und Interessen von Kindern oder Jugendlichen ausgerichtet sind. Informationen zu diesen Angeboten finden Sie auf der Seite Öffentlichkeitsbeteiligung im Abschnitt „Kinder- und Jugendbeteiligung“. Sie möchten mehr über das Thema Kinder- und Jugendpartizipation erfahren? Werfen Sie einen Blick auf den Beitrag "Was ist Kinder- und Jugendpartizipation?".

Beispiele für Öffentlichkeitsbeteiligung

Beteiligung kann ganz unterschiedlich aussehen, beispielsweise:

  • Ein Online-Dialog zur Erstellung eines Nahmobilitätskonzepts: Bei der Erstellung eines Nahmobilitätskonzepts für den Stadtbezirk Allach-Untermenzing hat das Mobilitätsreferat die Expertise der Einwohner*innen vor Ort eingeholt: Auf der Beteiligungsplattform unser.muenchen konnten die Teilnehmenden eigene Ideen für die Mobilität in ihrem Viertel einbringen und auf einer Karte markieren und über die Priorisierung von Maßnahmen abstimmen.
  • Ein Workshop zu einem neuen Wegekonzept für die Moosschwaige: Um für die Moosschwaige im Westen Münchens ein neues Konzept zu entwickeln, das Naturschutz und Naturerleben miteinander vereint, setzte das Referat für Klima- und Umweltschutz auf Ideen aus der Öffentlichkeit. Im Rahmen eines Workshops konnten Vertreter*innen von Vereinen, Bürger*inneninitiativen und aus dem Bezirksausschuss verschiedene Optionen zur Wegeführung diskutieren und eigene Vorschläge erarbeiten. Zusätzlich gab einen Online-Dialog, bei dem Ideen gesammelt und abgestimmt wurden.
  • Eine Jugendbeteiligung zur Neugestaltung der Grünfläche „Schmellerwiese“: Die Schmellerwiese im Schlachthofviertel wird besonders von Jugendlichen gerne genutzt und wird neu gestaltet. Um die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen zu erfahren, führte das Baureferat eine Umfrage auf unser.muenchen durch. Hier konnten die Jugendlichen angeben, wofür sie die Schmellerwiese nutzen, wie sie die bisherigen Angebote finden und was sie sich für die Neugestaltung wünschen.