Bildungskommune München
München ist geförderte Bildungskommune und entwickelt das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement weiter.
Bildung gemeinsam weiterentwickeln
Mit Unterstützung durch die Bildungskommunen-Förderung soll das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement in München gezielt weiterentwickelt werden.
Hierfür wurden – passend zur Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend – vier Teilprojekte entwickelt. Jedes Teilprojekt soll neue Impulse für die Bildungsarbeit in München setzen.
Bereits im Vorgängerprogramm „Lernen vor Ort“ wurden in München wichtige Grundlagen geschaffen, um Bildungsprozesse strategisch auszurichten und Bildungschancen bedarfsorientiert zu stärken.
Seit 1. April 2024 ist München geförderte Kommune im Bundesprogramm „Bildungskommunen“ im Europäischen Sozialfonds Plus.
Die vier Teilprojekte der Bildungskommune
Das Referat für Bildung und Sport entwickelt ein Gesamtkonzept für wirkungsorientiertes Arbeiten – mit klaren Zielen, praxisnahen Tools, einem Beratungsangebot und Raum für Austausch.
Fördermaßnahmen, die der Bildungsgerechtigkeit dienen, sollen von Anfang an wirkungsorientiert geplant, begleitet und umgesetzt werden. Langfristig soll das Teilprojekt zu einer wirkungsorientierten Organisationskultur beitragen.
Die inhaltlichen Themen der wirkungsorientierten Steuerung sind durch die Leitlinie Bildung 2024 (PDF) vorgegeben, die den verbindlichen Rahmen für das kommunale Handlungsfeld Bildung in München darstellt.
Die vom Stadtrat zusammen mit der Leitlinie Bildung 2024 beschlossenen, zehn neuen Leitprojektideen sollen erfolgreich umgesetzt und die mit den einzelnen Leitprojektideen verbundenen Ziele nachweisbar erreicht werden. Die Umsetzung erfolgt von Anfang an wirkungsorientiert. Deshalb besteht eine enge Verknüpfung zum Teilprojekt 1.
Für jede Leitprojektidee wurde eine Arbeitsgruppe geschaffen, die die jeweilige Leitprojektidee gemeinsam weiterentwickelt, steuert und umsetzt. Über Mitarbeiter*innen aus der Verwaltung hinaus arbeiten auch weitere Personen aus der Münchner Bildungslandschaft in den Arbeitsgruppen mit.
Derzeit befinden sich die Leitprojektideen in der Konzeptionsphase. Einige Leitprojektideen haben bereits mit der Umsetzung begonnen. Inhaltlich geht es beispielsweise um Themen wie Bildungsübergänge, Öffnung von Bildungseinrichtungen in den Sozialraum, digitales Lehren und Lernen oder um psychische Gesundheit aller Akteur*innen in der Bildung.
In begrenztem Umfang kann die Umsetzungsarbeit durch das Referat für Bildung und Sport auch finanziell unterstützt werden.
Die Bildungsplattform für Neuzugewanderte soll dazu beitragen, die Bildungschancen der sehr heterogenen Zielgruppe der Neuzugewanderten zu erhöhen – umgesetzt in Form einer digitalen Lösung. Ziel ist die Schaffung eines attraktiven und niederschwelligen digitalen Angebots, das die Zielgruppe der Neuzugewanderten dabei unterstützt, auf einfache Art Bildungsangebote, -anbieter*innen und -ansprechpartner*innen zu finden. Das schnellere Finden von passenden Bildungsangeboten und -informationen soll Zeit sparen, Frustration vermeiden und eine nachhaltige Integration fördern.
Gleichzeitig soll die Fallbearbeitung erleichtert werden, indem im Vorfeld automatisiert abgefragte Informationen zur beratungssuchenden Person (z. B. Anliegen, gesprochene Sprache, benötigte Nachweise und Unterlagen) an die Beratungsstelle weitergegeben werden können. Das schafft mehr Zeit für die inhaltliche Beratung.
Im Rahmen des thematischen Schwerpunkts Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll das Münchner Bildungsmonitoring um ein eigenständiges BNE-Monitoring (im Kontext der BNE VISION 2030) erweitert werden. Ziel des BNE-Monitorings ist es, die Verankerung von BNE in der Münchner Bildungslandschaft zu messen. Erfasst werden daher Entwicklungen hinsichtlich BNE-Bildungsangeboten, BNE-Lernorten und die Annäherung von Bildungseinrichtungen an das Idealbild des Whole-Institution-Approach.
Zusätzlich wird das BNE-Monitoring auch mit der wissenschaftlichen Begleitung der BNE VISION 2030 verzahnt.
BNE VISION 2030: Das Handlungsprogramm wurde 2022 vom Stadtrat beschlossen und umfasst mehr als 300 Maßnahmen. Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung in der gesamten Münchner Bildungslandschaft zu verankern.
Projektorganisation
Die Teilprojekte 1 und 2 sind in der Stabsstelle Strategisches Bildungsmanagement und Monitoring angesiedelt. Die Teilprojekte 3 und 4 werden im Pädagogischen Institut – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement umgesetzt.
Die Projektleitung der Bildungskommune München liegt bei der Stabsstelle Strategisches Bildungsmanagement und Monitoring des Referats für Bildung und Sport.
Kontakt: bildungskommune@muenchen.de
Förderprogramm „Bildungskommunen“
Mit dem Programm „Bildungskommunen“ fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Förderperiode 2021 bis 2027 des Europäischen Sozialfonds Plus die weitere Entwicklung des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements in den Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und damit die Weiterentwicklung von Bildungslandschaften.
Die Förderrichtlinie ist modular aufgebaut und sieht die Bearbeitung von drei Modulen durch die Kommunen vor:
- Datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (Modul 1)
- Vernetzte Bildungslandschaft (Modul 2)
- Thematischer Schwerpunkt (Modul 3)
Förderhinweis
Die Bildungskommune München wird im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.