Mayors for Peace

Seit 2005 gehört die Landeshauptstadt München dem Städtebündnis Mayors for Peace an, das sich der Friedensarbeit verschrieben hat.

Mayors for peace: Beflaggung am Rathaus

Mayors for Peace: Beflaggung am Neuen Rathaus

OB Dominik Krause unterstützt Friedensappell aus Hiroshima / Nagasaki

Seit 2005 ist der Münchner Oberbürgermeister Mitglied der deutschen Sektion der „Mayors for Peace“. Der Tradition folgend wird am 8. Juli die Fassade des Rathauses mit drei weithin sichtbaren Friedenstauben geschmückt.

Dieses Jahr begehen wir am 8. Juli 2026 ein Doppel-Jubiläum: Vor dreißig Jahren, am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein Rechtsgutachten, demzufolge die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen geltendes Völkerrecht verstoßen.
Um an dieses wegweisende Gutachten zu erinnern, führte die Landeshauptstadt Hannover als deutsche Zentrale der „Mayors for Peace“ vor genau zehn Jahren den sogenannten „Flaggentag“ ein.

Und diese Aktion ist wichtiger denn je. Gerade erst stellte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI) in seinem aktuellen Bericht fest, dass auf der Welt so viele Atomwaffenarsenale einsatzbereit gehalten werden wie niemals zuvor in der Geschichte.

Angesichts weltweit zunehmender bewaffneter Konflikte vor dem Hintergrund schwerwiegender geopolitischer Veränderungen haben die „Mayors for Peace“ dieses Frühjahr einen gemeinsamen Appell veröffentlicht, dem sich Münchens neuer OB vorbehaltlos anschließt:

Gemeinsamer Appell der „Mayors for Peace“

Die globale Sicherheitslage befindet sich derzeit in einer schweren Krise. Die russische Invasion in der Ukraine dauert nun schon das fünfte Jahr an und ein Ende ist nicht in Sicht. Es gibt bereits zu viele bewaffnete Konflikte auf der Welt, und nun ist ein neuer zwischen den USA, Israel und dem Iran hinzugekommen.

Viele Menschen, darunter auch Zivilisten, kommen ums Leben. Lebenswichtige Infrastruktur wird zerstört. Die gegenseitigen Vergeltungsschläge und ihre Eskalation hin zu Angriffen auf Einrichtungen in immer mehr Ländern haben schwerwiegende Folgen nicht nur für die Region, sondern auch für die politische und wirtschaftliche Sicherheit der ganzen Welt.

Wir befürchten zudem, dass die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit, einschließlich der UN-Charta, zu immer mehr bewaffneten Konflikten führen wird. Wir rufen daher alle an bewaffneten Konflikten beteiligten Länder auf, unverzüglich einen Waffenstillstand zu vereinbaren und Frieden und Stabilität wiederherzustellen.

„Mayors for Peace“, ein globales Netzwerk von Kommunalpolitikerinnen und -politikern, das sich für den Schutz und die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger einsetzt und aus rund 8.600 Mitgliedsstädten in 166 Ländern und Regionen besteht, fordert nachdrücklich, dass internationale Streitigkeiten durch diplomatische Bemühungen im Rahmen eines Dialogs gelöst werden.

Der Einsatz von Gewalt gegen ein Land, der zum Tod unschuldiger Zivilisten führt, ist völlig inakzeptabel. Im Namen von „Mayors for Peace“ erklären wir hiermit erneut, dass wir gemeinsam mit allen friedliebenden Menschen auf der ganzen Welt alles in unserer Macht Stehende tun werden, um einen dauerhaften Weltfrieden zu erreichen und eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen.

Kazumi Matsui (Bürgermeister von Hiroshima) / Shiro Suzuki (Bürgermeister von Nagasaki)