München und die Region
Stadt und Nachbarkommunen vernetzen sich zu einem gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum.
Stadt und Metropolregion im Zusammenspiel
München und die Region sind ein gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum. Über sechs Millionen Menschen leben in der Metropolregion München – gut ein Viertel von ihnen in der Landeshauptstadt. Sowohl in der Stadt als auch in der Region gibt es attraktive Arbeits-, Bildungs- und Erholungsangebote. Längst finden Wohnen, Arbeiten und Freizeit überall in der Metropolregion statt.
Um die Position der Metropolregion München langfristig zu sichern und als zukunftsfähiger Entwicklungsraum handlungsfähig zu bleiben, werden ein regional abgestimmtes gemeinsames Vorgehen und regionale Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zunehmend wichtiger.
Die Landeshauptstadt München setzt sich für eine koordinierte Siedlungs-, Gewerbe-, Freiraum-, Landschafts- und Mobilitätsentwicklung über vereinbarte interkommunale Verfahren ein. Darüber hinaus vertritt sie ihre Interessen bei Gesetzesänderungen, in Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren. Inhaltlich zuständig ist hierfür die Abteilung Regionales im Referat für Stadtplanung und Bauordnung.
Regionale Wohnungsbaukonferenz
Seit 2014 bietet das Regionale Bündnis für Wohnungsbau und Infrastruktur über kommunale, administrative, fachliche und Partei-Grenzen hinweg einen Dialog über gute Beispiele der kommunalen Daseinsvorsorge und die zukunftsfähige Entwicklung sowie Mehrwerte durch einen regionsweit nachgefragten Wissensaustausch an.
Sichtbarste Plattform des Regionalen Bündnisses für Wohnungsbau und Infrastruktur ist die jährlich stattfindende Regionale Wohnungsbaukonferenz als Austausch- und Projektforum. Mit der Konferenz verfügt die regionale Familie über eine Bühne zum Netzwerken und um ganz konkrete Projekte aufs Gleis zu setzen, die eine effiziente und ressourcenschonende Entwicklung der Region München ermöglichen.
Internationale Bauausstellung IBA-M
Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen mit einer klimagerechten Siedlungs- und Freiraumentwicklung in Einklang bringen – das ist das Ziel der Internationalen Bauausstellung (IBA-M) für die Metropolregion München. Die IBA-M lädt Kommunen und Akteur*innen ein, in einem zehnjährigen Zukunftsprozess zu zeigen, wie das Mobilitätsgeschehen in der Region mit den Werkzeugen der Stadt- und Raumentwicklung positiv beeinflusst werden kann.
Unsere Region im Jahr 2040 - Bild der Region
Auf der Regionalen Wohnungsbaukonferenz 2019 entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam das Zukunftsbild "Schritt für Schritt zur Region 2040". Es skizziert Ideen, Strategien und Vorschläge für die Gestaltung der Region in den Themenbereichen Gesellschaft und Zusammenleben, Arbeit und Wirtschaft, Mobilität und Kommunikation sowie Freizeit und Erholung.
Basierend auf den Inhalten des Bildes der Region 2040 hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung Fachgespräche für engagierte Akteur*innen der Metropolregion München entwickelt. Im Fokus steht, die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken, neue Möglichkeiten gemeinsamer Projekte zu eröffnen und den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer innerhalb der Region zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu betreiben.
Preis für Baukultur
Ein Zeichen für hochwertige Architektur und Stadtentwicklung für die Region München
Die Europäische Metropolregion München e.V. (EMM) lobt turnusmäßig in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Architektenkammer, dem Bayerischen Städtetag, dem Bayerischen Gemeindetag und der Bundesstiftung Baukultur sowie der Landeshauptstadt München den Preis für Baukultur aus. Der Preis zielt darauf ab, beispielgebende Bauprojekte in der Metropolregion München zu identifizieren und zu würdigen.
Interkommunale Vereine und Verbände
Die Landeshauptstadt München als Mitglied in Regionalen Vereinen und Verbänden
Der im Jahre 2008 gegründete Verein „Europäische Metropolregion München e. V.“ ist das überregionale Netzwerk der Metropolregion München. Die Mitgliedschaft ist freiwillig und umfasst aktuell 21 Landkreise und 5 kreisfreie Städte, über 50 kreisangehörige Kommunen, zahlreichen Unternehmen und weiteren Mitgliedern. Der EMM e.V. bietet mit der IBA-Unit eine Möglichkeit für kleinere Kommunen, Vereine und Verbände sowie Unternehmen, sich an der Internationalen Bauausstellung IBA-M zu beteiligen. Ebenso stellt der vom Verein, nach einer Initiative auf der Wohnungsbaukonferenz 2015, ausgerufene Baukulturpreis eine Austauschplattform für gelungene Projekte in den Bereichen Wohnungsbau, öffentliche Bauten und Gewerbeimmobilien dar.
Der Verein besteht aus elf Gemeinden im Raum München Ost und zwei Bezirken der Landeshauptstadt München. Er widmet sich der städte- und gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit und setzt gemeinsame Ziele und Maßnahmen im Raum München Ost um.
Im Juli 2015 haben die Landeshauptstadt München, die Städte Germering und Starnberg sowie die Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Krailling, Neuried und Gauting einen Verein gegründet, um die Handlungsfelder im Raum Münchner Südwest zu koordinieren und zur Umsetzung vorzubereiten. Dabei spielt die Vernetzung der Akteur*innen und die Gewährleistung des Informationstransfers eine wichtige Rolle.
Thematische Schwerpunkte liegen in Siedlungsentwicklung, Mobilität und Freiraum in der Region des Würmtals.
Der RPV umfasst gesetzlich vorgeschrieben alle Kommunen der Planungsregion 14, welche die Landeshauptstadt München, sowie acht benachbarte Landkreise und deren jeweiligen Gemeinden einschließt. Die Aufgabe des Vereins ist die fachübergreifende Koordination der räumlichen Entwicklung des Gebiets, unter anderem durch die Erstellung eines Regionalplans, wie auch durch die Einbeziehung in staatliche Planungsziele und überörtliche Bauvorhaben. Damit soll die Region aktiv unterstützt und eine nachhaltige Zukunft und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in dem Gebiet gefördert werden.
Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München wurde 1950 als kommunaler Zweckverband gegründet. Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 187 Städten, Märkten und Gemeinden, acht Landkreisen und der Landeshauptstadt München. Der PV vertritt kommunale Interessen und engagiert sich für die Zusammenarbeit seiner Mitglieder sowie für eine zukunftsfähige Entwicklung des Wirtschaftsraums München. Hierbei ist er thematisch im Bereich der großräumlichen Entwicklung und daraus resultierenden Planungsaufgaben vertreten.
Der gemeinnützige Verein zur Sicherstellung überörtlicher Erholungsgebiete in den Landkreisen um München e.V., kurz „Erholungsflächenverein“, wurde 1965 gegründet und widmet sich der Schaffung von Erholungsgebieten für die Bevölkerung im Großraum München. Zu den Mitgliedern gehören die Landeshauptstadt München, die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Freising, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg sowie 62 weitere Städte und Gemeinden. Hauptanliegen des Vereins ist die „Erholung in freier Natur“, nicht die Schaffung eines Erlebnis- oder Funparks. Ausbau, Sanierung und Neuschaffung von Erholungsgebieten machen den Hauptteil der Vereinsarbeit aus. Der Verein arbeitet dabei eng mit den Ortskommunen zusammen und betreut nach aktuellem Stand 30 Erholungsgebiete im Großraum München.
„Naturschutz endet nicht an kommunalen Grenzen“ - Unter diesem immer noch aktuellen Leitgedanken wurde der gemeinnützige Verein Dachauer Moos e.V. im Jahr 1995 gegründet. Im Auftrag von elf Kommunen schützt der Verein gemeindeübergreifend und in interkommunaler Zusammenarbeit den Lebensraum und fördert die Artenvielfalt sowie den Klimaschutz im Münchner Nordwesten. Dabei sensibilisiert er für die Besonderheiten und das kulturelle Erbe des Landschaftsraumes und vermittelt ökologische Zusammenhänge. Im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Landschaft geweckt.
Die Mitglieder des 1990 gegründeten Heideflächenvereins verfolgen das Ziel, die charakteristische Heidelandschaft im Münchener Norden zu sichern und zu entwickeln. Rund um das europaweit bedeutsame Naturschutzgebiet „Garchinger Heide“ sollen die Reste der ehemals 15.000 ha großen Heiden erhalten, ausgedehnt und vernetzt werden. Ziele des Natur- und Landschaftsschutzes werden mit den Belangen der Landwirtschaft und der Naherholung abgestimmt. Des Weiteren spielen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle.
Der Isartalverein engagiert sich seit 1902, nach Gründung auf Initiative von Gabriel von Seidl, für den Erhalt der Flusslandschaft im Isartal. Er bietet sinnvolle Konzepte, um das einmalige Erholungsgebiet zu bewahren. Der Isartalverein ist damit die älteste Naturschutzorganisation Bayerns. Der Verein erwirbt Grundstücke im Vereinsgebiet, das von Lenggries im Süden bis in die Landeshauptstadt im Norden reicht, um diese für Biotopvernetzung und -ausbau zu nutzen. Die Pflege und Beschilderung von Wanderwegen im Isartal sowie die nachhaltige Forstwirtschaft sind weitere Aufgaben des Vereins.
Der Zweckverband München West, der mit Unterzeichnung der Satzung am 03. September 2025 gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, in dem etwa 4.900 Hektar großen Verbandsgebiet durch Ankauf und Vorhaltung gemeinsamer Grundstücke eine nachhaltige Entwicklung zu sichern. Mitgliedskommunen sind:
• die Gemeinde Eichenau
• die Stadt Puchheim
• die Große Kreisstadt Germering
• die Landeshauptstadt München
Insbesondere geht es um Flächen für künftige ÖPNV-Trassen, übergeordnete Radwege, Erholungsräume, den Hochwasserschutz sowie zur regenerativen Energieversorgung.
Bei Informationen zu Grundstücken wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Zweckverbandes München West:
Geschäftsleiter: Stefan Diemling
Blumenstraße 28b, 80331 München
E-Mail: zweckverband-mw@muenchen.de
Verbandsvorsitzender: Thomas Hofschuster, Erster Bürgermeister der Stadt Puchheim
Regional- und Landesplanung
Im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit ist die Landeshauptstadt München formal in das mehrstufige bayerische und bundesdeutsche Planungssystem eingebunden. Darüber hinaus gestaltet sie als Mitglied im Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbandes München (RPV) aktiv die räumliche Ordnung und Entwicklung der gesamten Region München mit. Die Abteilung Regionales im Referat für Stadtplanung und Bauordnung stellt hier die Schnittstelle zwischen der kommunalen Bauleitplanung und der bayerischen Landes- und Regionalplanung dar. In dieser Funktion berät sie die stadtinternen Fachstellen zu landes- und regionalplanerischen Fragestellungen und koordiniert dabei die Abstimmung zwischen den zuständigen Planungsträgern und Behörden. Gleichzeitig bringt sie Belange der Landeshauptstadt in laufende Planungs- und Gesetzgebungsprozesse, wie beispielsweise die Fortschreibung des Regionalplans der Region München, des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) oder das Bayerische Landesplanungsgesetz ein.
Trägerbeteiligungen bei der kommunalen Bauleitplanung
Um eine gezielte Trägerbeteiligung der jeweiligen Betroffenen und Zuständigen der Landeshauptstadt München zu gewährleisten, funktioniert die Abteilung „Regionales“ als Schnittstelle für die Kommunen und die Stadtverwaltung zur Sicherstellung des Beteiligungsmanagements der kommunalen Bauleitplanung.
Verfahren in Auslegungen gehen an: plan.regionales@muenchen.de
Region ist Solidarität
Nicht jede Kommune im Ballungsraum München profitiert gleichermaßen von Dynamik und Entwicklung – für manche Gemeinden bringt dies eher Herausforderungen als Vorteile mit sich. Deshalb sollte es einen gerechten Ausgleich von Lasten und Nutzen zwischen den Kommunen geben.
Das Kooperationsprojekt „Region ist Solidarität“ bearbeitete von 2020 bis 2024 Ansätze gemeinschaftlichen und solidarischen Planens von Kommunen in der Region München. Es lieferte wertvolle Erkenntnisse für aktuelle interkommunale Initiativen und Projekte der Landeshauptstadt München und ihrer regionalen Partner*innen.