Gesundheitsberichterstattung

Die Gesundheitsberichterstattung (GBE) der Landeshauptstadt München erhebt und analysiert Daten zur gesundheitlichen Lage.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Gesundheitsberichterstattung der Landeshauptstadt München, kurz GBE, erhebt und analysiert Daten zur gesundheitlichen Lage der Münchner Bevölkerung. Dabei betrachtet sie auch soziale Lebensbedingungen und Umwelteinflüsse, die sich auf die Gesundheit auswirken können.

Die Analysen zeigen:

  • wie sich die gesundheitliche Lage in München entwickelt,
  • welche gesundheitlichen Unterschiede es zwischen Bevölkerungsgruppen oder Stadtgebieten gibt,
  • wo es besondere Belastungen gibt und
  • in welchen Bereichen Maßnahmen erforderlich sein können.

Damit schafft die GBE fachliche Grundlagen für Maßnahmen der Gesundheitsförderung, Prävention und gesundheitlichen Versorgung der Stadt. Die GBE bereitet die Ergebnisse verständlich auf und veröffentlicht sie in Gesundheitsberichten.

Gesundheitsberichterstattung (GBE) - Daten für Taten

Die GBE ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe nach Artikel 9 des GDG (Gesundheitsdienstgesetz). Gesundheitsdaten sollen aber nicht nur gesammelt, sondern für konkrete Verbesserungen genutzt werden: Die Analysen der GBE liefern deshalb Fachbereichen, städtischen Referaten und weiteren Beteiligten eine Grundlage, um Maßnahmen bedarfsgerecht zu planen und umzusetzen - ganz nach dem Motto "Daten für Taten".

In der Veröffentlichung "Gute Praxis GBE 2.0" des Robert-Koch-Instituts wird der Auftrag der GBE wie folgt beschrieben: „Gesundheitsberichterstattung beschreibt die gesundheitliche Lage der Bevölkerung, analysiert Problemlagen und zeigt Handlungsbedarfe für die Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention auf. Sie bietet damit eine rationale Grundlage für partizipative Prozesse und gesundheitspolitische Entscheidungen.“

Die GBE in München ist dabei

  • partizipativ, also beteiligungsorientiert,
  • integriert, also fachübergreifend, 
  • und gesundheitsgeografisch, also räumlich, 

ausgerichtet.

Gesundheit wird nicht nur durch die medizinische Versorgung beeinflusst. Auch Wohnen, Bildung, Arbeit, Umwelt, Verkehr und soziale Teilhabe können sich auf die Gesundheit auswirken. Deshalb stellt die GBE ihre Erkenntnisse für unterschiedliche Politik- und Verwaltungsbereiche zur Verfügung. Dieser Ansatz wird als „Health in All Policies“ bezeichnet. Gemeint ist: Gesundheit soll bei Entscheidungen in allen Bereichen mitgedacht werden.

Die kommunale GBE verwendet für ihre Aufgaben vielfältige Datenquellen und Methoden, zum Beispiel

  • vorhandene Gesundheitsindikatoren,

  • amtliche Statistiken,

  • Daten aus weiteren geeigneten Quellen

  • und auch eigene Erhebungen und Analysen.

Gesundheitsindikatoren

Gesundheitsindikatoren sind ausgewählte Kennzahlen, mit denen sich die gesundheitliche Lage der Bevölkerung beschreiben und beobachten lässt. Sie können beispielsweise Entwicklungen, regionale Unterschiede oder besondere Belastungen sichtbar machen.

Gesundheitsberichte München

In ihren Gesundheitsberichten veröffentlicht die Münchner GBE Analysen zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Je nach Umfang und Fragestellung erscheinen sie in unterschiedlichen Berichtsformaten.

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