EHEC Bakterien

EHEC sind eine Sonderform der Kolibakterien. Sie werden hauptsächlich über tierische Lebensmittel übertragen und können Darmerkrankungen hervorrufen.

EHEC - Enterohämorrhagische Escherichia coli

Fleisch, Milch, Käse, Eier
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Das Bakterium Escherichia coli (E. coli) ist ein nützlicher Bewohner im Darm von Mensch und Tier. In jedem Gramm Stuhl beziehungsweise Kot befinden sich mehrere Millionen dieser „Kolibakterien“. Sie erfüllen wichtige Aufgaben, indem sie Nährstoffe spalten und für die Abwehr von Krankheitserregern sorgen.

Eine Sonderform der Kolibakterien stellen Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) dar. EHEC können Giftstoffe produzieren, die Darminfektionen auslösen.

Wissenswertes

EHEC werden im Darm von Wiederkäuern produziert. Diese erkranken selbst nicht. Für den Menschen ist eine Ansteckung mit EHEC-Bakterien auf folgenden Wegen möglich:

  • Verzehr von rohem oder nicht durchgegartem Fleisch oder Rohmilch
  • Verzehr von ungewaschenem Gemüse, Salat und Sprossen, die mit Fäkalien gedüngt wurden, oder
  • Kontakt mit Tieren oder EHEC-infizierten Menschen, wenn nicht ausreichend auf die Händehygiene geachtet wurde.

Eine Infektion mit EHEC kann symptomlos verlaufen, wobei der Erreger ein bis drei Wochen, selten über längere Zeit ausgeschieden wird. Währenddessen können bei unzureichender Hygiene andere Menschen angesteckt werden. Treten Symptome auf, kommt es meist nach einer Inkubationszeit von einem bis acht Tagen zu Übelkeit, Erbrechen und leichten, wässrigen Durchfällen. Bei schwereren Krankheitsverläufen treten blutige Stühle und schmerzhafte Bauchkrämpfe auf.

Um sich vor EHEC zu schützen, ist die Hygiene entscheidend. Dazu gehört das regelmäßige Händewaschen, insbesondere nach dem Kontakt mit Tieren. Eltern sollten ihre Kinder vor dem Verzehr von Nahrungsmitteln zum gründlichen Händewaschen auffordern. Auch der vorsorgliche Verzicht auf Rohmilchprodukte und rohes, nicht ausreichend gegartes Fleisch zählt zu möglichen Vorsichtsmaßnahmen.

Bei fünf bis zehn Prozent der an EHEC Erkrankten, insbesondere bei Kindern im Vorschulalter, entwickelt sich etwa eine Woche nach Beginn des Durchfalls ein schweres Krankheitsbild. Es kann zu Blutarmut, einer Gefäßschädigung mit Blutgerinnungsstörungen und zu Nierenfunktionsstörungen kommen, dem sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Dieses verläuft bei Kindern in ein bis fünf Prozent der Fälle tödlich. Auch nach dem Überstehen der akuten HUS-Symptomatik können schwere, anhaltende Gesundheitsschäden wie Bluthochdruck und Beeinträchtigung der Nierenfunktion zurückbleiben.

EHEC-Fälle müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Für München ist dies das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München.

  • Gesundheitsreferat

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