Verkehrswende: Mehr Lebensqualität - weniger Gefahren
Die Stadt entschärft viele Konfliktstellen auf Münchens Straßen | Sicherer, barriereärmer und komfortabler im Rad- und Fußverkehr sowie im ÖPNV
Sicher unterwegs zu Fuß und per Rad
Die Stadt entschärft viele Konfliktstellen auf Münchens Straßen
Es passiert viel auf Münchens Verkehrswegen: Die Stadt erweitert kontinuierlich Geh- und Fahrradbereiche, gestaltet Straßenübergänge neu und baut die Barrierefreiheit aus. Die Neuverteilung des Straßenraums entspricht den heutigen Mobilitätsbedürfnissen der Münchner*innen, die mittlerweile über 50 Prozent der Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen.
„München wächst – deshalb müssen wir auch unsere Verkehrsinfrastruktur anpassen. Mein Ziel ist, dass die Münchnerinnen und Münchner sicher, zuverlässig und schnell unterwegs sein können. Insbesondere die Sicherheit von Kindern ist mir wichtig,“ betont Oberbürgermeister Dominik Krause. „Wir arbeiten deshalb mit Nachdruck daran, Konfliktstellen zu entschärfen und die Sicherheit sowie den Komfort für Fußgänger und Radfahrerinnen deutlich zu erhöhen. Es sind viele kleine Schritte, aber sie tragen zu einer attraktiveren Mobilität in München bei.“
- Ein Projekt konnte die Stadt letztes Jahr in Teilen der Lindwurmstraße umsetzen. Der Radweg wurde auf die Fahrbahn geführt, wobei Poller die Radfahrenden schützen. Der bisherige Radweg wurde dem Gehweg zugeteilt, der jetzt 3,50 Meter breit ist.
- Umbauarbeiten für mehr Verkehrssicherheit konnte die Stadt 2025 zudem am Stachus, am Platz vor den Museum Lichtspielen, am Altstadtring Nordwest, in der Rheinstraße und weitgehend in der anschließenden Karl-Theodor-Straße abschließen.
- Am Stachus etwa liegt mit bis zu 3.000 Fußgänger*innen in der Stunde eine der meistfrequentierten Querungen der Stadt. Durch den Umbau hat sich die Fläche für den Rad- und Fußverkehr fast verdoppelt. Auch wurden die Rad- und Fußgängerwege getrennt.
- Im Zuge des Großprojekts Altstadtring Nordwest hat die Stadt unter anderem breite Radwege auf einer Länge von 1,85 Kilometer hergestellt. Die deutliche Trennung der teilweise verbreiterten Gehwege vom Radweg erhöht die Sicherheit und den Komfort für den Fußverkehr. Und sowohl Bushaltestellen als auch Querungen sind barrierefrei optimiert.
- Mitten im Umbau befinden sich Abschnitte der Wolfratshauser Straße. Auf der viel befahrenen Bundesstraße zwischen der Josephinenstraße und der Siemensallee sorgt die Stadt für mehr Sicherheit mit neuen Querungsmöglichkeiten und einem bis zu vier Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg mit Sicherheitstrennstreifen.
- Auch auf der Schnittstelle zwischen Neuperlach und Neubiberg entstehen gerade in der Carl-Wery-Straße breite Rad- und Gehwege, barrierefreie und gesicherte Querungsstellen sowie eine Busspur in Mittellage inklusive einer neuen Haltestelle.
- In diesem Jahr haben bereits weitere Umbauten in der Domagkstraße, der Augustenstraße, am Partnachplatz, in der Boschetsrieder Straße und Am Giesinger Berg begonnen.
- Der Bereich in der Boschetsrieder Straße zwischen Ratzingerplatz und Plinganserstraße beispielsweise ist eine wichtige Radverkehrsroute. Die schmalen Geh- und Radwege werden nun verbreitert und baulich abgegrenzt. An Kreuzungen werden zudem die Aufstellflächen vergrößert. Die Maßnahme erhöht insbesondere die Schulwegsicherheit für die Schüler*innen der Grund- und Förderschule an der Boschetsrieder Straße.
- Auch die wichtige Verbindungsroute zwischen Innenstadt und Isarradweg Am Giesinger Berg bekommt beidseitig Radwege. Alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, können nach Abschluss der Bauarbeiten die Kreuzung ebenerdig und sicher queren. Auch für die Schulkinder wird dadurch die Sicherheit erhöht. Gerade hat der Stadtrat zudem eine kostengünstigere Variante als zunächst vorgesehen für die anschließende Martin-Luther- Straße beschlossen.
Bei allen Projekten berücksichtigt die Stadt die Barrierefreiheit. Moderne Querungen etwa, die von seh- und mobilitätseingeschränkten Menschen genutzt werden können, sollen zum neuen baulichen Standard werden.
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Mehr Fahrradstellplätze, neue Zebrastreifen, barrierefreie Bushaltestellen: Mit zahlreichen baulichen Einzelmaßnahmen haben das Bau- und das Mobilitätsreferat letztes Jahr gezielt nachhaltige Verkehrsformen vorangebracht.
- Rund 1.500 neue Fahrradstellplätze an 66 Standorten hat die Stadt errichtet und an 75 Verkehrsknotenpunkten Radfahrbahnen rot markiert. Außerdem ist die Zahl an Fahrradstraßen auf mehr als 100 geklettert.
- Insbesondere für die Sicherheit von Schulkindern und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hat die Stadt zehn neue Zebrastreifen angelegt und weitere 68 bestehende neu markiert.
- Mit 172 neuen Carsharing-Parkplätzen, 21 neuen Mobilitätspunkten sowie 145 neuen Abstellflächen für E-Tretroller hat die Stadt außerdem die Sharing-Angebote ausgebaut. Damit gibt es in München nun insgesamt 824 Stellplätze für Carsharing, 384 geteilte Sicherer, barriereärmer und komfortabler im Rad- und Fußverkehr sowie im ÖPNV Abstellflächen für Mikromobilität sowie 120 Mobilitätspunkte.
- Im Rahmen des Programms Barrierefreie Bushaltestellen hat die Stadt 2025 zudem an vier zusätzlichen Haltepunkten einen stufenlosen Einstieg ermöglicht. In diesem Jahr sollen weitere elf Haltestellen umgebaut werden.
Die Verkehrswende kommt Schritt für Schritt voran – diese kleinen Maßnahmen sind dabei genauso wichtig wie große Projekte.
Neu: Sharing mit MyRadl
Seit Anfang des Monats ist das neue regionale Bikesharing- System MyRadl an den Start gegangen. Es wird künftig mit 6.700 Fahrrädern an rund 1.000 Standorten in München und in 36 weiteren Städten und Gemeinden verfügbar sein. Die Räder können über kommunale Grenzen hinweg ausgeliehen, genutzt und zurückgegeben werden.
Die Stadt informiert
„Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 26. Mai 2026.