Mayors for Peace

Seit 2005 gehört die Landeshauptstadt München dem Städtebündnis Mayors for Peace an, das sich der Friedensarbeit verschrieben hat.

Mayors for peace-Beflaggung am Neuen Rathaus

Vitali Klitschko und OB Reiter sagen DANKE

Besuch von Vitali Klitschko, Bürgermeister der Partnerstadt Kyiv, bei OB Dieter Reiter im Februar 2025

Um trotz der verheerenden Drohnen- und Raketenangriffe Russlands die Energieversorgung in Münchens Partnerstadt Kyiv aufrecht zu erhalten, hat der Leiter der Branddirektion, Wolfgang Schäuble, jetzt 15 Generatoren aus Beständen der Feuerwehr an den ukrainischen Generalkonsul Yurii Nykytiuk übergeben. Das ukrainische Generalkonsulat übernimmt den Transport nach Kyiv. In wenigen Wochen sollen weitere Generatoren übergeben werden.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor vier Jahren unterstützt München seine Partnerstadt Kyiv nach Kräften. Jetzt durchlebt und durchleidet die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Das russische Militär zerstört systematisch Umspannwerke, Kraftwerke und Heizkraftwerke, sodass Hunderttausende weder Strom noch Heizung haben.

Besonders hart treffen die brutalen Angriffe dabei Münchens Partnerstadt Kyiv. Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Kyivs Bürgermeister Vitali Klitschko, mit dem ich seit Beginn des verbrecherischen Angriffskriegs in ständigem Austausch stehe, hat sich mit der dringenden Bitte um Generatoren an mich gewandt.

Sein Büroleiter hat mir während eines Besuchs vor wenigen Tagen eindringlich die menschenverachtenden Drohnenangriffe und die äußerst schwierige Lage in Kyiv geschildert. Ich freue mich, dass wir unserer Partnerstadt mit den Generatoren ein wenig helfen können, das Leben der Bevölkerung zu erleichtern. Geholfen haben uns dabei auch die Spenden, die uns nach wie vor aus der Münchner Bevölkerung erreichen. Dafür herzlichen Dank auch im Namen von Vitali Klitschko.“

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Bilder, die zum Frieden mahnen

Blick in die Ausstellung in der Rathausgalerie
Blick in die Ausstellung in der Rathausgalerie

Es gibt Bilder, die werden zu Sedimenten kollektiven Bewusstseins. Dazu gehören die Trümmer zerstörter Städte, die uns mahnen: Nie wieder Krieg! Zu diesen Bildern zählen die Exponate der im Dezember 2025 zu Ende gegangenen Sonderausstellung in der Münchner Rathausgalerie „Stadt in Trümmern. Herbert List und die Ruinenfotografie in München“ mit den Schwarz-weiß-Aufnahmen des Fotografen Herbert List.

Ergänzt wurden diese künstlerischen Impressionen aus der direkten Nachkriegszeit 1945/46 mit Dokumentarmaterial aus kommerziellen Bildpostkarten, privaten Fotoalben und Farbdias der Münchner Bevölkerung. Die vom Stadtmuseum kuratierte Ausstellung zog in nur 23 Tagen etwa 19.000 Besucherinnen und Besucher an.

„Nie wieder Krieg!“ ist ein Wunsch, eine Forderung, die leider immer wieder an menschlicher Realität scheitert. Denn der Krieg ist seit einigen Jahren wieder zurück in Europa. Münchens Partnerstadt Kyiv leidet täglich unter dem russischen Terror. Angesichts dieser menschlichen Abgründe ist diese Forderung aber erst recht aktuell und berechtigt.

OB Dieter Reiter zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe

Anlässlich des Jahrestags des Abwurfs der Atombombe auf Nagasaki (9. August 1945) erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter:
"Die Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki war ein schrecklicher Schlusspunkt des Zweiten Weltkrieges. Anlässlich des 80. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 bekräftige ich als Mitglied der 'Mayors for Peace' die Worte aus dem gemeinsamen Appell des Bürgermeisters von Hiroshima und Präsidenten der Mayors for Peace, Herrn Matsui Kazumi und seines Vizepräsidenten und Bürgermeisters von Nagasaki, Herrn Suzuki Shiro: 'Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine und der Verschärfung der Lage im Nahen Osten durch den Konflikt zwischen Israel und Palästina sowie nach den jüngsten militärischen Schlägen gegen den Iran befindet sich die Welt heute in einer schweren Krise. Diese Regionen leiden weiterhin unter verheerenden Kriegsfolgen, die unzählige Menschenleben fordern. (…) Solche Angriffe und ihre Eskalation haben das Risiko katastrophaler Folgen für die Zivilbevölkerung, ganze Regionen, ja die ganze Welt erheblich erhöht.
Die Anwendung von Gewalt gegen ein Land, die zum Verlust von unschuldigen Zivilisten führt, ist völlig inakzeptabel. Alle politischen Entscheidungsträger*innen müssen die Notwendigkeit erkennen, die Stimmen der Zivilgesellschaft ernst zu nehmen und Probleme mit rationalen und friedlichen diplomatischen Mitteln zu lösen - nicht mit Gewalt.
'"

Ausstellung "Vom Inferno zum Friedenssymbol"

Hiroshima Gemälde nacvh dem Atombombenabwurf
© Hiroshima Peace Memorial Museum
Kunstwerk "Die Längste Nacht in Hiroshima"

Das Museum Fünf Kontinente, Maximilianstraße 42, lädt in Kooperation mit dem Japan-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität und konzipiert vom Friedensgedächtnis-Museum in Hiroshima sowie dem Atombomben-Museum in Nagasaki noch bis 11. Januar 2026 zur Ausstellung „Vom Inferno zum Friedenssymbol. 80 Jahre Hiroshima und Nagasaki“ mit umfangreichem Rahmenprogramm ein. Die Ausstellung erinnert an die Opfer der Atombombenabwürfe und setzt ein Zeichen gegen den Einsatz von Nuklearwaffen.

Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Besucher*innen unter 18 Jahren sowie Schüler*innen ist der Eintritt frei. Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von jeweils 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
Info-Flyer zur Ausstellung liegen auch in der Stadt-Information im Rathaus aus.

Das Plakat zur Ausstellung zeigt das Werk „Die Längste Nacht in Hiroshima“ von Manaka Kawamoto nach Iwao Nakanishi (Foto: Hiroshima Peace Memorial Museum).

OB Reiter spricht zur Wiedereröffnung des NS-Dokuzentrums

"Nie wieder" ist jetzt!

Oberbürgermeisters Dieter Reiter spricht anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes zur Wiedereröffnung des NS-Dokumentationszentrum am 8. Mai 2025.
Zur Rede

Zu den Anliegen von Mayors for Peace:

Oberbürgermeister Dieter Reiter
Oberbürgermeister Dieter Reiter

"Dem Sieg geweiht - vom Krieg zerstört - zum Frieden mahnend"

So steht es in bedeutungsschweren Lettern auf dem Fries des Münchner Siegestors geschrieben – das einzige in Europa, das diese Warnung ausspricht! Es soll die Erinnerung an vergangene Gewalt und das stete Bemühen um ein friedliches Miteinander gegenwärtiger und künftiger Generationen symbolisieren. Als Mitglied der deutschen Sektion der „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) fühle ich mich diesem Auftrag verpflichtet!

Angesichts von weltweit immer noch rund 14.465 Atomwaffen (Stand: Januar 2018, SIPRI Jahrbuch 2018), zunehmender Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag sowie der Gefahr des Schmuggels radioaktiver Spaltmaterialien und atomarer Terroranschläge sollen und müssen auch die Kommunen gemeinsam mit den lokalen Friedensbewegungen ein klares Abrüstungssignal senden. Ich halte daher ein entschiedenes Auftreten der Städte und Gemeinden in ihrem Bestreben für ein friedliches Zusammenleben ohne die Bedrohung (nicht nur) nuklearer Waffen für dringend angezeigt und erforderlich.

Ich hoffe, als Vertreter einer Millionenstadt der kommunalen Solidargemeinschaft der „Mayors for Peace“ ein zusätzliches politisches Gewicht zu verleihen. Ich werde deshalb innerhalb meines Wirkungsbereiches nichts unversucht lassen, entsprechende politische Signale zu setzen.

Als kritische Bürgerinnen und Bürger müssen wir in einem freimütigen und offenen Meinungsaustausch Waffenexporteuren, Aufrüstungsspiralen und neuen Expansionsbestrebungen mit einer klaren Haltung begegnen. Gerade der Stadt München liegt schon aufgrund ihrer eigenen Geschichte sehr viel an einem Krisenmanagement, das kriegerische Auseinandersetzungen verhindert. Die Münchner Bevölkerung hat spätestens in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs erfahren, in welch verheerendem Ausmaß Kriege Städte zerstören und Leid verursachen können.

Zum Frieden mahnend – lassen Sie uns für dieses Ziel gemeinsam und gewaltfrei einstehen!

Dieter Reiter
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München