So spart München Energie

Welche Beratungs-Angebote es für die Münchner Bürger*innen gibt und wie die Stadtverwaltung hinsichtlich einer drohenden Energieknappheit im Winter Energie spart

Energiesparen

Energiespar-Beratung

Glühbirne

Die Energieberatung der Stadtwerke München hilft Bürger*innen dabei, Energie zu sparen. Sie berät beim Vergleich von Verbrauchsdaten oder zu Förderprogrammen rund um das Thema Modernisieren und Energiesparen.

Im Rahmen der Kampagne „Weniger ist mehr“ stellt das Referat für Klima- und Umweltschutz Tools zur Überprüfung des eigenen Energieverbrauchs bereit und zeigt, wie man Energie sparen kann.

Das Referat für Bildung und Sport hat Energiespartipps speziell für Kitas, Schulen und Sportvereine zusammengestellt.

Die Verbraucherzentrale Bayern gibt Tipps zum Energiesparen und berät zu Preiserhöhungen, Gaspreisbremse und Hilfsmöglichkeiten:

Energiesparaktion

Sofortprämie für besonders Sparsame

Unter dem Motto "Jede kWh zählt!" rufen die Stadtwerke für den Herbst einen Wettbewerb zum Strom und Heizenergie sparen aus. Die Anmeldung ist bis zum 15. Dezember 2022 möglich, es winken Prämien von 50 bis 100 Euro.
Zur Aktion

"Noch wissen wir nicht, wie sich die Stromversorgung in diesem Winter entwickeln wird. Deshalb bereiten wir uns auf Engpässe vor und setzen auch in der Stadtverwaltung zahlreiche Sparmaßnahmen um."

Platzhalter Zitat
Dieter Reiter Oberbürgermeister

Energiespar-Maßnahmen der Stadtverwaltung

Angesichts der drohenden Energieknappheit hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter schon Ende Juli 2022 die städtischen Referate beauftragt, in den Verwaltungsgebäuden kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Energieeinsparung umzusetzen.

  • Um möglichst effektiv Einsparungen realisieren zu können, wurde in den städtischen Büros die Warmwassernutzung eingestellt. Während der Ferien wird die Warmwasserversorgung auch an städtischen Schulen abgestellt, soweit dadurch keine Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche beeinträchtigt werden.
  • Die Raumtemperatur in den Büros wird auf maximal 19 Grad begrenzt, wenig genutzte Räume und Nebenflächen sowie Flure werden nicht mehr beheizt.
  • Daneben werden alle Heizungsanlagen einer gründlichen Wartung unterzogen und – soweit noch nicht erfolgt – ein hydraulischer Abgleich durchgeführt, um die Heizenergie bestmöglich zu nutzen.

  • Die nächtliche Anstrahlung historischer Gebäude, wie etwa des Rathauses, ist ganz entfallen.
  • Die Straßenbeleuchtung wird bereits seit letztem Jahr auf energiesparende LED-Technik umgestellt und das Beleuchtungsniveau auf den Straßen (Hauptstraßen ab 22 Uhr) ist reduziert.
  • Die Weihnachtsbeleuchtung wird 2022 in reduzierter Form stattfinden: Es kommen ausschließlich LED-Leuchtmittel zum Einsatz und die Beleuchtungszeiten werden zudem verkürzt.
  • 48 Prozent aller Ampeln werden – unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit – zu verkehrsschwachen Zeiten abgeschaltet. Über 99 Prozent aller Ampelanlagen werden bereits stromsparend mit LED- oder 10 Volt-Technik betrieben.
  • Die meisten Brunnen werden nachts abgeschaltet, sobald die Sichtbarkeit sowie Funktion und Nutzung der Brunnen nicht gegeben bzw. erforderlich sind.

  • Die städtischen Mitarbeiter*innen werden mit einer Informationskampagne für das Energiesparen geschult.
  • An Schulen und Kitas wird für das Sparprogramm "Fifty-Fifty aktiv" sensibilisiert, das Tipps zur Ressourcenschonung gibt.

  • Ergänzend zu den Energiesparmaßnahmen der Stadtverwaltung entwirft der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) „Energie“ auf gesamtstädtischer Ebene Szenarien, wie im Falle eines Energieengpasses staatliche Vorgaben umgesetzt und Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen für die Münchner Bürger*innen sowie für Wirtschaft und Infrastruktur vorgenommen werden können.
  • Die Stadtwerke München informieren auf ihren Webseiten über die Gasversorgung im Rahmen der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ausgerufenen Alarmstufe im Notfallplan Gas.

Städtische Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen

Steckdose

Kommunaler Stromkostenzuschuss

Seit dem 1. Juli kann der städtische Stromkostenzuschuss in den Sozialbürgerhäusern beantragt werden. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Euro bei Ein- und Zweipersonen­haushalten und bis zu 100 Euro bei Haushalten ab drei Personen. Der Zuschuss wird im Zeitraum von 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 ausgezahlt.

Der Stromkostenzuschuss wird für die Haushaltsenergie gewährt, nicht jedoch für Heizkosten. Diese Einmalzahlung dient damit demselben Zweck wie die Einmalzahlung des Bundestags und kann deshalb nicht an diese Zielgruppe vergeben werden.

Berechtigt sind u.a. Personen, die Wohngeld, auch zusammen mit Kinderzuschlag, erhalten oder deren Einkommen unter der Armutsrisikogrenze oder unter dem Bedarf nach SGBII, SGBXII oder AsylbLG liegt, ohne dass sie diese Leistungen beziehen.

Härtefallfonds

Münchner Haushalte mit geringem Einkommen können sich bei Androhung einer Sperrung des Haushaltsstroms oder der Heizenergie an ihr zuständiges Sozialbürgerhaus bzw. Jobcenter oder die Schuldner- und Insolvenzberatung wenden. Dort wird geprüft, ob es sich um einen sogenannten Härtefall handelt, für den der Härtefallfonds zur Verfügung steht, der aus Stiftungsmitteln des Sozialreferats oder der Wohlfahrtsverbände finanziert wird.

Bei Vorliegen eines Härtefalls wird eine Vergleichsvereinbarung mit den Stadtwerken München (SWM) geschlossen. Einen finanziellen Beitrag leisten dann die SWM, die auf einen Anteil ihrer Forderungen verzichten, der Härtefallfonds sowie die Bürger*innen selbst.

Wärmefonds

In Abstimmung mit dem Sozialreferat haben die SWM zudem einen Wärmefonds mit 20 Millionen Euro für einkommens­schwache Haushalte aufgesetzt. Der Wärmefonds soll Bürger*innen mit geringem Einkommen dabei unterstützen, die gestiegenen Energiekosten besser zu bewältigen und sie vor Energiearmut zu bewahren.

Auf einer in Kürze freigeschalteten Webseite werden die notwendigen Informationen zukünftig mehrsprachig (inkl. Leichter Sprache) zur Verfügung gestellt. Hier sollen die Bürger*innen Orientierung finden, ob, wie und wo eine Beantragung von Mitteln aus dem Wärmefonds möglich ist.

Energetische Beratung und Förderprogramme

Hinweißschild Bauzentrum mit Straßenschild
Referat für Klima- und Umweltschutz - Bauzentrum München

Das Bauzentrum München bietet zu vielen Themen rund um das Wohnen, Bauen und Sanieren kostenfreie halbstündige Beratungen an - auch zu Energieeinsparung und Heiztechnik. Das Bauzentrum veranstaltet zudem Online-Infoabende zu Fassadendämmung, Heizungsanlagen oder Energieerzeugung auf dem eigenen Balkon.

Das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) des Referats für Klima- und Umweltschutz soll Eigentümer*innen sowie Unternehmen zu einer möglichst anspruchsvollen Gebäudesanierung motivieren. Gefördert werden für den Neubau und die energetische Gebäudesanierung Maßnahmen zur Gebäudeeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien.

Für den Notfall vorsorgen

Checkliste des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
BBK

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt auf seiner Webseite Vorsorge- und Verhaltensempfehlungen für verschiedene Notsituationen vom Stromausfall über Feuer bis hin zu Unwettern mit Ratgeber und Checkliste zum Herunterladen.

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