Pressestelle des Baureferats
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Aktuelle Pressemitteilungen
(15. Oktober 2026) Die Röthlinde am östlichen Ende der Nederlinger Straße in Moosach hat die offizielle Auszeichnung als Nationalerbe-Baum Deutschlands erhalten. Damit gehört sie zu den 100 bedeutendsten Bäumen Deutschlands.
Bürgermeisterin Mona Fuchs, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer und der stellvertretende Referent für Klima- und Umweltschutz, Boris Schwartz, haben am Mittwoch, den 14. Oktober, die Auszeichnung im Rahmen einer kleinen Feier vom Initiator und Leiter des Kuratoriums Nationalerbe-Baum der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft e.V., Prof. Dr. Andreas Roloff, entgegengenommen.
Die Röthlinde ist eine geschätzt 450 Jahre alte Winter-Linde und als Naturdenkmal durch das Bundesnaturschutzgesetz unter Schutz gestellt. Ihr Name erinnert an den Landschaftsmaler Philipp Röth, der sie als sein Lieblingsmotiv bereits 1880 auf einem Bild verewigte. Schon damals war die Linde ein mächtig groß gewachsener Baum.
Mit der Ausweisung als Nationalerbe-Baum unterstützt das Kuratorium Nationalerbe-Baum das Baureferat (Gartenbau) künftig finanziell bei der regelmäßigen Kontrolle, Pflege und Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen. Die Geldmittel stellt dabei die Eva Mayr-Stihl-Stiftung zur Verfügung.
Dazu sagt Bürgermeisterin Mona Fuchs: „Bäume sind so viel mehr als ein Teil unserer Landschaft. Sie spenden Schatten, verbessern das Klima und bieten Lebensraum für unzählige Tiere. Vor allem aber prägen alte Bäume einen Ort und machen ihn besonders. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir die Röthlinde mit den nun möglichen Pflegemaßnahmen erhalten. Ich wünsche mir, dass dieser beeindruckende Baum noch viele Generationen überdauert und Menschen auch in Zukunft an diesem besonderen Ort erfreut.“
(1. Oktober 2026) Der Bauausschuss des Stadtrats hat das Baureferat beauftragt, 30.000 weitere städtischen Leuchten auf LED-Technik umzustellen. Da die konventionellen Leuchtmittel, insbesondere Natriumdampf- und Metalldampfhochdrucklampen, aufgrund ihres Quecksilbergehalts ab 2027 nicht mehr auf dem europäischen Markt produziert oder in die EU eingeführt werden dürfen, ist die Umrüstung auf LED-Technik zwingend erforderlich.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Die Umstellung auf LED-Technik bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Wir reduzieren den Energieverbrauch um mindestens 50 Prozent und verringen die CO2-Emissionen signifikant. Da wir die Beleuchtung zielgerichteter auf die Verkehrsflächen lenken, sinken wir dadurch unerwünschte Lichtimmissionen für angrenzende Wohnungen und naturnahe Räume, was insbesondere Anwohner*innen und nachtaktiven Tieren zugutekommt. In den Bereichen der Straßen, Wege und Grünanalgen hat das Baureferat bereits 24.000 Leuchten auf LED-Technik umgestellt, was einer Energie- und Energiekosteneinsparung einer Leistung von 2.400 MWh jährlich entspricht. Die längere Lebensdauer der LED-Leuchten reduziert auch die Wartungskosten und den Aufwand für den Austausch defekter Lampen.“
Die 30.000 betroffenen Straßenleuchten des nun beschlossenen dritten LED-Austauschprogramms beinhalten 20.000 mastgebundene Leuchten, die überwiegend an den Hauptverkehrsstraßen stehen. Die 10.000 weiteren Seilhängeleuchten, wie sie zum Beispiel in weiten Teilen der Maxvorstadt zu finden sind, beleuchten vor allem bei Straßen mit engen Platzverhältnissen.
Die sich deutlich vor Ablauf der Lebensdauer amortisierende Investition in LED-Technik im Zuge des dritten Austauschprogramms von insgesamt 26,6 Millionen Euro führt dauerhaft zu einer deutlichen Reduzierung der Energiekosten.
Stand der ersten beiden Austauschprogramme
Die Münchner Straßenbeleuchtung umfasst insgesamt 100.000 Leuchtpunkte. Für 70.000 dieser Lichtpunkte existieren bereits zwei LED-Umstellungsprogramme. Das erste Programm konzentriert sich auf die Umrüstung von 48.000 sogenannten Langfeldleuchten, die überwiegend Anliegerstraßen beleuchten. Die Umsetzungsrate des Programms liegt bereits bei 45 Prozent (Stand Juli 2026).
Das zweite Programm umfasst die Umrüstung von 20.000 Gehweg- und Platzleuchten, die hauptsächlich mit Kompaktleuchtstofflampen betrieben werden sowie die Einführung einer sensorbasierten adaptiven Beleuchtung in den Grünanlagen. Diese innovative Technologie ermöglicht eine Anpassung der Lichtintensität an die Präsenz von Fußgänger*innen und Radfahrenden. Dies führt zu einer weiteren Energieeinsparung und reduziert auch die Lichtimmissionen für Flora und Fauna. Besonders in Grünanlagen verringert sich dadurch die Belastung für nachtaktive Tiere wie Fledermäuse oder Nachtfalter, was einen positiven Beitrag zur biologischen Vielfalt in der Stadt leistet. Die Umsetzungsrate des Programms liegt aktuell bei 6 Prozent (Stand Juli 2026).
Bis 2025 hat das Baureferat die Straßentunnel des Mittleren Rings mit ihren insgesamt knapp 20.000 Leuchten vollständig auf LED-Technik umgestellt. Die bestehenden Leuchtengehäuse blieben in einem ressourcenschonenden Ansatz erhalten, indem ihre Einsätze durch moderne LED-Einsätze ersetzt wurden. Auch bei den Straßenunterführungen ist bereits ein Großteil auf energieeffiziente LED-Technologie umgestellt. Es verbleiben noch 80 Unterführungen, die aktuell für eine Umstellung überplant werden.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 15. September 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 26-32 / V 01049).
(30. September 2026) Der Münchner Stadtrat hat das Baureferat beauftragt, die nächsten Planungsschritte für das Koordinierte Bauwerkserhaltungsprogramm Brücken voranzutreiben. Ziel ist es, die Erhaltung und Modernisierung der städtischen Brückeninfrastruktur nachhaltig sicherzustellen.
Die Maßnahmen sind erforderlich, um die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit sowie Nachhaltigkeit der Brücken zu gewährleisten. Aufgrund vertiefter Bauwerksuntersuchungen besteht dringender Sanierungs- bzw. Erneuerungsbedarf bei mehreren Bauwerken, insbesondere bei der Donnersbergerbrücke, der Hängebrücke über der Schenkendorfstraße, der Thalkirchner Brücke und der Hackerbrücke.
Das Baureferat arbeitet in enger Abstimmung mit dem Mobilitätsreferat sowie weiteren Fachreferaten und den beteiligten Behörden, um die Maßnahmen effizient und termingerecht umzusetzen. Die Maßnahmen tragen dazu bei, die Brücken langfristig zu sichern, Ressourcen zu schonen und die städtische Infrastruktur zukunftsfähig zu machen.
Für das Projekt „Neubau der Donnersbergerbrücke“ wurde das Baureferat beauftragt, ein Konzept für einen interdisziplinären Planungswettbewerb gemäß der „Richtlinie für Planungswettbewerbe“ mit externer Verfahrensbetreuung in Abstimmung mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung und dem Mobilitätsreferat sowie im Benehmen mit weiteren zuständigen Referaten zu erarbeiten und dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen. Bereits am Tag der IBA-Projektideen am 2. Dezember 2025, veranstaltet von der IBA-M GmbH, hat das Projekt „Neubau der Donnersbergerbrücke“ aufgrund der inhaltlichen Exzellenz und seiner regionalen Relevanz den IBA-Projektkandidatenstatus erhalten.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Stadtrats vom 30. September 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 26-32 / V 00457) sowie im Beschluss „Koordiniertes Bauwerkserhaltungsprogramm Brücken“ vom 5. Dezember 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 09740).
(25. September 2026) Bürgermeisterin Mona Fuchs, der Vorsitzende des Bezirksausschusses Au-Haidhausen Jörg Spengler und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer haben am 24. September gemeinsam den sanierten Spielplatz am Johannisplatz eröffnet. Zur Eröffnung hat der Bezirksausschuss Au-Haidhausen ein Spielplatzfest organisiert.
Die Neugestaltung des Johannisplatzes in Haidhausen hatte das Baureferat im Juni abgeschlossen. Dabei wurde die ehemals in die Jahre gekommene öffentliche Grünfläche rund um die Kirche St. Johann Baptist komplett erneuert und den aktuellen Anforderungen angepasst. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf einer inklusiven Gestaltung, die allen Generationen gerecht wird.
Bürgermeisterin Mona Fuchs sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir den neuen Spielplatz am Johannisplatz mit dem Spielplatzfest jetzt auch offiziell eröffnet haben. Es ist schön zu sehen, dass er bei den Menschen in Haidhausen größten Anklang findet. Besonders freut mich, dass viele Bereiche barrierefrei gestaltet wurden und der Platz damit wirklich für alle nutzbar ist. Gleichzeitig haben wir mit den zusätzlichen Bäumen und Grünflächen bewusst in die Zukunft investiert. So ist ein moderner, grüner Spiel- und Aufenthaltsort entstanden, der im Alltag für Kinder, Familien und die Nachbarschaft gleichermaßen da ist.“
Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Au-Haidhausen Jörg Spengler sagt: „Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen hat sich seit Anfang der 10er Jahre für eine Modernisierung des Spielplatzes am Johannisplatz eingesetzt. Wir freuen uns sehr, dass der Sanierungsprozess diesen Sommer abgeschlossen wurde. Die Kinder haben sich die neuen Spielgeräte und Anlagen sofort zu eigen gemacht und auch wir im BA finden: Die Neugestaltung ist rundum gelungen und das muss gefeiert werden."
Baureferentin Dr.-lng. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Der Johannisplatz ist ein Herzstück des Quartiers. Wir konnten ihn aufwerten und nutzer*innenorientiert anpassen. Dabei stand das gleichberechtigte Spielen von Jungen und Mädchen sowie das Zusammenspiel von Menschen mit und ohne Behinderung im Vordergrund. Außerdem galt es, die blaue Infrastruktur vor Ort weiterzuentwickeln. Die neue Wasserbaustelle am Rande des bereits vorhandenen Walls ist ein naturnahes Spiel-Highlight für Klein und Groß. In den Sommermonaten sorgt sie für Abkühlung.“
Die Pläne für die Umgestaltung entstanden in engem Austausch mit Kindern und Anwohner*innen im Rahmen von mehreren Beteiligungsveranstaltungen. Zudem holte sich das Baureferat vorab die Zustimmung des Städtischen Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen ein. Da der Johannisplatz im denkmalgeschützten Ensemblebereich liegt, hat das Baureferat für die Sanierungsmaßnahme auch die Erlaubnis nach dem bayerischen Denkmalschutzgesetz eingeholt.
Für größere Kinder stehen nun im Norden der Kirche eine altersgerechte Kletter- und Spielkombination sowie eine Sechseckschaukel zum Spielen bereit. Eine niedrigere Kletter- und Hüttenkombination ergänzt das Spielangebot für die Kleineren. In die Böschungskante des Walls ist eine Wasserbaustelle mit zwei Pumpen, einem rollstuhlgerechtem Wassertisch und einem Wasserlauf mit unterschiedlichen Staumöglichkeiten und attraktivem Spielwert integriert. Die Betonblöcke an der Böschungskante wurden erneuert und erhielten in Teilbereichen Holzauflagen. Bienenfreundliche Strauchgruppen, Findlinge und liegende Baumstämme erweitern das Angebot an Rückzugsmöglichkeiten und bieten Raum für naturnahes Spiel.
Darüber hinaus erneuerte und modifizierte das Baureferat die Asphalt-Fläche des bisherigen Bolzplatzes. Nun gibt es ein Fußballminispielfeld, ein Streetballfeld und eine Multifunktionsfläche mit überdachter Sitzkante. Die Sportflächen können auch in den Wintermonaten dank bedarfsgerechter Beleuchtung auf Knopfdruck bis 22 Uhr genutzt werden.
Auch der Tischtennisbereich nördlich des Bolzplatzes wurde saniert: Dort erneuerte das Baureferat die Sitzmöglichkeiten in den Randbereichen, die drei Tischtennisplatten und den Wegebelag. Eine kleine Bauminsel, ein rollstuhlgerechtes Trampolin und eine Informationstafel runden das Angebot ab. Der Johannisplatz wurde durch eine öffentliche Toilettenanlage mit Wickeltisch und behindertengerechter Ausstattung und Trinkwasserspender an der Außenseite ergänzt.
Im Spielbereich auf der Südseite des Johannisplatzes entstand für Kleinkinder ein abwechslungsreiches Angebot zum Rutschen, Klettern, Wippen, Sitzen und Sandspielen. Im nördlichen Teilbereich wurde ein Pflanzenlabyrinth integriert und mit einer Sitzkante gefasst. Des Weiteren wurden die in die Jahre gekommenen Pflanzbeete zwischen den Bänken aufgelöst, um mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen. Das Baureferat hat auch die bestehenden Belagsflächen, Sitzgelegenheiten und Beeteinfassungen des Schmuckplatzes erneuert.
Hinweis für Redaktionen: Fotos vom sanierten Johannisplatz erhalten Sie bei der Pressestelle des Baureferats (presse.bau@muenchen.de).
(16. September 2026) Der Bauausschuss des Stadtrats hat gestern in einer vorberatenden Sitzung die Projektgenehmigung für die sicherheitstechnische Nachrüstung und Instandsetzung des Landshuter Allee-Tunnels erteilt. Das Baureferat muss den Landshuter Allee-Tunnel sanieren und sicherheitstechnisch nachrüsten, weil die Sicherheitsausstattung des 1979 eröffneten Tunnels nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Außerdem haben vertiefte Bauwerksuntersuchungen auch hinsichtlich des Bauwerkszustands und Brandschutzes dringende Sanierungsbedarfe aufgezeigt.
Ziel ist es, die Sicherheitsstandards des Tunnels deutlich zu verbessern. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Montage von Brandschutzplatten an der Tunneldecke, das Verbreitern der vorhandenen Notgehwege sowie das Ergänzen zusätzlicher Fluchttüren in der Mittelwand. Zudem werden automatische Brandmelde- und Überwachungssysteme installiert, die Tunnelbeleuchtung sowie die Fluchtwegkennzeichnung modernisiert. Die bestehende Tunnelbetriebsstation wird durch einen Neubau erweitert, der gemeinsam mit den Stadtwerken München genutzt wird.
Das Bauwerk wird zudem umfassend generalüberholt: Betonschäden werden behoben, Wandverkleidungen erneuert und die gesamte Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht. Die Baumaßnahmen werden in vier Hauptphasen durchgeführt. Nach vorbereitenden Arbeiten, wie der Baufeldfreimachung, beginnt ab Sommer 2027 das Herstellen des baulichen Brandschutzes in der Weströhre des Tunnels, zunächst in Nachtarbeit. Während der weiteren Bauphasen wird jeweils eine Tunnelröhre gesperrt, während der Verkehr in der verbleibenden Röhre im Gegenverkehr geführt wird.
Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis Frühjahr 2030 abgeschlossen sein. Die genehmigten Projektkosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses vom 15.9.2026 (Sitzungsvorlage Nr. 26-32 / V 01121).
(16. September 2026) Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat gestern die Maßnahmen zur Ertüchtigung des baulichen Brandschutzes des Biedersteiner Tunnels genehmigt. Das Baureferat wurde beauftragt, die entsprechenden Planungsleistungen durchzuführen und die Ausführung vorzubereiten. Der Tunnel ist seit 1966 in Betrieb und mit über 100.000 Kfz/Tag sehr stark frequentiert. Er weist mittlerweile altersbedingt bauliche Mängel auf. Aufgrund einer gutachterlichen Beurteilung muss der bauliche Brandschutz nachgerüstet werden. Außerdem entspricht die Ausstattung der Sicherheitstechnik nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.
Die Nachrüstung des baulichen Brandschutzes soll nach aktueller Planung in der zweiten Jahreshälfte 2027 erfolgen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Monate dauern, inklusive der Vorarbeiten zur Instandsetzung der Tunneldecke sowie Anpassungen an der Beleuchtung und an den Kabeln des BOS-Funks (Funk der Einsatzdienste). Die Arbeiten sollen hauptsächlich in Nachtschichten durchgeführt werden. Dadurch kann der Verkehr tagsüber weiter ungestört fließen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Anfang 2028 geplant. Der Stadtrat hat die voraussichtlichen Projektkosten in Höhe von 5,7 Millionen Euro genehmigt. Eine Förderung durch die Regierung von Oberbayern ist beantragt.
Parallel laufen die Untersuchungs- und Planungsleistungen zur Erstellung der Bedarfs- und Konzeptgenehmigung der Maßnahme der sicherheitstechnischen Nachrüstung und Instandsetzung des Tunnels. Die Kosten für diese Planungen belaufen sich voraussichtlich auf circa 1,2 Millionen Euro. Die umfangreiche Nachrüstung der Sicherheitstechnik und die grundhafte Instandsetzung des Biedersteiner Tunnels sollen als Gesamtmaßnahme nach derzeitiger Planung Anfang der 2030er Jahre begonnen werden.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss vom 13. Januar 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18442).
(15. September 2026) Das Baureferat und das Referat für Bildung und Sport setzen die Bildungsbauoffensive München um und treiben damit den Ausbau und die Modernisierung der Bildungsinfrastruktur weiter voran. Die Stadt investiert im Rahmen der Bildungsbauprogramme in allgemeinbildende und berufliche Schulen, aber auch in das Angebot der Ganztagesbetreuung und in die frühkindliche Bildung. Von den diversen ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellten Sportbauprojekten profitieren neben den Bildungseinrichtungen auch der Breitensport und zahlreiche Sportvereine.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „Schulen und Kitas zu bauen, heißt für morgen zu bauen. Moderne Bildungseinrichtungen sind die Grundlage für Chancengerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt. Sie festigen unsere Demokratie. Münchens Bildungsbauoffensive ist eine Erfolgsgeschichte, die wir trotz der schwierigen Haushaltslage fortschreiben. Denn Ausgaben für Bildung sind die besten Investitionen in die Zukunft Münchens.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Es ist ein Privileg, Deutschlands größte Bildungsbauoffensive umsetzen zu dürfen. Neben dem Ziel, die bestmöglichen Räume für effizientes und gesundes Lernen zu schaffen, liegt unser besonderes Augenmerk auf Ressourcenschutz und nachhaltigem, klimagerechtem Bauen. Ein außergewöhnliches Projekt ist das generalinstandgesetzte und erweiterte Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer an der Luisenstraße 9-11. Hier galt es, die Bedarfe des Denkmalschutzes, eine anspruchsvolle Gebäudestatik mit denen der unterschiedlichen handwerklichen Ausbildungsberufe unter einen Hut zu bringen. Entstanden ist ein Vorzeigebeispiel des nachhaltigen Schulbaus im Bestand.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Jedes Kind in München soll die gleichen Chancen auf Bildungserfolg und Teilhabe haben. Daher baut die Landeshauptstadt München Bildungsorte, die die individuelle Entwicklung, den Kompetenzaufbau und das selbstorganisierte Lernen der Schüler*innen fördern. Mit unseren Standardraumprogrammen gelingt es uns, diese Qualität effizient in die Breite zu tragen. Das zeigen die jährlichen Fertigstellungen von Münchner Schulen, Kitas und Sportstätten immer wieder eindrucksvoll.“
Eine besondere Bauaufgabe aus dem 2. Schulbauprogramm der Bildungsbauoffensive München stellte die Generalinstandsetzung und Erweiterung des Städtischen beruflichen Schulzentrums Thomas Wimmer an der Luisenstraße 9-11 dar. Das Baureferat (Hochbau) hat die denkmalgeschützten Gebäudeteile aus den 1950er Jahren behutsam saniert, technisch, statisch sowie energetisch ertüchtigt und um einen Anbau mit Versammlungsstätte erweitert. Im Zuge der Maßnahme konnten die diversen am Standort untergebrachten Ausbildungsberufe und ihre jeweiligen zugehörigen Schulstandorte neu geordnet werden. Mit dem Wiedereinzug der Städtischen Berufsschule für das Spenglerhandwerk, Umwelt- und Versorgungstechnik im Juli dieses Jahres sind nun alle dort ansässigen Berufsschulen im frisch renovierten Gebäudeensemble angekommen.
Der Erweiterungsbau des Heinrich-Heine-Gymnasiums am Max-Reinhardt-Weg 27 mit vier Lernhäusern und einer Mensa steht kurz vor der Fertigstellung. Die Lernhäuser werden zum Schuljahresbeginn bezogen, die Nutzung der Mensa kann voraussichtlich im November 2026 erfolgen.
Das Baureferat hat das 4-zügige Adolf-Weber-Gymnasiums in der Kapschstraße 4 vergrößert. Durch die Erweiterung in Form eines Verbindungsbaus stehen den G9-Schüler*innen ab dem Schuljahr 2026/27 vier dringend benötigte zusätzliche Klassenzimmer zur Verfügung. Die Sanierung des Bestandsgebäudes beginnt im Jahr 2027.
Auch der Neubau der 5-zügigen Realschule Franz-Mader-Straße 30 startet seinen Betrieb. Am Standort zieht die neue staatliche Realschule München IV ein. Mit dem Umzug der Rudolf-Diesel-Realschule, die dort vorübergehend ebenfalls untergebracht wird, nimmt das Baureferat im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg eine dringend notwendige Sanierungsreihe in Angriff: darunter neben dem Stammgebäude der Rudolf-Diesel-Realschule die Grundschule am Dom-Pedro-Platz 2, die Grundschule in der Hirschbergstraße 33 und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Das am Standort ebenfalls beheimatete Haus für Kinder mit drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen geht voraussichtlich bis Jahresende in Nutzung.
Die neu errichtete Pavillonanlage für das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Im Gefilde besteht aus zwei Bauteilen, die jeweils Raum für 12 und 15 Klassen bieten und zeitgleich in Betrieb genommen werden. Das Förderzentrum für geistige Entwicklung, das bisher in der Grundschule Haager Straße untergebracht war, bezieht zum Schuljahr 2026/27 den Standort Im Gefilde.
Bis zu den Herbstferien geht auch der Neubau des Sonderpädagogischen Förderzentrums Eduard-Spranger-Straße 21-23 am Bildungscampus Hasenbergl in Betrieb. Dieser Standort wird vorerst vorübergehend durch Grundschule und den Kooperativen Ganztag genutzt. Die Zwei- und Dreifachsporthallen stehen dem Schulbetrieb nach den Herbstferien 2026 zur Verfügung.
Der Neubau einer 4-zügigen Grundschule am Gottfried-Böhm-Ring 2 geht zum Schuljahr 2026/27 mit einer Einfachsporthalle in Betrieb. Der fertiggestellte Regionalhort sowie eine zweite Einfachsporthalle werden voraussichtlich 2027 in Nutzung genommen. Die Kooperative Ganztagsbildung (KoGa) hat bereits am 1. September 2026 die Nutzung aufgenommen. Damit sind zum Schuljahresbeginn insgesamt 39 KoGa-Standorte im Stadtgebiet in Betrieb.
Fertiggestellt ist auch der Neubau der 5-zügigen Grundschule Helmut-Kohl-Allee 53 in Neufreimann. Das Baureferat hat die Räume so angepasst, dass sie interimsweise von einem neu gegründeten Förderzentrum für geistige Entwicklung genutzt werden können. Zum Beginn des Schuljahres werden zunächst zwei Lernhaus-Cluster bezogen. Im Jahr 2027 soll der Ausbau der drei weiteren Züge unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse der Förderschüler*innen erfolgen. Am Standort entstehen zudem Räumlichkeiten für ein 6-zügiges Sonderpädagogisches Förderzentrum (SFZ) mit 24 Klassen, das bisher in der Rothpletzstraße untergebracht war. Außerdem werden für jede Schule eine Zweifachsporthalle sowie Räumlichkeiten für die Städtische Sing- und Musikschule fertiggestellt, die ab November 2026 am Standort präsent sein wird.
Bereits Anfang des Jahres hat das Baureferat ein Haus für Kinder mit vier Kinderkrippen- und vier Kindergartengruppen an der Franz-Heubl-Straße 46e fertig errichtet und den Neubau eines Hauses für Kinder in Holzbauweise mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen in der Unnützstraße 28 abgeschlossen. Das Städtische Haus für Kinder an der Pfänderstraße 27a mit zwei Hort- und drei Kindergartengruppen geht im September 2026 in Betrieb und dient erst als Interimsquartier für die Kindergartengruppen aus dem Lily-Braun-Weg.
Bis zum Jahresende 2026 können der Interimsstandort an der Gerastraße 5 für die Kita Josef-Knogler-Straße mit zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen sowie das Haus für Kinder an der Rebholzstraße 10 mit zwei Hort-, zwei Kindergarten- und einer Krippengruppe in Betrieb gehen.
Das Baureferat hat 2026 ebenfalls mehrere Sportbauobjekte fertiggestellt:
- Schwimmhalle des Ludwigsgymnasiums in der Fürstenrieder Straße 159a
- Zweifachsporthalle der Mittelschule an der Torquato-Tasso-Straße 38
- Schwimmhalle und Dreifachsporthalle in der Friederike-Nadig-Alle 48 am Bildungscampus Neufreimann
- Zweifachsporthalle und Schwimmhalle an der Grundschule Menaristraße 5
- Dreifachsporthalle am Karlsgymnasium am Stadtpark 21
- Modernisierung der Freisportanlage in der Siegenburgerstraße 51 samt Neubau eines Sportbetriebsgebäudes
Die Übergabe des 1. Bauabschnittes an der Bezirkssportanlage Fritz-Lutz-Straße 23, bestehend aus zwei Kunstrasensportplätzen, ist bereits erfolgt. Bis voraussichtlich November 2026 werden ein neuer großer und kleiner Allwetterplatz, eine 130-m-Kurzstreckenlaufbahn, eine Stufentribüne und ein Platzpflegegeräte-Waschplatz fertiggestellt. Nach der Fertigstellung im Herbst erfolgt die Nutzungsaufnahme durch den TSV Ludwigsfeld e.V.
Kunst am Bau
Für das Städtische Haus für Kinder an der Pfänderstraße 27 a hat der Künstler Matthias Mross mehrere farbige Wandmalereien an der Fassade, im Innenbereich und am benachbarten Gebäude der GEWOFAG realisiert. Die Motive greifen den umgebenden Baumbestand mitsamt darin lebenden Vogelarten auf:
An der Fassade der städtischen Sportanlagen an der Siegenburger Straße 51 wächst mit dem „Buchstabenbaum“ von Emanuel Mooner eine andere Form von „urbaner Natur“. Der Münchner Künstler gestaltet hier ein großformatiges Schrift-Bild, in dem sich aus rund 300 farbigen Buchstaben und Satzzeichen die Gestalt eines Baumes formt.
(14. September 2026) Mit dem Beginn des Schuljahrs sind ab morgen wieder viele Kinder und Jugendliche in München unterwegs – zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Roller oder mit Bus und Tram. Das Baureferat hat in Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsreferat und dem Referat für Bildung und Sport in den letzten Wochen und Monaten die Schulwege an mehreren Stellen im Stadtgebiet sicherer gemacht. Insgesamt profitieren mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche an direkt betroffenen und nahegelegenen Schulen sowie städtischen Kindertageseinrichtungen von den Maßnahmen. Hinzu kommen Eltern, Lehrkräfte, Beschäftigte, Anwohner*innen sowie alle Menschen, die in den jeweiligen Vierteln zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „Mit Schulbeginn sind in München täglich wieder 168.000 Kinder und Jugendliche unterwegs. Ihre Sicherheit hat für uns höchste Priorität. Die Verkehrsinfrastruktur muss so gestaltet sein, dass insbesondere Kinder sicher unterwegs sein können. Aber auch Senior*innen brauchen fehlerverzeihende und sichere Wege. Wir arbeiten deshalb sukzessive an Verbesserungen. Ich wünsche allen Schüler*innen einen guten und sicheren Start ins neue Schuljahr.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Im Mittelpunkt unserer Projekte zur Verbesserung der Schulwegsicherheit stehen sichere Querungen, bessere Sichtbeziehungen, barrierefreie Übergänge und mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrende. Davon profitieren Kinder und Jugendliche an Schulen und Kindertageseinrichtungen in mehreren Stadt-
bezirken. Sichere Schulwege sind ein wichtiger Teil einer familienfreundlichen Stadt. Kinder und Jugendliche sollen selbstständig und sicher zur Schule kommen – zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Der Schutz der Kleinsten im Straßenverkehr ist uns besonders wichtig. Kinder haben oft noch wenig Erfahrung, können Situationen nicht gut einschätzen. Neben einer sicheren und möglichst fehlerverzeihenden Infrastruktur braucht es deshalb auch Anleitung und Begleitung – von den Eltern, den engagierten Schulweghelfer*innen – und Rücksichtnahme und Miteinander von uns allen, die auf den Münchner Straßen unterwegs sind.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Der sichere Schulweg ist eine Grundvoraussetzung für einen gelingenden Schultag und eine wichtige Weichenstellung für ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten. Daher begrüßen wir die kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen für ein fußgänger- und radfahrerfreundliches München.“
Die Verbesserungen im Einzelnen
An der Aschauer Straße in Ramersdorf-Perlach und an der Walliser Straße auf Höhe des Sittener Wegs in Fürstenried hat das Baureferat neue Querungsmöglichkeiten geschaffen. In beiden Straßen wurden sogenannte vorgezogene Gehwegnasen gebaut. Sie verkürzen die Distanz zum Queren der Fahrbahn, schaffen bessere Aufstellflächen und verbessern die Sicht zwischen Fußgänger*innen und Autofahrer*innen. So sinkt die Gefahr, dass durch parkende Fahrzeuge am Fahrbahnrand Schulkinder übersehen werden. Die neuen Querungsstellen sind zudem barrierefrei. Von der Maßnahme an der Aschauer Straße profitiert besonders die Marieluise-Fleißer-Realschule mit ihren rund 865 Schüler*innen. An der Walliser Straße liegen die Grundschule an der Walliser Straße und die Mittelschule Walliser Straße, die mehr als 500 Schüler*innen besuchen.
In der Fürkhofstraße in Bogenhausen hat das Baureferat die Anlieferzufahrt für die Helen-Keller-Realschule hergestellt. Außerdem wurde ein bestehender Trampelpfad befestigt. Damit ist eine bestehende Wegeverbindung komfortabler und vor allem winterfest nutzbar. Die Helen-Keller-Realschule wird derzeit saniert und erweitert. Sie soll zum Schuljahr 2027/28 wieder an den Standort in der Fürkhofstraße zurückziehen. Dann profitieren dort rund 520 Schüler*innen von der verbesserten Situation. Die Arbeiten wurden Anfang Juli abgeschlossen.
An der viel befahrenen Waldwiesenstraße in Hadern sorgt eine neue Ampelanlage für mehr Sicherheit. Sie sichert auf Höhe Drozzaweg und Am Ährenfeld eine wichtige Querung für Fußgänger*innen und Radfahrende. Von dort führt der Weg weiter in Richtung Guardinistraße und Innenstadt. Für die neue Querungsstelle hat das Baureferat die Bordsteine abgesenkt, den Bereich angepasst und Gehwege sowie die Fahrbahn neu hergestellt. Im Umfeld liegen unter anderem die Grundschule an der Großhaderner Straße, die Lukas-Grundschule sowie städtische Kindertageseinrichtungen. Zusammen profitieren dort rund 750 Kinder von der verbesserten Querungssituation.
In der Gilmstraße in Sendling-Westpark hat das Baureferat den viel genutzten Zweirichtungsradweg westlich des Westparks verbreitert. Zwischen Preßburger Straße und Westendstraße/Friedrich-Brugger-Weg sind Geh- und Radweg nun jeweils mindestens 2,50 Meter breit. In den kommenden Tagen bringt das Baureferat noch Fahrradpiktogramme, Richtungspfeile und rote Markierungen auf. Direkt an der Gilmstraße liegen die Grundschule Gilmstraße und das Sonderpädagogische Förderzentrum München Mitte 3 Am Westpark. Dort lernen insgesamt rund 400 Schüler*innen.
In Moosach hat das Baureferat die Wege zum neuen Schulcampus an der Franz-Mader-Straße verbessert. Die östliche Gehbahn der Irma-Wenke-Straße ist erneuert und an den Campus angebunden. An der Kreuzung Allacher Straße, Netzerstraße und Franz-Mader-Straße ermöglicht eine neue Ampelanlage das sichere Überqueren der sechsspurigen Allacher Straße. In der Franz-Mader-Straße hat das Baureferat einen neuen Gehweg, Parkbuchten, zwei Baumstandorte und eine neue Fahrbahn mit Wendehammer gebaut. Zum Schuljahr 2026/27 nimmt dort die neue Staatliche Realschule München IV ihren Betrieb auf. Zum Campus gehören außerdem ein Haus für Kinder und eine Dreifachsporthalle. Von den verbesser- ten Wegen profitieren künftig mehrere hundert Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien.
Eine weitere große Maßnahme läuft an der Karl-Theodor-Straße in Schwabing-West. Dort arbeitet das Baureferat derzeit im zweiten Bauabschnitt zwischen Borschtallee und Bonner Platz. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Mai 2027 abgeschlossen. Das Baureferat schafft breitere Gehwege, bessere Querungsmöglichkeiten, neue Radabstellplätze, barrierefreie Bushaltestellen und pflanzt 19 neue Bäume. Im direkten Umfeld liegen das Städtische Willi-Graf-Gymnasium, das Städtische Sophie-Scholl-Gymnasium und die Städtische Ricarda-Huch-Realschulemit ihrer Zweigstelle an der Karl-Theodor-Straße mit zusammen rund 1.800 Schüler*innen.
Verkehrliche Maßnahmen werden durch das Mobilitätsreferat geprüft, geplant und angeordnet sowie durch das Baureferat baulich umgesetzt. In enger Zusammenarbeit können die beiden Referate so auch künftig Schulwege im Stadtgebiet verbessern und neue Schulen, die im Rahmen der Bildungsbauoffensive der Stadt entstehen, an die bestehende Verkehrsinfrastruktur anbinden.
(10. September 2026) Die Generalsanierung ist abgeschlossen: Zum Schuljahr 2026/27 steht das Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer rund 2.500 Auszubildenden und Weiterbildenden aus Bautechnik, Bau- und Kunsthandwerk, Spenglerhandwerk und Versorgungstechnik sowie ihren Lehrkräften wieder vollumfänglich zur Verfügung. Mit der Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Schulensembles in der Luisenstraße waren erhebliche planerische und bauliche Herausforderungen verbunden. Hinzu kamen hohe Anforderungen an die technische Ausstattung der Werkstätten und Fachunterrichtsräume. So ist das Projekt aus dem 2. Schulbauprogramm ein klares Bekenntnis der Landeshauptstadt zur beruflichen Bildung und zum Erhalt wertvoller Bausubstanz.
Handwerks- und Ausbildungsberufe gehören in die Mitte der Gesellschaft. Diese Haltung lag der Entscheidung des Münchner Stadtrates für die Beibehaltung des Schulstandortes in der Maxvorstadt unweit des Hauptbahnhofs zugrunde. Große Sichtfenster in den ebenerdigen Werkstätten öffnen das Gebäude zur Straße und ermöglichen einen Blick über die Schultern der dort arbeitenden Schüler*innen. Eine Verbindung zwischen Schulstandort, Handwerk und Stadtraum schaffen auch die Präsentationsflächen für Werkstücke im Arkadenbereich sowie im Inneren des neu ergänzten Pavillons mit seinen transparenten Glasfronten. Traditionsreicher Schulstandort für Handwerksberufe und Baugewerbe
Wie schon seit seiner Erbauung im Jahr 1952 wird der generalsanierte und erweiterte Standort Luisenstraße von diversen beruflichen Schulen für das Handwerk und das Baugewerbe genutzt:
- die Berufsschule für das Spenglerhandwerk, Umwelt- und Versorgungstechnik
- die Fachschule für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik
- die Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk
- die Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk
- die Fachschule für Steintechnik • die Fachschule für Bautechnik
- die Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk
- die Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk
Die Landeshauptstadt München setzt in der Luisenstraße 9-11 ihre Strategie der Kompetenzzentren fort, bei der Aus- und Weiterbildungsangebote verwandter Disziplinen an einem 2 Ort zusammengefasst werden und voneinander profitieren. Der Standort ist für rund 2.500 berufliche Schüler*innen ausgelegt. Bedingt durch die typische Abfolge von schulischen und betrieblichen Ausbildungsphasen nutzen sie die Räumlichkeiten im Wechsel.
Umfangreiche Baumaßnahme aus dem 2. Schulbauprogramm
Das umfangreiche Bauprojekt umfasst insgesamt 23.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Neben der Generalinstandsetzung der beiden großen denkmalgeschützten Gebäudekörper wurde ein eingeschossiger Pavillon als Versammlungs- und Ausstellungsfläche behutsam und in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz ergänzt. Nach Fertigstellung stehen den städtischen beruflichen Schulen auf vier (Bauteil E) beziehungsweise fünf (Bauteil F) Geschossen 36 Werkstätten, Hallen und Labore, 38 Klassenräume, zehn Integrierte Fachunterrichtsräume, drei Technikzentralen und ein Versammlungsraum mit multifunktionalen Ausstellungsflächen zur Verfügung. Außerdem wurden Räumlichkeiten für eine Jugendfreizeitstätte integriert. Die genehmigten Gesamtkosten für die Maßnahme betragen 190,07 Millionen Euro.
Ein wichtiger Aspekt der Generalinstandsetzung war die Verbesserung der Barrierefreiheit. Eine Rampe ermöglicht den barrierefreien Zugang zum Haupteingangsbereich. Dort erleichtert ein taktil gestalteter Lageplan Menschen mit Sehbeeinträchtigung die Orientierung. Ein Leitsystem weist ihnen den Weg zum Sekretariat im 1. Obergeschoss. An den Handläufen aller Treppen befinden sich zudem Plaketten mit Blindenschrift. Fünf Aufzüge in den Bauteilen E und F gewährleisten den barrierefreien Zugang zu allen Ebenen.
Die Künstlerin Karin Sander hat im Rahmen von QUIVID, dem Kunst am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München, eine spiralförmig gemauerte Kaminsäule auf dem Dach des Berufsschulzentrums installiert. Die nach historischen Vorbildern gestaltete solitäre Skulptur „Lehrkamin/Salomonische Säule“ steht für das Zusammenspiel von Denkmalschutz und Erneuerung.
Charakteristika des beruflichen Schulbaus
Berufliche Schulen sind mehr als nur Lernorte im traditionellen Sinne – sie sind darüber hinaus Werkstätten, Labore und Innovationsräume. Die bauliche Umsetzung spiegelt den dualen Charakter der Ausbildung wider: Theorie und Praxis greifen hier unmittelbar ineinander, die Räume bilden die Komplexität der beruflichen Handlungssituationen ab. Entsprechend beherbergt das generalsanierte Berufsschulzentrum unter anderem riesige Hallen für die Maurer*innen und Zimmerer*innen, eine Reihe von Übungskaminen für die Kaminkehrer sowie tageslichtdurchflutete Werkstätten für Holzbildhauer*innen, Kunsthandwerker*innen sowie Gold- und Silberschmied*innen. Eine zentrale Rolle spielt das Konzept der Integrierten Fachunterrichtsräume (IFU). IFUs ermöglichen einen Unterricht, der praxisnah und handlungsorientiert ist. Theoretische Inhalte können direkt an Maschinen, Werkstücken oder Modellen überprüft und vertieft werden – ohne zeitliche oder räumliche Trennung. Klassenzimmer, Werkstatt und Labor verschmelzen zu einem einzigen didaktischen Raum.
Herausforderungen für Statik und Baubetrieb
Insbesondere der Einbau der umfangreichen Anlagentechnik stellte eine Herkulesaufgabe für Projektplanung und Baulogistik dar. Um im denkmalgeschützten Gebäudekörper das notwendige Technikgeschoss zu realisieren, kamen innovative Lösungsansätze aus dem Brückenbau Einsatz. Unter anderem wurden bestehende Stahlbetonrippendecken mit Carbonfaserstreifen so verstärkt, dass sie die benötigten Traglasten erbringen. Carbonfaserverstärkter Textilbeton kam auch bei der Ertüchtigung der denkmalgeschützten Baustruktur des Shedhallen-Betondachs zur Anwendung. Bei der Fassade des Werkstattgebäudes und des Arkadengangs mussten die historischen Glasbaustein-Betonelemente durch neue Thermo-Glasbausteine und dämmende Betonelemente ersetzt werden, um den geltenden gesetzlichen Normen gerecht zu werden. Ein mit zusätzlichen Trägern versteifter, zwei Geschosse hoher Stahlbetonrahmen ermöglicht höhere Verkehrslasten in den Werkhallen. Zusätzliche Herausforderungen entstanden durch die zentrale, innerstädtische Lage. Die für die Baustelleneinrichtung verfügbare Fläche war durch Feuerwehrzufahrten und Anliegereinfahrten stark limitiert. Hinzu kam, dass die U-Bahn-Röhren der Linien U1 und U2 direkt unter dem Baugrund verlaufen. Zwangsläufig mussten unter diesen Bedingungen etwa die Anlieferungen von Material und Maschinen nach dem Just-in-time-Prinzip erfolgen.
Modernste Werkstätten im denkmalgeschützten Schulhaus: Statements der Referent*innen
Stadtschulrat Florian Kraus: „Aus- und Weiterbildung auf Top-Niveau: Das bietet das Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt. Im Zuge der Generalinstandsetzung konnte das denkmalgeschützte Ensemble mit modernsten Werkstätten, Maschinen und Anlagentechnik ausgestattet werden. Generationen von Maurer*innen, Spengler*innen, Zimmerer*innen, Bau- und Umwelttechniker*innen werden sich hier ebenso wie Stein- und Holzbildhauer*innen, Gold- und Silberschmied*innen optimal qualifizieren können. So ist diese Generalinstandsetzung ein starkes Bekenntnis zum Stellenwert der beruflichen Bildung und eine Investition in den Wirtschaftsstandort München.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Das Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer verbindet das Bewahren wertvollster Bausubstanz mit dem Mut zur Innovation. Bei diesem Projekt galt es, die Bedarfe des Denkmalschutzes, eine anspruchsvolle Gebäudestatik mit denen der unterschiedlichen handwerklichen Ausbildungsberufe unter einen Hut zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, zu dessen Gelingen viele Menschen mit ihrer Expertise und viel Durchhaltewillen beigetragen haben. Das Bauen im Bestand ist immer eine Herausforderung, es geht nie ohne. Nicht zuletzt ist diese altehrwürdige und nun runderneuerte Berufsschule ein fantastisches Architekturjuwel, von der Fassade über die wunderbare Shedhalle bis zur Maurer- und Zimmererhalle, mit Blick über die Dächer der Maxvorstadt.“
Die Bildungsbauoffensive der Landeshauptstadt München
Die Landeshauptstadt München setzt mit Investitionen von über 8,7 Milliarden Euro für über 200 Bildungsbauprojekte das größte kommunale Bildungsbauprogramm Deutschlands um. Neben dem Bau von Gymnasien, Grund-, Mittel- und Realschulen sowie beruflichen Schulen, Kindertageseinrichtungen, Sportanlagen und Pavillonanlagen umfassen die bisherigen Bauprogramme zahlreiche Erweiterungen und Sanierungen von bestehenden Schulgebäuden und Kindertagesstätten.
Aktuelle Pressetermine im Oktober 2026
Anlässlich des Festakts zur Einweihung des Schulstandorts an der Freudstraße 15 sprechen Oberbürgermeister Dominik Krause, Stadtschulrat Florian Kraus sowie Detlev Langer, Stadtdirektor Hochbau des Baureferats ein Grußwort. Im Anschluss werden Führungen durch den Neubau angeboten. In dem vierteiligen Neubau nach Plänen von Hascher Jehle Architekten ist seit dem Schuljahr 2024/25 die Städtische Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit München Nord untergebracht. Zum Schuljahr 2025/26 ist auch die Städtische Willy-Brandt-Gesamtschule an ihren angestammten Standort zurückgekehrt. Insgesamt bietet der Campus Platz für 1.500 Schüler*innen, davon 1.000 im schulischen Ganztag.
Der Neubau setzt nicht nur die pädagogischen Standards des Münchner Lernhauskonzepts um, sondern erfüllt auch hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dazu tragen unter anderem begrünte Dachflächen, eine Photovoltaikanlage, die Mehrfachnutzung von Grundwasser für Kühlung und Bewässerung sowie die Verwendung natürlicher und recycelter Baumaterialien bei.
Achtung Redaktionen: Der Termin ist für Foto- und Videoaufnahmen geeignet. Für eine Teilnahme ist eine Akkreditierung bis Donnerstag, 22. Oktober, 12 Uhr, per E-Mail an presse.rbs@muenchen.de erforderlich.