Kommunale Kinder- und Jugendpartizipation in München

Das Rahmenkonzept „Kommunale Kinder- und Jugendpartizipation in München“ bildet eine wichtige Grundlage für die Mitbestimmung junger Münchner*innen.

Rahmenkonzept Kommunale Kinder- und Jugendpartizipation in München
© Landeshauptstadt München

Warum ein Rahmenkonzept?

Beteiligung ist ein Kinderrecht und ein Grundprinzip der UN-Kinderrechtskonvention. Junge Menschen haben ein Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör. Sie haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken. Junge Menschen wissen selbst am besten, wie kinder- und jugendfreundlich ihre Stadt ist. Sie sollen in München ganz konkret mitreden und mitplanen, wenn in ihrem Umfeld, in ihrem Stadtviertel, rund um ihre Schule oder ihre Straße Veränderungen anstehen. Eine alters- und zielgruppengerechte Beteiligung von jungen Menschen auf breiter Basis ist entscheidend, um eigene Demokratieerfahrungen zu ermöglichen.

Am 26.11.2025 verabschiedete der Stadtrat das Rahmenkonzept „Kommunale Kinder- und Jugendpartizipation in München“ und setzt damit ein klares Zeichen für die Mitbestimmung junger Menschen.

Mit der Verabschiedung des Rahmenkonzeptes setzt die Stadt München einen deutlichen Schritt hin zu mehr Mitbestimmung junger Menschen. Ziel ist es, bestehende Beteiligungsangebote zu bündeln, qualitativ zu sichern und allen jungen Münchner*innen verlässliche Wege der Mitgestaltung zu eröffnen.

Wesentliche Inhalte des Konzeptes

Das Rahmenkonzept bildet eine visionäre Grundlage für die Weiterentwicklung der kommunalen Kinder- und Jugendpartizipation in unserer Stadt. Es hat mehrere Schwerpunkte:

  • Gemeinsames Partizipationsverständnis: Es wird definiert, was Stadtpolitik, Stadtverwaltung, freie Träger der Kinder- und Jugendarbeit und weitere Akteur*innen unter Kinder- und Jugendbeteiligung verstehen.
  • Rechtliche Grundlagen: Das Konzept bekräftigt, dass junge Menschen ein Recht auf Mitbestimmung haben und zeigt auf, welche Rechtsgrundlagen hierfür gelten.
  • Beteiligungsdimensionen: Es werden die verschiedenen Möglichkeiten beschrieben, wie sich junge Menschen beteiligen können.
  • Qualitätskriterien: Damit Kinder- und Jugendbeteiligung gut funktioniert, für alle jungen Münchner*innen möglich und wirksam ist, werden Qualitätskriterien definiert, die alle Akteur*innen der Münchner Partizipationslandschaft beachten müssen.

Das Konzept bietet zudem auch praktische Lösungen, wie sich junge Menschen flächendeckend – das heißt in allen Stadtteilen und in der ganzen Stadt – aktiv beteiligen können. Darüber hinaus zeigt es, wie Stadtpolitik, Stadtverwaltung, freie Träger der Kinder- und Jugendarbeit und andere wichtige Akteur*innen durch gestärkte Vernetzungsstrukturen transparent und verlässlich zusammenarbeiten können.

Alle Details aus dem Konzept lesen Sie unter Rahmenkonzept Kinder- und Jugendpartizipation.

Was bringt das Konzept für München?

Mit dem Rahmenkonzept legt München die Grundlage für eine dauerhaft verankerte Beteiligungskultur: Junge Menschen sollen ihre Stadt aktiv mitgestalten und erhalten verlässliche Möglichkeiten, ihre Interessen und Ideen einzubringen – sei es bei der Gestaltung von Spiel- und Freizeitflächen, bei Mobilitätsthemen oder bei der Planung von Angeboten für junge Menschen. Damit schafft Beteiligung neue Räume für Demokratie und wird zu einem festen Bestandteil kommunaler Planung. Zudem wird der soziale Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft und eine modernere und lebensnahe Stadtentwicklung gefördert.