In München ca. 15 000 Personen auskunftspflichtig
Etwa 8 000 Haushalte werden stadtweit befragt
22 Erhebungsbeauftragte in München bis Dezember im Einsatz
Aktuell wird in Bayern – wie im gesamten Bundesgebiet – der Mikrozensus durchgeführt.
Dabei handelt es sich um die größte regelmäßige Haushaltsbefragung in Deutschland. Sie liefert wichtige Informationen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung. Bundesweit wird etwa ein Prozent der Menschen befragt. In Bayern sind das rund 130 000 Personen in etwa 65 000 Haushalten, in der Landeshauptstadt München laut Bayerischem Landesamt für Statistik etwa 8 000 Haushalte und ca. 15 000 Personen. Aktuell sind dort 22 Erhebungsbeauftragte für Befragungen im Einsatz. Diese finden noch bis Dezember statt.
Welche Haushalte teilnehmen, wird nach einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren ausgewählt. Zuerst werden bestimmte Gebäude ausgesucht, danach die darin lebenden Haushalte. Mitarbeitende des Bayerischen Landesamts für Statistik weisen sich aus und informieren die ausgewählten Haushalte schriftlich über die Teilnahme. Die Befragung kann telefonisch oder online durchgeführt werden.
Für alle, die per Zufallsprinzip ausgewählt wurden und nun Post erhalten: Die Fragebögen sind sehr umfangreich. Sie enthalten über 200 Fragen auf rund 130 Seiten. Es geht dabei um Themen wie Familie, Arbeit, Ausbildung, Beruf und Wohnen. Die Teilnahme am Mikrozensus ist gesetzlich vorgeschrieben. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und nur für statistische Zwecke genutzt. Die Ergebnisse werden nur in zusammengefasster Form veröffentlicht.
Wichtig: Der Mikrozensus ist nicht mit dem Zensus zu verwechseln (wie auch auf unserer Internetseite Schon gewusst nachzulesen). Der Zensus findet nur alle zehn Jahre statt und dient vor allem dazu, die Einwohnerzahl festzustellen. Der Mikrozensus dagegen wird jedes Jahr durchgeführt und beschäftigt sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bevölkerung. Eine Auskunftspflicht gilt für beide Befragungen.
Das Bayerische Landesamt für Statistik bietet noch weitere Informationen zum Mikrozensus an.